Von «America 250» über Nachhaltigkeit bis zu künstlicher Intelligenz: Die öffentlichen Ringvorlesungen der Universität Basel greifen im Herbstsemester 2026 aktuelle gesellschaftliche, kulturelle und politische Themen auf. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Leberkrebs ist schwierig zu behandeln, weil sich die Tumore verschiedener Patientinnen und Patienten stark unterscheiden. Forschende der Universität Basel bilden diese Vielfalt in einer Sammlung aus Mini-Tumoren ab, um systematisch nach neuen Behandlungsmöglichkeiten zu suchen. Mithilfe dieser sogenannten Organoide testeten sie mehr als 1600 Wirkstoffe und entwickelten daraus vielversprechende Wirkstoffkombinationen.
Im September stehen Landtagswahlen im Osten Deutschlands an. Gemäss Umfragen wird die AfD stärkste Kraft. Es läuft auf eine äusserst diverse Koalition hinaus, damit die rechte Partei in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nicht an der Regierung beteiligt werden soll. Eine Herausforderung für die anderen Parteien, sagt Politikwissenschaftlerin Sophie Suda.
Der Universitätsrat hat drei Professorinnen und Professoren der Universität Basel befördert. Zudem genehmigte er eine Titularprofessur, während die Regenz fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Venia docendi erteilte.
Als der Zweite Weltkrieg näher rückte, brachte die Universitätsbibliothek Basel (UB) wertvolle Bestände in Sicherheit und traf Vorkehrungen gegen Bomben und Spionage. Noah Regenass, Leiter Historische Sammlungen, hat die Archivquellen dazu ausgewertet und dabei auch Widersprüche im damaligen Bibliotheksbetrieb gefunden.
Warum werden wir nach langem Wachsein unweigerlich müde? Ein Forschungsteam der Universität Basel hat Nervenzellpopulationen im Gehirn von Mäusen identifiziert, die während längerer Wachphasen aktiviert werden und für den Schlafdruck entscheidend sind. Die Ergebnisse liefern neue Einblicke, wie das Gehirn den Bedarf an Schlaf reguliert.
Was ist Wärme, was ist nutzbare Arbeit, wenn eine Maschine nur aus einem Atom und Lichtteilchen besteht? Solche Fragen verbinden in modernen Quantentechnologien die Thermodynamik mit der Quantenphysik. Forschende der Universität Basel haben einen theoretischen Ansatz entwickelt, mit dem man beide Theorien in Einklang bringen kann.
Pille vergessen oder Kondom gerissen? Für solche Fälle gibt es die «Pille danach». Ein Tool, das aus einem Forschungsprojekt an der Universität Basel hervorgegangen ist, soll beratenden Apotheken und Kundinnen ein möglichst angenehmes Gespräch ermöglichen und dabei helfen, die bestmögliche Entscheidung zu treffen.
Eine neue EU-Strategie setzt beim Management von Herzkrankheiten vermehrt auf künstliche Intelligenz. Die Basler Rechtswissenschaftlerin Hannah van Kolfschooten hält dies für verfrüht. Sie bemängelt unter anderem, dass ein konkreter Nutzen für Patienten noch nicht nachgewiesen ist und es Lücken in der Gesetzgebung gibt.