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Vom Stipendium zur Spende

Das Ehepaar Schweizer bei ihrer Hochzeit 1971 in Weggis am Vierwaldstättersee.

1.10.2026

Während ihres Medizinstudiums an der Universität Basel waren Dr. Christine Schweizer und Dr. Kurt Schweizer selbst auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Ein Stipendium gab ihnen damals nicht nur mehr Zeit für ihr Studium, es ermöglichte dem jungen Paar auch, zu heiraten und zusammenzuziehen. Mehr als fünf Jahrzehnte später geben die beiden Alumni diese Unterstützung weiter: mit einer Spende von 25'000 Franken an den Stipendienfonds der Universität Basel.

Als Christine Schweizer 1968 aus der damaligen Tschechoslowakei in die Schweiz kam, setzte sie ihr bereits begonnenes Medizinstudium an der Universität Basel fort. Kurt Schweizer war in Basel aufgewachsen und nach einem kurzen Abstecher in Mathematik und Physik zur Medizin gewechselt. An der Universität lernten sich die beiden kennen und wurden noch im selben Jahr ein Paar.

Viel gemeinsame Zeit blieb ihnen allerdings nicht. Neben dem anspruchsvollen Studium mussten beide arbeiten, unter anderem mit Nachtwachen im Spital. Zusammenwohnen vor der Ehe kam für ihre Familien nicht infrage. Zudem war das Konkubinatsverbot in Basel noch bis 1978 in Kraft, was ein Zusammenwohnen vor der Ehe verunmöglichte. Also trafen sie sich vor allem an der Universität.

Eine besonders schöne Erinnerung verbindet das Paar mit dem Röntgenunterricht. Wenn der Hörsaal für die Betrachtung der Aufnahmen verdunkelt wurde, konnten sie unbemerkt Händchen halten. Zumindest meistens. Ging plötzlich das Licht an, mussten sie ihre Hände schnell wieder voneinander lösen, erzählen die beiden lachend.

Ein Stipendium schafft Freiraum

Finanziell war die Studienzeit für Christine und Kurt Schweizer anspruchsvoll. Für eine zwölfstündige Nachtwache erhielten sie nach ihrer Erinnerung 60 Franken. Ihre Eltern konnten sie nur begrenzt unterstützen.

Umso mehr veränderte ein Stipendium von rund 7'000 Franken ihre Situation. Die beiden konnten heiraten und eine kleine Wohnung in Pratteln beziehen. Vor allem aber mussten sie während der Vorbereitung auf das Staatsexamen nicht mehr nebenher arbeiten. Zusammen mit kleinen Beiträgen ihrer Eltern reichte das Geld ungefähr für ein Jahr, bis nach dem Studienabschluss das erste eigene Einkommen kam.

«Wir haben hauptsächlich gelernt», erinnert sich Christine Schweizer. Viel hätten sie damals nicht gebraucht. Entscheidend sei etwas anderes gewesen: «Wir waren zusammen.»

Nach dem Studium entschieden sich beide für die Pädiatrie und führten später gemeinsam eine Kinderarztpraxis in Rheinfelden. Die Unterstützung, die ihnen ihren eigenen Start ins Berufsleben erleichtert hatte, vergassen sie jedoch nie.

Heute geben sie die Unterstützung weiter

Für Kurt Schweizer stand deshalb schon lange fest, dass er eines Tages etwas zurückgeben wollte. Mehr als fünf Jahrzehnte später rechnete er nach, welchem Betrag die damaligen 7'000 Franken heute ungefähr entsprechen würden. Daraus entstand die Entscheidung, 25'000 Franken an den Stipendienfonds der Universität Basel zu spenden.

Dass ihre Spende wiederum Studierenden zugutekommt, ist für Christine und Kurt Schweizer selbstverständlich. Aus eigener Erfahrung wissen sie, was finanzielle Unterstützung während eines Studiums bewirken kann. Gerade in einem Studium mit hohen Präsenzzeiten bleibe wenig Raum für umfangreiche Erwerbsarbeit. Hinzu kämen heute deutlich höhere Lebenshaltungs- und Wohnkosten.

Ein Stipendium kann deshalb etwas schaffen, das Christine und Kurt Schweizer selbst als besonders wertvoll erlebt haben: Zeit zum Lernen und den Freiraum, sich auf das Studium zu konzentrieren. Mit ihrer Spende möchten sie diesen Freiraum nun einer neuen Generation von Studierenden ermöglichen.

Schenken auch Sie Studierenden Freiraum

Nicht alle Studierenden können auf ausreichende finanzielle Unterstützung zählen. Mit einer Spende an den Stipendienfonds der Universität Basel helfen Sie Studierenden in finanziell herausfordernden Situationen und ermöglichen ihnen, sich stärker auf ihr Studium zu konzentrieren.

Unterstützen Sie Studierende mit Ihrer Spende und eröffnen Sie ihnen neue Perspektiven.

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