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Bessere Tigermücken-Bekämpfung in Basel-Stadt dank Masterarbeit

Erst kam sie schleichend, seit zwei Jahren fliegt sie in ganz Basel: die Tigermücke. Aedes albopictus wurde in den letzten Jahren zu einer richtiggehenden Plage, vor allem, weil sie tagaktiv ist und gleich mehrmals zustechen kann. Forschende des Swiss TPH und der Universität Basel haben nun untersucht, wie der Kanton eine Brutstätte der Tiere besonders effektiv behandeln kann.

08. Oktober 2026 | Anna Uebelhart, Catherine Weyer

Tigermücken brauchen stehendes Wasser und eine warme Umgebungstemperatur, damit ihr Nachwuchs gedeihen und schlüpfen kann. Optimale Brutorte sind sogenannte Schlammsammler, umgangssprachlich auch Dolen genannt. Dort können die Tiere ungestört ihre Eier ablegen. Liegen die Temperaturen über 11 Grad, schlüpfen nach etwa einer Woche die Larven, die in den Dolen genügend Nahrung finden. Über mehrere Entwicklungsstadien wachsen sie zu ausgewachsenen Mücken heran, die etwa eine Woche lang leben.

Bereits seit Längerem behandelt das Tiefbauamt Basel-Stadt diese Schlammsammler mit dem Larvizid VectoMax FG. Dieses biologische Mittel zur Mückenbekämpfung sorgt dafür, dass sich deutlich weniger Larven zu Tigermücken entwickeln. Der Student Tim Kirrmann hat in seiner Masterarbeit untersucht, in welchen Abständen die Behandlung am wirksamsten ist.

Auswirkungen auf Tigermücken-Bekämpfung

Dafür wurden im Basler St.Johann-Quartier 180 Schlammsammler untersucht und in unterschiedlichen Abständen von zwei bis zehn Wochen behandelt. Das Ergebnis: «Die optimale Bekämpfung erreicht man mit einer Behandlung alle vier Wochen», so Kirrmann. Häufigere Anwendungen bringen nur noch einen begrenzten zusätzlichen Nutzen, bei längeren Abständen nimmt die Wirksamkeit dagegen ab. Eine weitere Erkenntnis: Die momentane Dosierung schadet zwar der Tigermücke, andere Insekten werden durch das Mittel aber nicht dezimiert.

Die Ergebnisse haben direkte Auswirkungen auf die Praxis: Das Tiefbauamt Basel-Stadt hat den Behandlungsrhythmus angepasst und setzt damit Erkenntnisse aus Kirrmanns Masterarbeit unmittelbar in der Tigermücken-Bekämpfung um.

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