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Unisonar S8|EP1: Ernährung, Gewicht und Abnehmen

Titel Unisonar «Was macht das mit mir?» darunter Frauenstatuen-Kopf mit einer gezeichneten Wolke. Daneben das Porträt von Eleonora Seelig.
Eleonora Seelig leitet die Adipositassprechstunde am Universitätsspital Basel und erforscht die biologischen Grundlagen von Übergewicht. (Illustration: Olivia Fischer/Universität Basel, Bild zvg).

Warum ist es so schwierig, sich «richtig» zu ernähren? In der neuen Folge von «Unisonar» spricht Ernährungsspezialistin Eleonora Seelig darüber, warum Gewicht nicht nur eine Frage von Disziplin ist – und weshalb viele Ernährungstipps zu kurz greifen.

Zucker ist schlecht, Kohlenhydrate machen dick, Proteine sind die Lösung – rund ums Essen kursieren unzählige Regeln. Diese beeinflussen nicht nur, was wir essen, sondern auch, wie wir unseren Körper wahrnehmen.

Für Eleonora Seelig, stellvertretende Chefärztin Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus am Universitätsspital Basel, ist klar: Die Realität ist komplexer. Ernährung sei nicht einfach eine Frage von richtig oder falsch, sondern eng mit biologischen, sozialen und psychologischen Faktoren verknüpft.

Übergewicht ist keine reine Willenssache

«Das Gewicht ist zu einem nicht unbeträchtlichen Teil wirklich genetisch festgelegt», sagt Seelig. Viele Menschen hätten ein biologisch vorgegebenes «Sollgewicht», gegen das anzukämpfen extrem schwierig sei.

Gesundheit ist mehr als eine Zahl

Am Ende plädiert Seelig für einen differenzierten Blick. «Man muss nicht um jeden Preis ein Normalgewicht erreichen», sagt sie. Wichtiger sei, ein Gewicht zu finden, das langfristig gesund ist.

Und ein einfacher Massstab bleibe: «Wenn Sie sich wohlfühlen, ist das eine super Ausgangslage.»

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