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Universität Basel

Vorwort der Rektorin

Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki
Prof. Dr. Dr. h.c. Andrea Schenker-Wicki. (Bild: © Universität Basel)

Der zweite Nachhaltigkeitsbericht der Universität Basel erscheint in einer Zeit, die durch die Corona-Pandemie entscheidend geprägt wurde. Dabei ist eine andere globale Herausforderung in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt – die Klimakrise. Dies, obwohl die Folgen des Klimawandels unübersehbar sind und uns direkt tangieren: Beispielsweise durch den Anstieg des Meeresspiegels, den Biodiversitätsverlust oder die Nahrungsmittelunsicherheit. Die ökologischen Grenzen unseres Planeten werden zunehmend offensichtlich.  
Als Universität, die Nachhaltigkeit in ihrer Strategie verankert hat, wollen wir einen aktiven und substantiellen Beitrag zum Klimaschutz und für eine nachhaltige Entwicklung leisten – konkret zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) sowie des 1.5°C-Ziels des Pariser Klimaabkommens. Der Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020 zeigt auf, dass die Universität Basel diese Herausforderung mit wichtigen Projekten und Aktivitäten entschlossen angenommen hat, aber auch, dass wir uns in einigen Bereichen noch verbessern können.
Im betrieblichen Bereich wurden in den letzten zwei Jahren enorme Fortschritte gemacht. Da etwa 50% der gesamten Treibhausgasbilanz der Universität durch Flugreisen verursacht werden, wurde 2020 das Projekt «less for more» lanciert. Es soll die Flugemissionen um 30% zur Baseline von 2017-2019 senken und diese Reduktion auch nach der Corona-Pandemie einhalten. Mit dem Wechsel des Strommixes von Atomstrom auf nahezu 100% Wasserkraft und den Vorbereitungen für zwei neue Photovoltaikanlagen wurden zudem wichtige Schritte für eine nachhaltigere Energieversorgung umgesetzt. Die Dachbegrünungen von Universitätsgebäuden zur Stärkung der urbanen Biodiversität nahmen Studierendende der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit in die Hand, die 2020 neu gegründet wurde und seither in mehreren Projekten aktiv ist. 
In der Forschung wurde durch die Gründung des Forschungsnetzwerks «Sustainable Future», welches Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fakultäten verbindet, ein wichtiger Grundstein für interdisziplinäre, fakultätsübergreifende Projekte in den drei Schwerpunktthemen Energie, (Bio-)Diversität und «Sustainable Digital World» gelegt. In der Lehre war die verstärkte Integration von Nachhaltigkeit in bestehende Lehrveranstaltungen ein Schwerpunkt: Über 150 Studierende in elf Kursen besuchten die durch das Programm «IMPULS» unterstützten Kurse, in denen Gestaltungskompetenzen für Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Auch die Studierendenzahlen in den Lehrveranstaltungen zu Nachhaltigkeit im freien Kreditpunktebereich sowie im Master in Sustainable Development stiegen weiter an. 
Für die kommenden zwei Jahre wurden neue Massnahmen formuliert, um unser Commitment für eine nachhaltige Entwicklung zu bekräftigen. Ich lade Sie alle herzlich ein, in den unterschiedlichen Bereichen der Universität daran mitzuwirken.

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