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Neues Augeninstitut in Basel vereint Forschung und Klinik

Die Universität Basel, das Universitätsspital Basel und Novartis haben heute die Gründung des Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) bekannt gegeben. Dieses neue Forschungsinstitut wird als Stiftung aufgesetzt, was die Forschungsfreiheit der beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gewährleistet.

15. Dezember 2017

Das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel IOB wird von zwei weltweit anerkannten Experten im Gebiet der Augenforschung und Augenheilkunde geleitet werden: Prof. Dr. Botond Roska und Prof. Dr. Hendrik Scholl. Prof. Roska ist derzeit Senior Group Leader am Friedrich Miescher Institut für biomedizinische Forschung in Basel. Er gilt als Pionier in der Erforschung der Netzhaut und der Verarbeitung optischer Signale im Gehirn. Prof. Scholl leitet die Augenheilkunde an der Universität Basel und die Augenklinik des Universitätsspitals Basel. Er ist auf die medizinische und chirurgische Behandlung von Netzhauterkrankungen – vor allem auch ererbter – spezialisiert. Dr. Norbert Spirig, derzeit Mitglied der Spitalleitung des Universitätsspitals Basel, wird zum Operativen Direktor des Instituts berufen.

«Für Novartis ist die Augenheilkunde eine strategische Forschungspriorität» sagt Dr. Jörg Reinhardt, Verwaltungsratspräsident von Novartis. «Deshalb unterstützen wir die bahnbrechende Kooperation zwischen Forschung und Klinik hier in Basel und sind überzeugt, dass das neue Forschungsinstitut innovative Lösungen für Patienten mit Sehstörungen und Sehverlust hervorbringen wird.»

Das IOB verspricht Hoffnung für die zahllosen Patienten, die an derzeit nicht behandelbaren Sehstörungen oder Blindheit leiden. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Gründung dieses neuen, hochspezialisierten Instituts. Wir können unseren Patienten mit schweren Augenerkrankungen bisher nur begrenzt helfen», sagt Dr. Werner Kübler, Direktor des Universitätsspitals Basel. «Ich bin überzeugt, dass das IOB zahlreichen Menschen mit solchen Krankheiten neue Hoffnung geben kann.»

Das Konzept des Institutes setzt in hohem Mass auf Zusammenarbeit und Interdisziplinarität. «Heute werden medizinische Durchbrüche nicht mehr einfach in einem Forschungslabor erreicht», sagt Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, «sie kommen an der Schnittstelle von Universität, Klinik und Industrie zustande. Mit dem IOB werden wir eine entsprechende Plattform bereitstellen, die akademische Freiheit, Nähe zum Patient und ein starkes Bekenntnis zur Innovation vereint.»

Als weltweit eines der ersten Institute seiner Art wird das IOB eine Brücke zwischen Labor und Klinik schlagen. Es wird die Arbeit von Prof. Roska am Friedrich-Miescher Institut und von Prof. Scholl an der Augenklinik unter einem Dach vereinen. Das IOB wird seine operative Tätigkeit 2018 aufnehmen.

Die Gründungspartner verpflichten sich, IOB für die ersten 10 Jahre zu finanzieren. Ein Teil der Beiträge kann auch in Form von Räumlichkeiten, Dienstleistungen oder Personal zu Marktpreisen erbracht werden. Die Beiträge werden sich fünf Jahre nach der Gründung ungefähr wie folgt zusammensetzen: Novartis: CHF 10 Millionen/Jahr, Universitätsspital Basel: CHF 3 Millionen/Jahr: Universität Basel: CHF 2 Millionen/Jahr. Der Kanton Basel-Stadt wird sich mit jährlich 5 Millionen Franken Jahr beteiligen, wobei diese Entscheidung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Parlaments steht. Novartis wird in keinem Fall mehr als 50% der Gesamtbeiträge übernehmen. Über die Finanzierung der Gründungspartner hinaus wird erwartet, dass das IOB zusätzliche Mittel über Forschungsförderprogramme oder weitere Kollaborationen einwerben wird.


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