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Unisonar S8|EP3: Bildschirmzeit und Social Media

Titel Unisonar «Was macht das mit mir?» darunter Frauenstatuen-Kopf mit einer gezeichneten Wolke. Daneben das Porträt von Lara Wolfers.
Lara Wolfers erforscht an der Universität Basel, wie digitale Medien unser Verhalten und Wohlbefinden beeinflussen. (Illustration: Olivia Fischer/Universität Basel, Bild: zvg)

Wie viel Bildschirmzeit ist zu viel? In der neuen Folge von «Unisonar» erklärt Medienpsychologin Lara Wolfers, warum es darauf keine einfache Antwort gibt – und weshalb der Umgang mit digitalen Medien vor allem eine Frage der Balance ist.


Wie oft kann ich am Tag mein Handy entsperren, bevor es zu viel ist? «Das lässt sich fast nie pauschal sagen», sagt Lara Wolfers. Entscheidend sei nicht die Zahl, sondern die Nutzung, so die Professorin für Digital Lives.

Eher komme es darauf an, was wir am Bildschirm tun und wie sich dies auf unseren Alltag auswirke. Problematisch werde es vor allem dann, wenn wichtige Tätigkeiten ständig unterbrochen werden oder wenn die Nutzung das eigene Wohlbefinden negativ beeinflusse.

Wenn Kontrolle verloren geht

Viele Menschen hätten das Gefühl, zu viel Zeit am Bildschirm zu verbringen und die Kontrolle zu verlieren. Doch dieses Gefühl sei oft trügerisch, sagt Wolfers. Statt allgemeiner Regeln plädiert sie deshalb auch dafür, genauer hinzuschauen: Welche Inhalte tun gut und welche eher nicht?

Am Ende plädiert Wolfers für mehr Selbstreflexion. «Man kann sich überlegen: Was tut mir gut, was tut mir nicht gut?»

Technische Hilfsmittel wie Apps oder feste Regeln im Alltag können dabei helfen. Entscheidend sei jedoch, die eigene Nutzung aktiv zu gestalten, statt sich von ihr treiben zu lassen.

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