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Ausgabe 02/2026: Süsses Gift?

Wie Kompost Pflanzen schützt.

Text: Angelika Jacobs

Kompost kann Pflanzen vor Krankheiten wie Pilzbefall bewahren, wenn er in Anzuchterde gemischt oder als wässriger Auszug auf die Blätter gesprüht wird. Forscherinnen der Universität Basel suchen zusammen mit dem Forschungsinstitut FiBL nach den Mikroben im Kompost, die diesen Schutz bewirken. Daraus könnten neue biologische Pflanzenschutzmittel entstehen.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

In verschiedenen Kompostierwerken in der Deutschschweiz wie hier in Riehen bei Basel entnehmen Pascale Flury (links) und ihre Doktorandin Fiona Fitchett Proben aus dem Inneren der riesigen Komposthaufen.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Bild links: Am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick gewinnt Fiona Fitchett Mikroben aus den Kompostproben. Daraus bereitet sie einen wässrigen Extrakt für Tests gegen Blattkrankheiten vor. 

Bild rechts: Für den Versuch mit Weinreben besprüht sie einen Teil der Pflanzen mit dem Kompostextrakt, einen Teil nicht. Zwei Tage später besprüht sie alle Reben mit Krankheitserregern, die Blattkrankheiten auslösen.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Anschliessend kommen die Pflanzen in einen Inkubator. Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Infektion durch die Krankheitserreger.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Eine Woche später vergleichen Flury und Fitchett die Reben mit und ohne Kompostsud (Bild links). Der graubraune Belag zeigt, wie stark die Blätter erkrankt sind (Bild rechts). Die Forscherinnen bestimmen, welche Kompostproben die Pflanzen am besten schützen.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Parallel untersuchen weitere Mitarbeiterinnen von Pascale Flury, welche Kompostmikroben gegen Wurzelkrankheiten schützen. Hier hat das Team bereits herausgefunden, welche der Kompostproben die beste Schutzwirkung hatten. Mithilfe von Gensequenzierung haben die Biologinnen die darin enthaltenen Mikroben identifiziert.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Bild links: Die Forscherinnen haben rund 300 vielversprechende Bakterien isoliert und im Labor vermehrt. Für weitere Tests mit einzelnen Arten oder bestimmten Kombinationen lösen sie die Bakterien vom Nährboden in Flüssigkeit.

Bild rechts: Für einen Wirksamkeitsnachweis säen die Forscherinnen Kresse in Erde mit einem Wurzelkrankheitserreger. Einige Töpfchen erhalten zusätzlich einzelne Kompostbakterien oder Bakterienmischungen.

(Foto: Universität Basel, Christian Flierl)

Nach einer Woche wächst die Kresse ohne Kompostbakterien (links) deutlich schlechter als mit ihnen (rechts). Um herauszufinden, über welche Substanzen die Mikroben Krankheitserreger im Zaum halten, arbeiten die Forscherinnen eng mit dem Team von Robin Teufel am Departement Pharmazeutische Wissenschaften zusammen.

Die Ergebnisse könnten biologische Pflanzenschutzmittel inspirieren oder als Grundlage für Testkits dienen, um die Qualität von Kompost zu bestimmen.

Pascale Flury ist Phytopathologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Departement Umweltwissenschaften. Hier erforscht sie, wie nützliche Bodenbakterien Nutzpflanzen vor Krankheitserregern und Schädlingen schützen können.

Fiona Fitchett untersucht in ihrer Doktorarbeit, welche Kompostmikroben Pflanzen vor Blattkrankheiten schützen und welche Substanzen diesen Schutz vermitteln.


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