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Unisonar S8|EP2: Lärm, Gesundheit und 5G

Titel Unisonar «Was macht das mit mir?» darunter Frauenstatuen-Kopf mit einer gezeichneten Wolke. Daneben das Porträt von Martin Röösli.
Martin Röösli untersucht am Swiss TPH, wie Umweltfaktoren wie Lärm oder Mobilfunk unsere Gesundheit beeinflussen. (Illustration: Olivia Fischer/Universität Basel, Bild: zvg).

Wann wird ein Geräusch zum Gesundheitsrisiko? In der neuen Folge von «Unisonar» erklärt Umwelt-Epidemiologe Martin Röösli, warum Lärm mehr ist als nur störend – und weshalb wir andere Risiken oft überschätzen. Zum Beispiel jene von 5G.


Ob Baustelle, Verkehr oder Gespräche im Tram – Lärm begleitet uns im Alltag fast ständig. Doch was genau ist Lärm? «Rein physikalisch kann man das nicht sagen», erklärt Martin Röösli. Entscheidend sei vielmehr die Wirkung: «Lärm ist entweder schädlich oder unerwünscht.»

Das mache Lärm zu einem subjektiven Phänomen, erklärt der Professor für Umweltepidemiologie am Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut. Was für die einen Musik ist, kann für andere belastend sein, je nach Situation, Kontext und persönlicher Wahrnehmung.

Wenn Geräusche zum Stressfaktor werden

Gesundheitlich problematisch wird Lärm vor allem dann, wenn er dauerhaft präsent ist. «Das Ohr schläft nie», sagt Röösli. Auch im Schlaf verarbeite unser Gehirn Geräusche und prüfe ständig, ob Gefahr droht.

Lärm als Gestaltungsfrage

Für die Zukunft sieht Röösli vor allem eine Chance: Städte könnten so geplant werden, dass Lärm reduziert und Lebensqualität erhöht wird. «Man könnte den dichten Verkehr zu einem grossen Teil aus der Stadt rausnehmen», sagt er.

Ob sich solche Lösungen durchsetzen, hängt jedoch nicht nur von der Technik ab, sondern auch davon, wie viel Veränderung die Gesellschaft bereit ist mitzutragen.

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