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Universität Basel

27. September 2017

Grosser Empfang für Lasker-Preisträger Michael Hall

Pionier auf dem Gebiet des Zellwachstums: Lasker-Preisträger Prof. Dr. Michael Hall. (Bild: Universität Basel, Peter Schnetz)
Pionier auf dem Gebiet des Zellwachstums: Lasker-Preisträger Prof. Dr. Michael Hall. (Bild: Universität Basel, Peter Schnetz)

Vor zehn Tagen durfte Michael Hall, Professor am Biozentrum der Universität Basel, in New York den renommierten Lasker Award entgegennehmen. Am vergangenen Montag lud Rektorin Andrea Schenker-Wicki zu seinen Ehren ins Wildt’sche Haus ein.

Dicht gedrängt standen die Gäste im Entrée des Wildt’schen Hauses, um dem ausgezeichneten Forscher Michael N. Hall die Ehre zu erweisen. Obwohl sehr kurzfristig zu diesem Empfang eingeladen wurde, trafen sich gegen hundert Freunde, Forschungskolleginnen und universitäre Gäste im noblen Haus am Petersplatz.

Rektorin Andrea Schenker-Wicki gratulierte «Mike» Hall und würdigte seine Forschung im Bereich der von ihm entdeckten TOR-Signalwege und die Steuerung des Zellwachstums. Seine Entdeckung und die daraus resultierenden Publikationen würden weltweit zitiert, die Erkenntnisse hätten Ausstrahlung in alle naturwissenschaftlichen Disziplinen. Professor Martin Spiess, Dekan der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, konnte als enger Wegbegleiter Halls dessen Werdegang im Biozentrum skizzieren: jahrzehntelang haben die beiden Forscher auf der gleichen Etage – Labor an Labor – gearbeitet.

Schliesslich trat dann auch der Lasker-Preisträger selbst ans Mikrophon, begleitet von einer Kartonkiste. Aus dieser zauberte er den Lasker Award: Eine bleischwere Trophäe mit Marmorsockel und einem kopflosen Nike-Torso.

«Ich war in Zürich am Gate, auf dem Weg nach Boston, als mich die Nachricht der Lasker Foundation per E-Mail erreichte», beschrieb Hall den Moment im Juli, als er von dieser Auszeichnung erfuhr. «Ich musste ins Flugzeug, aber ich dachte mir: Wenn jetzt das Flugzeug abstürzt – was passiert dann mit dem Preis?». Denn für diese Preise würde man vorgeschlagen, und man müsse sie erst annehmen... «Ich habe also noch auf der Gangway in aller Eile meine Zusage ins Handy getippt, während die anderen Passagiere an mir vorbei ins Flugzeug strömten». Danach musste sich Michael Hall jedoch wochenlang in Schweigen hüllen, denn die Stiftung legt grossen Wert darauf, dass bis zum Tag der Verkündung nur ein sehr kleiner Kreis in Eingeweihten den Namen des Preisträgers kennt.

Jetzt aber durfte Michael Hall über alles sprechen. Und er nutzte die Gelegenheit, um die ausgezeichneten Rahmenbedingungen an der Universität Basel zu loben. Er könne sich keinen besseren Ort für die Forschung vorstellen, so Hall, der vor dreissig Jahren als junger Assistenzprofessor nach Basel kam – damals nicht unbedingt mit der Absicht, hier zu bleiben.... Das war Balsam für die Ohren der Anwesenden und eine wichtige Botschaft in Richtung Regierungsrat Conradin Cramer, der es sich nicht nehmen liess, dem Spitzenforscher der Universität Basel im Wildt’schen Haus persönlich zu dieser Auszeichnung zu gratulieren.

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