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Universität Basel

11. Mai 2016

Antonio Loprieno erhält Ehrendoktorwürde der Universität Strassburg

Prof. Dr. Dr. h.c. Antonio Loprieno.
Prof. Dr. Dr. h.c. Antonio Loprieno.

Die Universität Strassburg hat Prof. Antonio Loprieno, dem ehemaligen Rektor der Universität Basel, den Titel eines Ehrendoktors verliehen. Sie würdigt damit sein Engagement für die Entwicklung von «Eucor – The European Campus» – des gemeinsamen Wissenschaftsraums am Oberrhein, der in Europa einzigartig ist.

Mit der Verleihung eines Ehrendoktorats zeichnet die Universität Strassburg drei Persönlichkeiten für ihre Verdienste aus, die sie sich beim Aufbau eines universitären Zentrums für Forschung und Lehre am Oberrhein erworben haben. Gleichzeitig mit Prof. Antonio Loprieno ernannte sie Prof. Horst Hippler, den ehemaligen Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie, sowie Prof. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg sowie Eucor-Präsident, zu Ehrendoktoren.

Grenzen überschreiten

Prof. Alain Beretz, der Präsident der Universität Strassburg, würdigte die drei Ausgezeichneten für ihre zentrale Rolle bei der Entwicklung des European Campus. Sie stünden für einen Anspruch, welcher der Universität Strassburg am Herzen liege, nämlich Grenzen zu überschreiten. Der Aufbau eines Europa des Wissens spiegle eine Überzeugung wider, die tief im akademischen Geist verankert sei: die Überzeugung vom intellektuellen Austausch ohne Grenzen, der von nichts anderem als vom Willen zur Erkenntnis getrieben sei, so Beretz.

Die Laudatio auf Antonio Loprieno hielt der Strassburger Ägyptologe Prof. Frédéric Colin. Er hob insbesondere Loprienos Leistungen als Forscher, aber auch sein Engagement in wissenschaftlichen und universitären Gremien hervor. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde erfolgte im Rahmen des Festakts zur Eröffnung des European Campus im Palais Universitaire in Strassburg.

Karriere in Forschung und Gremien

Antonio Loprieno, geboren 1955, studierte Ägyptologie, Sprachwissenschaft und Semitistik an der Universität Turin, wo er 1977 promoviert wurde. Als Humboldt-Stipendiat habilitierte er sich 1984 an der Universität Göttingen. Danach war er als Associate Professor an der Universität Perugia tätig und wechselte 1989 als Professor für Ägyptologie an die University of California, Los Angeles.

Seit 2000 ist Antonio Loprieno Professor für Ägyptologie an der Universität Basel, der er von 2006 bis 2015 als Rektor vorstand. Sein besonderes Interesse gilt der Kulturforschung, den Sprachen des Vorderen Orients und der Schriftgeschichte. Seit August 2015 gehört er der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an, wo er auf den Gebieten Geschichte der Institutionen, akademisches Management und gesellschaftliche Organisation tätig ist. Dazu forscht und lehrt er weiterhin in Ägyptologie und am Nationalen Forschungsschwerpunkt Bildkritik (eikones).

Antonio Loprieno hatte 2007 den Vorsitz von Eucor inne und war 2008–2015 Präsident der Schweizerischen Rektorenkonferenz. Zurzeit präsidiert er die Schweizerische Studienstiftung und den Österreichischen Wissenschaftsrat. Er ist zudem Mitglied verschiedener Universitätsräte im In- und Ausland, der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und des Deutschen Archäologischen Instituts.

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