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Unisonar S8|EP5: Spenden und freiwilliges Engagement

Titel Unisonar «Was macht das mit mir?» darunter Frauenstatuen-Kopf mit einer gezeichneten Wolke. Daneben das Porträt von Georg von Schnurbein.
Georg von Schnurbein erforscht an der Universität Basel, warum Menschen spenden und sich freiwillig engagieren. (Illustration: Olivia Fischer/Universität Basel, Bild: zvg).

Warum spenden wir Geld oder engagieren uns freiwillig? In der neuen Folge von «Unisonar» erklärt Georg von Schnurbein, weshalb Geben selten völlig selbstlos ist – und warum genau das kein Problem ist.


Philanthropie beginnt nicht erst bei Millionenspenden. «Philanthropie verstehen wir als jede private, freiwillige Handlung für einen gemeinnützigen Zweck», sagt Georg von Schnurbein. Dazu zählen laut dem Professor für Stiftungsmanagement Spenden ebenso wie Freiwilligenarbeit oder die Gründung von Organisationen.

Entscheidend ist: Jede und jeder kann sich engagieren – unabhängig vom Einkommen. Auch kleine Beiträge machen einen Unterschied.

Geben ist nicht völlig selbstlos

Doch wie altruistisch sind solche Handlungen wirklich? «Jeder Altruismus braucht Egoismus», sagt von Schnurbein. Wer spendet oder sich engagiert, tut das auch, weil es sich gut anfühlt oder zum eigenen Selbstbild passt.

Statt von reiner Selbstlosigkeit spricht die Forschung deshalb oft von «Reziprozität»: Man hilft, weil man erwartet, dass Hilfe auch in der Gesellschaft zurückkommt. Nicht direkt, aber grundsätzlich, wenn wir später einmal Unterstützung benötigen.

Was Geben mit uns macht

Trotz aller Veränderungen bleibt ein zentraler Befund: Engagement wirkt auch auf uns selbst zurück. «Menschen, die sich freiwillig engagieren, sind gesünder, fröhlicher und zufriedener», sagt von Schnurbein.

Geben ist damit nicht nur ein Beitrag für die Gesellschaft, sondern auch ein Gewinn für das eigene Leben.

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