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Universität Basel

Hybride Lehre (und Alternativen)

Präsenz-Lehrszenarien mit Einbezug von Online-Teilnehmenden

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AV-Medien-Set in den Lehrräumen der Universität Basel

Hybride Lehre und die hier vorgeschlagenen Varianten sollen den Studierenden nach drei Semestern, in denen sie kaum auf dem Campus waren, zumindest teilweise Präsenzunterricht ermöglichen. Das Ziel der Universität für das Herbstsemester 2021 ist, dass Studierende «reale» Kontakte in der Lehre und in ihrem Peer-Umfeld erleben können. Dabei gilt je nach Verlauf der Pandemie und je nach individuellen Möglichkeiten weiterhin, dass «Präsenz auch virtuell sein kann»: In hybriden und ähnlichen Szenarien sollen interaktive Teile so gestaltet werden, dass sich auch online zugeschaltete Teilnehmende in die Veranstaltungen einbezogen fühlen, Fragen stellen, ggf. in Gruppen arbeiten und sich an Diskussionen beteiligen können.

Hybride Lehre und die hier vorgeschlagenen Varianten stellen während einer Pandemie die Studierfähigkeit für alle sicher. Besonderes Merkmal ist die Aufteilung der Teilnehmenden in vor Ort Anwesende und «Remote-Teilnehmende», die entweder direkt digital zugeschaltet werden oder denen eine Aufzeichnung zur Verfügung gestellt wird. Im letzteren Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten, die fehlende Möglichkeit für Nachfragen und Diskussion zu kompensieren.

Während der Pandemie gibt es unterschiedliche Gründe für die Aufteilung von Studierenden in die genannten Gruppen (Präsenz vs. Remote):

  • Wechselunterricht - ein gewisser Teil der Studierenden nimmt von zu Hause aus teil, da die Lehrräume (wegen der Pandemie-Abstandsregeln) nicht voll belegt werden dürfen.
  • Punktuelle Abwesenheit Einzelner oder kleiner Gruppen - Studierende in Quarantäne/Isolation oder mit Symptomen müssen zu Hause bleiben können (niederschwellig, ohne grossen Aufwand).
  • Dauerhafte Abwesenheit Einzelner - Studierende z.B. mit erhöhtem Gesundheits-Risiko (selbst oder im Umfeld) können zu ihrem Schutz remote am Studium teilnehmen.

In der Planung der Lehrveranstaltung sollte berücksichtigt werden, wie gross die jeweiligen Gruppen in der Lehrveranstaltung sind und im Semesterverlauf werden könnten.

Prinzipien

  • Zum einen sollen Lehrinhalte in geeigneter Form vermittelt werden,
  • zum anderen soll Interaktion ermöglicht werden, wo das gewünscht ist.

Empfehlungen zur Wahl des Szenarios

  • Entscheidend für die Wahl des Szenarios sind zwei Faktoren: die Gruppengrösse und der geplante Interaktionsgrad.
  • Die Szenarien sind in der folgenden Tabelle beschrieben (die barrierefreie Version der enthaltenen PDFs folgt danach, unterhalb der Tabelle).
  • Unter «Hybrider Lehre» verstehen wir hier einen gleichzeitigen, synchronen und stark interaktiven Unterricht für zwei parallele Gruppen, eine vor Ort, eine online. Hybrides Unterrichten ist generell mit relativ hohem Aufwand verbunden, wenn man in der Interaktion beiden Gruppen gerecht werden möchte. Der Aufwand betrifft die Organisation beider Gruppen, die Moderation der Lehrveranstaltung (hier vor allem die Planung der Interaktion) und didaktische Aspekte. Für die Planung hybriden Unterrichts geben wir unten einige Empfehlungen.
  • Für grössere Gruppen empfehlen wir bei hohem Interaktionsgrad eine Alternative zur hybriden Lehre: Flipped Classroom – dies besteht in der «Pandemie-Variation» aus vorbereiteten Inhalten und Instruktionen (z.B. auch als Video) zum Selbststudium und (kürzerer) Interaktion mit zwei Gruppen nacheinander.
  • Generell gilt: Mit grossen Gruppen ist wirklich interaktive hybride Lehre sehr schwer zu realisieren – häufig lässt sich mit alternativen Angeboten (Online-Diskussionen z.B. in Foren auf ADAM oder in Sprechstunden) als Ergänzung zu den nicht-interaktiven Teilen mehr erreichen als mit komplexen hybriden Settings.

Im Folgenden werden mögliche Lösungen entlang der Parameter «Gruppengrösse» und «Interaktionsgrad» aufgezeigt.

Szenario
Gruppen-Grösse
Interaktionsgrad
Beschreibung und Technik
Umsetzung
Szenario

Präsenz mit Aufzeichnung

Gruppen-Grösse

grosse Gruppe

Interaktionsgrad

niedrig

Beschreibung und Technik

Die Präsenzveranstaltung im physischen Lehrraum wird aufgezeichnet und für die Studierenden, die nicht teilnehmen können, zeitnah über ADAM zur Verfügung gestellt.

Umsetzung
Szenario

Präsenz mit Übertragung

Gruppen-Grösse

grosse Gruppe

Interaktionsgrad

niedrig

Beschreibung und Technik

Die Präsenzveranstaltung im physischen Lehrraum wird entweder per Videokonferenz (Zoom) oder Webcast (Panopto) für die Remote-Teilnehmenden live übertragen.

Umsetzung
Szenario

Interaktive hybride Lehr-veranstaltung

Gruppen-Grösse

kleine Gruppe

Interaktionsgrad

hoch

Beschreibung und Technik

Die Lehrveranstaltung findet in Präsenz statt, während per Videokonferenz (Zoom) Remote-Teilnehmende voll einbezogen werden. Diese erleben die Veranstaltung live mit und nehmen via Zoom (Audio und Video) direkt an Diskussionen und ggf. Gruppenarbeiten teil.

Umsetzung
Szenario

Flipped Classroom mit zwei Gruppen

Gruppen-Grösse

mittlere bis grosse Gruppe

Interaktionsgrad

hoch

Beschreibung und Technik

Die Lehrveranstaltung besteht aus mehreren Teilen in einer definierten Abfolge:

  1. Lerninhalte werden vorab zum Selbststudium (Video, Audio, Bild, Text, Lernmodul etc.) zur Verfügung gestellt
  2. Gruppensitzung mit der Präsenz-Gruppe im physischen Lehrraum
  3. Gruppensitzung mit der Online-Gruppe via Zoom
Umsetzung

Ringvorlesungen

Besonders für hybride Ringvorlesungen (Szenario «Präsenz mit Übertragung») ist es wegen des öffentlichen Charakters der Veranstaltungen wichtig, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen in Zoom zu beachten. Ein Merkblatt dazu finden Sie hier.

Barrierefreie Version der PDFs aus der Tabelle

Die Umsetzungsempfehlungen für die einzelnen Szenarien (siehe Tabelle) sind in den verlinkten PDFs zu finden. Um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, der bei PDFs z.T. nicht gewährleistet ist, sind die Inhalte der PDFs auch im Folgenden aufgelistet:

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