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Universität Basel

Leitbild

Von der Regenz verabschiedet am 30. Juni 1993.

Zielsetzungen

  1. Die Universität Basel fördert die Entwicklung von kritikfähigen und toleranten Menschen, die imstande sind, Initiative zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Sie setzt sich zum Ziel, ihnen Vertiefung ihrer Bildung und fachbezogene wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen.
     
  2. Die Universität will durch Forschung und Lehre überlieferte Einsichten vermitteln und neue Erkenntnisse schaffen. Sie lässt sich vom Prinzip der Sinnhaftigkeit und nicht der Machbarkeit leiten.
     
  3. Die Universität ist sich der Verpflichtung bewusst, die durch Wissen entsteht. Sie kommt ihr nach durch kritische Reflexion und durch Dienstleistungen. Sie nimmt von sich aus Stellung zu gesellschaftlichen Problemen.
     
  4. Die Universität verwirklicht ihre Ziele in der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen, gegenüber der sie tragenden Gesellschaft, gegenüber der internationalen akademischen Gemeinschaft, gegenüber der ererbten Kultur.

Leitsätze 

Selbständig handeln
  1. Die Universität Basel ist im Rahmen der öffentlichen Vorgaben autonom in Lehre, Forschung und Dienstleistung. Sie verwaltet sich selbst. Ihre Autonomie verpflichtet sie zur Selbstkontrolle.
     
  2. Die Universität setzt Schwerpunkte entsprechend den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen.
     
  3. Sie delegiert die grösstmögliche Verantwortung auf die kleinstmögliche Einheit.
     
  4. Die Universität fördert die Bereitschaft aller ihrer Angehörigen, Verantwortung zu tragen. Sie gibt ihnen das Recht der Mitbestimmung. Alle Angehörigen der Universität Basel beteiligen sich nach Massgabe ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen an deren Gestaltung und Leben.

Menschen fördern
  1. Die Universität bildet Menschen heran, die den Mut und die Fähigkeit haben, eigenständig Ideen zu entwickeln und sie öffentlich zu vertreten.
     
  2. Die Universität bekennt sich zum Prinzip der Gleichberechtigung insbesondere von Männern und Frauen und setzt sich für dessen Verwirklichung ein, auch was die Zulassung betrifft.
     
  3. Die Universität bekennt sich zum Leistungsprinzip auf allen Ebenen und setzt Qualität vor Quantität. Sie hat die dafür erforderliche flexible Struktur und schafft Voraussetzungen zur Entfaltung von Kreativität und Idealismus. Das garantiert hochstehende Leistung, die honoriert wird.
     
  4. Die Universität betreibt eine gezielte Förderung des akademischen Nachwuchses.
     
  5. Durch das Sportangebot trägt die Universität zur Ausgewogenheit und Gesundheit ihrer Angehörigen bei.
     
  6. Die Universität erhält und nützt die Chancen persönlicher Kontakte unter ihren Angehörigen, eines Gesamtklimas der Offenheit und des Vertrauens sowie einer unkomplizierten Verwaltung, die ihre mittlere Grösse bietet.

Lehren, Lernen und Forschen verbinden
  1. Die Universität garantiert die Freiheit des Lehrens, Lernens und Forschens.
     
  2. Die Universität beruht auf dem Prinzip der Einheit von Lehre und Forschung. Sie ermöglicht Dozierenden und Studierenden wissenschaftliches Lernen durch Forschen und durch selbständige Aneignung von Methoden und Kenntnissen.
     
  3. Alle Fakultäten erbringen, wenngleich in unterschiedlichem Masse, Dienstleistungen. Diese stehen in enger Wechselwirkung mit Lehre und Forschung.
     
  4. Die Universität Basel hat ein breites Bildungs- und Ausbildungsangebot, das auf der Pflege der traditionellen Wissensgebiete beruht und offen ist für Neues.
     
  5. Die Universität fördert fächer- und fakultätsübergreifendes Lehren, Lernen und Forschen.
     
  6. Die Universität gewährleistet die Qualität der Lehre durch didaktische Aus- und Weiterbildung der Dozierenden und sichert sie durch Evaluation der Lehrveranstaltungen.
     
  7. Die Universität trägt zur Erwachsenenbildung auch ausserhalb der universitären Studiengänge bei.

Durch Information Transparenz schaffen
  1. Die Universität Basel macht ihre Tätigkeit der Öffentlichkeit verständlich und weckt so Interesse. Sie gewährleistet unter ihren Angehörigen einen anhaltenden Austausch von Information. Alle an der Universität Basel Tätigen tragen im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenz zur Information bei.
     
  2. Die Universität unterhält Kontakte mit den Schulen, die zur Studierfähigkeit führen, und mit den Höheren Fachschulen.

Den Standort nutzen
  1. Die Universität nutzt die Chancen, die ihr die Einbettung in Stadt und Landschaft Basel und ihr Standort in der Region Oberrhein bieten.
     
  2. Die Universität fördert den Austausch und koordiniert ihre Aufgaben mit in- und ausländischen Universitäten auf allen Ebenen mit der Absicht, durch eine gemeinsame Nutzung von Kompetenzen das Potential in Lehre und Forschung zu vergrössern. Dies gilt insbesondere für die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten (EUCOR).
     
  3. Die Universität pflegt und fördert zum Nutzen aller das Gespräch mit Wirtschaft und Kultur. Sie nutzt die Chance, dass Firmen und kulturelle Institutionen von Weltgeltung ihren Sitz in Basel haben.
     
  4. Über das Lehrangebot hinaus vermitteln die zum Universitätsgut gehörenden Sammlungen der Basler Museen breiteren Bevölkerungsschichten Bildung und schaffen internationale Ausstrahlung.
     
Durch Finanzierung Unabhängigkeit sichern
  1. Die Universität Basel wird aus öffentlichen Mitteln finanziert.
     
  2. Sie sucht zusätzliche finanzielle Unterstützung durch Dritte. Auch dabei muss die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Unbefangenheit, mit der die Universität zu Problemen der Gesellschaft Stellung nimmt, gewahrt bleiben.
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