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Universität Basel

11. Dezember 2017

MS-Forscher Ludwig Kappos erhält Sobek-Forschungspreis

Sobek-Forschungspreis 2017: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Ludwig Kappos (links) mit dem Baden-Württembergischen Ministrialdirektor Ulrich Steinbach. (Bild: AMSEL e.V. / Martin Stollberg)
Sobek-Forschungspreis 2017: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Ludwig Kappos (links) mit dem Baden-Württembergischen Ministrialdirektor Ulrich Steinbach. (Bild: AMSEL e.V. / Martin Stollberg)

Die Sobek-Stiftung ehrt Prof. Dr. Ludwig Kappos mit dem Forschungspreis 2017. Der Professor für Neurologie an der Universität Basel und Chefarzt am Universitätsspital Basel erhält die hochdotierte Auszeichnung für seine Multiple-Sklerose-Forschung.

Der Forschungspreis der Roman, Marga und Mareille Sobek-Stiftung ist mit 100'000 Euro der europaweit höchstdotierte Preis für MS-Grundlagenforschung. Prof. Ludwig Kappos erhielt die Auszeichnung am 8. Dezember 2017 für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der Multiple-Sklerose-(MS)-Forschung.

Experte der angewandten Therapieforschung

Kerngebiet des Neurologen ist die angewandte Therapieforschung bei MS. In seiner Laudatio hob Ministerialdirektor Ulrich Steinbach, Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, besonders Kappos Beitrag zur Entwicklung und Einführung neuartiger Therapien hervor: «Für die Erkrankten sind neue Therapien und der klinische Nachweis ihrer Wirksamkeit von essenzieller Bedeutung. Professor Kappos gibt als bedeutender Experte auf dem Gebiet der angewandten Therapieforschung wertvolle Impulse.»

Der Preisträger hat in mehreren MS-Forschungsgebieten Pionierarbeit geleistet. So entwickelte er beispielsweise neue Standards für multizentrische klinische Therapiestudien. Ausserdem  bereicherte er die Therapielandschaft durch originelle Beiträge zur Erprobung vieler neuer therapeutischer Substanzen in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie.

Neue Marker für bildgebende Verfahren

Der zweite wichtige Beitrag des Professors für Neurologie an der Universität Basel ist die Forschung im Bereich innovativer Laboruntersuchungen und bildgebender Verfahren. Mit ihrer Hilfe können  Prognosen der MS beurteilt und der Erfolg einer neuen Therapie genauer erfasst werden. Kappos hat hierzu mit seinem Team neuartige Kriterien entdeckt, die über das Ausmass des Fortschreitens der MS Auskunft geben. Diese ganz neuen Marker stehen in Kürze für die praktische Bemessung der Therapieintensität und für Überlegungen zur Therapieeskalation zur Verfügung. Insgesamt ist Kappos Erst- oder Mitautor von über 600 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er ist international anerkannt als einer der führenden Forscher im Gebiet der angewandten MS-Forschung.

Der in Erlangen geborene Wissenschaftler verbrachte seine Schulzeit in Griechenland. Er studierte Medizin und Psychologie an der Universität Würzburg und durchlief die Weiterbildung zum Neurologen an der dortigen Neurologischen Universitätsklinik. Bis Ende 1989 war er Mitglied der klinischen MS-Forschungsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft in Würzburg. Seine Habilitation erfolgte 1988.

Zwei Jahre später wechselte er an das Basler Universitätsspital als Leiter der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik und Professor für Neuroimmunologie, im Jahre 2008 wurde er dann zum Ordinarius und Chefarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik befördert.


Weitere Auskünfte

Martin Jordan, Universitätsspital Basel, Mediensprecher, Tel. +41 61 328 68 70, E-Mail: martin.jordan@usb.ch

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