Botond Roska in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt
Botond Roska, Professor an der Universität Basel und Direktor am Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB), wurde als neues Mitglied in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Die Wahl in die Akademie gilt als eine der höchsten Auszeichnungen in der deutschen Wissenschaft.
15. Juni 2026
Die 1652 gegründete Leopoldina ist die älteste noch bestehende Akademie der Naturwissenschaften weltweit. Als deutsche Nationalakademie leistet sie unabhängige, wissenschaftlich fundierte Beratung zu globalen Herausforderungen. Die Wahl ist eine prestigeträchtige Ehre, die Forschern vorbehalten ist, die außergewöhnliche, weltweit anerkannte Beiträge in ihrem Fachgebiet geleistet haben.
Botond Roska ist wissenschaftlicher Direktor am IOB und leitet die Forschungsgruppe Human Retinal and Central Visual Circuits. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf dem Verständnis des Sehvermögens und seiner Erkrankungen sowie auf der Entwicklung neuer Therapien für Sehbehinderte.
Seine Gruppe hat die Technologie für die zelltypspezifische optogenetische Wiederherstellung des Sehvermögens und für die zelltypspezifische Mitochondrientherapie entwickelt. Derzeit entwickelt sie neue therapeutische Ansätze für schwerwiegende Augenerkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration, das Glaukom und die Kurzsichtigkeit.
Diese prestigeträchtige Auszeichnung unterstreicht die wissenschaftliche Exzellenz und die translationale Bedeutung seiner Arbeit, mit der er bahnbrechende Laborergebnisse in klinische Anwendungen für Menschen mit Sehbehinderungen umsetzt.