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Universität Basel

27. September 2017

Visuelle Suche im Fotoarchiv der Kunsthalle Basel

Installationsansicht von ausgewähltem Archivmaterial «Kontaktabzüge»
Installationsansicht von ausgewähltem Archivmaterial «Kontaktabzüge», Exposed Exhibitions – Fotoarchiv der Kunsthalle Basel, Kunsthalle Basel, 2017. (Foto: Philipp Hänger, Kunsthalle Basel)

Die Kunsthalle Basel hat kürzlich die Ausstellung «Exposed Exhibitions» mit einer Vernissage eröffnet. Während der Schau ist es erstmals möglich, das umfangreiche Fotoarchiv der Kunsthalle mithilfe selbst angefertigter Skizzen zu durchstöbern. Die zugrunde liegende Multimedia-Suchmaschine «vitrivr» wurde im Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel entwickelt.

Mit Exposed Exhibitions rücken die Kuratoren der Kunsthalle das eigene Archiv in den Fokus der Öffentlichkeit. In der Sammlung befinden sich rund 25‘000 Fotos, Glasplattennegative und Dias, die das Ausstellungsgeschehen der letzten 100 Jahre dokumentieren.

In Zusammenarbeit mit dem Digital Humanities Lab der Universität Basel wurden grosse Teile des Archivs digitalisiert und in die online frei zugängliche SALSAH-Forschungsdatenbank übernommen. Kunstinteressierte können seitdem im Internet nach Aufnahmen aus dem Fundus der Kunsthalle suchen. 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Suche ist jedoch, den Namen des Künstlers oder der Künstlerin zu kennen oder sich zumindest an den Titel der Ausstellung erinnern zu können, in deren Rahmen das Werk präsentiert wurde.

Bildersuche neu gedacht

Die Multimedia-Suchmaschine vitrivr erlaubt es nun erstmals, die Fotosammlung mithilfe selbst angefertigter Skizzen zu durchforsten. In Kooperation mit der Kunsthalle wurde das Tool zudem an die Gegebenheiten der Ausstellung angepasst: «Die Kollektion der Kunsthalle beinhaltet viele Saalaufnahmen, die Bilder von einzelnen Kunstwerken im Ausstellungskontext zeigen. Deshalb wurde ‹vitrivr› um die Möglichkeit erweitert, auch mit Ausschnitten aus bereits gefundenen Bildern suchen zu können», erklärt Prof. Dr. Heiko Schuldt vom Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel. So lasse sich ein einzelnes Kunstwerk aus einer Saalaufnahme «ausschneiden» und für die Suche weiter verwenden.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

«vitrivr» wurde am Departement Mathematik und Informatik in der Forschungsgruppe für Datenbanken und Informationssysteme entwickelt. Es unterstützt neben der Suche in Bildern – wie sie zurzeit in der Kunsthalle zum Einsatz kommt – auch die Suche in Video- und Audiomaterial sowie 3D-Modellen und ist unter einer Open-Source-Lizenz für alle frei verfügbar. Wer das System einmal selbst ausprobieren möchte, kann das bis zum 12. November 2017 in der Kunsthalle Basel tun.


Exposed Exhibitions, Kunsthalle Basel, 22.9.–12.11.2017

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