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Silvia Arber erhält den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2017

Prof. Dr. Silvia Arber
Prof. Dr. Silvia Arber. (Bild: Universität Basel, Biozentrum)

Der Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2017 geht an Silvia Arber, Professorin für Neurobiologie am Biozentrum der Universität Basel und Forschungsgruppenleiterin am Friedrich Miescher Institut in Basel, sowie an den Immunologen Caetano Reis e Sousa, Leiter eines Forschungsteams am Francis Crick Institute in London.

24. Januar 2017

Prof. Dr. Silvia Arber
Prof. Dr. Silvia Arber. (Bild: Universität Basel, Biozentrum)

Die Neurobiologin Prof. Silvia Arber wird für ihre Beiträge zum Verständnis der Bewegungskontrolle bei Säugetieren ausgezeichnet. Die Stiftung Louis Jeantet dotiert jeden der verliehenen Preise mit einer Summe von 700'000 Franken, wovon 625'000 Franken für die Finanzierung der Forschungsarbeiten der Preisträger und 75'000 Franken für ihren persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Die Preisträger leiten grundlegende Forschungsarbeiten in der Biologie, von denen man bedeutende Auswirkungen in der Medizin erwartet. Neben Prof. Silvia Arber erhält der Immunologe Prof. Caetano Reis e Sousa aus Portugal den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2017.

Netzwerke für Bewegung

Das Labor von Silvia Arber hat untersucht, wie neuronale Netzwerke Bewegungen kontrollieren und wie diese Netzwerke verknüpft sind. Ihre Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis bei, wie motorische Befehle für spezifische Bewegungsabläufe erzeugt und ausgeführt werden. Da Krankheiten des Nervensystems oft zu motorischen Netzwerkdefekten und Verletzungen am Rückenmark zu Immobilität führen, werden die Arbeiten von Silvia Arber für künftige Eingriffe wichtig sein. Silvia Arber wird das Preisgeld für ihre weitere Forschungsarbeit nutzen, um aufzuklären, wie neuronale Netzwerke die Diversifizierung motorischer Verhaltensprogramme regulieren.

Aussergewöhnliche Forscherin

Silvia Arber wurde 1968 in Genf geboren und studierte am Biozentrum der Universität Basel Biologie. Sie promovierte 1995 im Labor von Pico Caroni am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) in Basel. Nach ihrer Arbeit als Postdoktorandin im Labor von Thomas Jessell an der Columbia University in New York kehrte sie im Jahr 2000 nach Basel zurück, um eine unabhängige Forschungsgruppe zu leiten, welche neuronale Netzwerke und deren Funktion in der Bewegungskontrolle erforscht. Sie ist gleichzeitig als Professorin für Neurobiologie am Biozentrum und als Forschungsgruppenleiterin am FMI in Basel tätig.

Silvia Arber ist seit 2005 gewähltes Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO). Sie ist zudem Mitglied der Swiss Academy of Medical Sciences, der American Association for the Advancement of Science sowie der Academia Europaea. Für ihre hervorragenden Forschungsarbeiten wurde sie schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Pfizer-Forschungspreis (1998), dem Nationalen Latsis-Preis (2003), dem Friedrich-Miescher-Preis (2008) und dem Otto-Naegeli-Preis (2014).

Thematischer Schwerpunkt

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