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Universität Basel

11. September 2017

Ringvorlesungen im Herbstsemester 2017

Vorlesung
(Bild: Universität Basel, Christian Flierl)

Beginnt mit Martin Luther die Neuzeit? Die Ringvorlesung «Reformation» diskutiert die Frage 500 Jahre nach dem historischen Ereignis. Weitere Vortragsreihen beschäftigen sich mit dem «Denkraum» Griechenland, Kinder und Kindheiten sowie mit dem Spannungsverhältnis von Geld, Macht und Wissen im universitären Kontext.

Am 31. Oktober 1517 hämmerte Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. Zum 500-Jahr-Jubiläum bietet die Forschervereinigung Mediävistik Basel zusammen mit der Theologischen Fakultät eine Ringvorlesung an, welche den Einfluss der Reformation auf das Abendland reflektiert. Welche Veränderungen brachte die Reformation auf geistiger, politischer und kultureller Ebene mit sich? In der Reihe «Reformation: Abkehr vom Mittelalter, Beginn der Neuzeit?» wird das historische Ereignis aus unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet.

Denkraum Griechenland – Multiperspektivische Annäherungen

«Griechenland» weckt vielfältige und widersprüchliche Assoziationen. Die Ringvorlesung, die im Rahmen des Festivals Culturescapes stattfindet, versteht Griechenland weniger als geografische Einheit denn als «Denkraum». Diesem nähert sie sich von verschiedenen Seiten an und betrachtet unter anderem den Einfluss der abendländischen Klassik auf China, die Beziehung zur Türkei, die stereotype Brückenfunktion zwischen Orient und Okzident sowie die jüdische Geschichte des Landes.

Kindheiten – von der Urgeschichte bis heute

In den letzten Jahren wurde die historische Kindheitsforschung neu belebt und erfreut sich auch in der Öffentlichkeit wachsender Beliebtheit. In der Ringvorlesung Kindheiten – von der Urgeschichte bis heute werden neuere Forschungen epochen- und raumübergreifend präsentiert. Sie bietet Gelegenheit, das Thema Kinder und Kindheiten in der historischen Langzeitperspektive betrachten zu können.

Geld-Macht-Wissen

Das Selbstverständnis der Universität als Ort des kritischen Denkens steht im Vordergrund der Ringvorlesung «Geld-Macht-Wissen», die von der Graduiertenschule Social Sciences organisiert wird. Die Vortragsreihe geht der Frage nach, welche Möglichkeiten heute für Sozial- und Geisteswissenschaften bestehen, die sich einer kritischen Analyse der Gesellschaft sowie dem Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft verpflichtet sehen. Diskutiert wird auch, wie sich die Ökonomisierung der wissenschaftlichen Arbeit, die wachsende Bedeutung von Drittmitteln und Machtbeziehungen innerhalb der Akademie auf die wissenschaftliche Arbeit auswirken. Eine ausführliche Version des Programms inklusive Beschreibung findet sich auf ihrer Webseite.

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