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Universität Basel

Soziales & Integration

Integration findet auf vielfältigen Ebenen statt. Neben der beruflichen Tätigkeit gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich mit einer neuen Umgebung vertraut zu machen und sich selbst nach und nach mehr einzubringen und integriert zu fühlen.

Basel-Stadt und Baselland

Beide Kantone haben Strategien zum Themenbereich Integration entwickelt und koordinieren diese bzw. führen verschiedene Massnahmen durch. Das zugrunde liegende Selbstverständnis von Integration basiert hierbei auf einem «Geben und Nehmen», also auf Unterstützung und Förderung durch kommunale, kantonale und staatliche Stellen wie auch darauf, dass sich die Zugezogenen selbst einbringen und engagieren.

Tipp: Integration Basel-Stadt bietet in Kooperation mit der GGG Migration einen so erhellenden wie humorvollen Einstieg für Newcomer im Rahmen der 1,5 stündigen Einführung "Wie ticken die Schweizer/innen?". Dieses Angebot ist eingebettet in eine ganze Reihe von Begrüssungs- und Integrationsangeboten, wie zB die Begrüssung im Rathaus und auf dem Willkommensschiff, eine Stadtführung für Newcomer durch Basel Tourismus, die Begrüssung von Seiten der Quartiersvereine-/Treffpunkte sowie kostenlosen Deutschkursen. Alle neu angemeldeten Einwohner des Kantons-Basel Stadt erhalten hierzu eine Einladung.


Universität Basel

An der Universität gibt es eine Vielzahl von Organisationen, Gruppierungen und Vereinen, die - je nach Inhalt und Form - Studierenden, Universitäts-Mitarbeitenden, Ehemaligen (Alumni-Angehörige) und oft auch Externen offenstehen und hervorragende Gelegenheiten bieten, auf unkomplizierte Weise neue Leute kennenzulernen und Anschluss in der Region Basel zu finden: Vom Unisport zum Uni-Chor & -Orchester, von Theatergruppen über religiöse Gruppierungen bis zu sozialen und politischen Initiativen, von Themengruppen wie dem Osteuropa Forum Basel  oder Queer Students Basel bis hin zum Science Slam Club – die Auswahl ist gross.

Für Angehörige der Universität bieten der Dozentenverein, die Dozierenden-Vereinigung Dozuba, die Mittelbau-Vertretung Avuba, die Studierendenvertretung Skuba sowie die Alumniorganisation der Universität Basel (bereits von Anfang an, nicht erst zum Abschluss der Zeit in Basel) hervorragende Gelegenheiten zum Netzwerken und zum Austausch.

Das ganze Jahr hindurch bieten sich einem breiten Publikum die vielfältigsten, zumeist öffentlichen und kostenlosen Vorträge/Veranstaltungen/Tagungen etc. zur intellektuellen Anregung und dem Austausch mit Gleichgesinnten - mehr dazu im Uni-Veranstaltungskalender. Öffentliche Angebote des Botanischen Gartens und der Universitätsbibliothek ergänzen die Palette. Die Webrubrik Universität & Gesellschaft präsentiert weitere spannende Angebote, darunter auch solche in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (neu auch mit Programmen auf Englisch sowie der SeniorenUni für Interessierte ab dem 58. Lebensjahr).

Schliesslich bietet ein neues Veranstaltungsgefäss mit dem Namen Café International Universitätsangehörigen seit 2018 eine Plattform zu interkulterellen Themen und Fragen. Mehr Informationen zu den Veranstaltungen wie auch eine Auflistung von Angeboten an der Universität mit interkulturellen Kontexten finden sich auf der gleichnamigen Webrubrik.


Quartiervereine

Jedes Quartier hat einen Stadteil-Treffpunkt oder einen Quartierverein, wo man sich über den Stadtteil informieren, neue Nachbarn treffen, Veranstaltungen besuchen und sich für das Quartier engagieren kann.

Manche Quartiervereinigungen bringen auch Quartierzeitungen heraus, die einen sehr guten Zugang zu lokalen Bewohner/innen und Themen bieten (wenn auch nur deutschsprachig), wie zum Beispiel:


Vereinigungen & Gruppen für interkulturelle Begegnungen

Immer schon waren Migrantenorganisationen eine wichtige Anlaufstelle für Zugezogene. Auch heute empfiehlt es sich sehr, den Kontakt zu den Gruppen zu suchen, die aus erster Hand Auskunft geben können zu verschiedensten Fragen, die Türöffner in vielen Bereichen sind und über eine hohe interkulturelle Kompetenz verfügen.

Basel zieht als wichtiger Forschungs- und Industriestandort im Life-Sciences-Bereich, aber auch im Bereich von Musik, Kunst und Kultur traditionell Menschen aus der ganzen Welt an. Mittlerweise gibt es zahlreiche nationalitätenübergreifende Migrantenorganisationen, Expat-Vereinigungen und lokale Gruppierungen, die vielfältige Aktivitäten, Informationen und Begegnungsmöglichkeiten bieten, was das Einleben um ein Vielfaches vereinfacht. Erwähnt seien hier zum Beispiel:


Schule und Kinderbetreuung

Erfahrungsgemäss haben es Familien relativ leicht, dank ihrer Kinder im Spielgruppen-, Kindergarten- und Schulalter Bekanntschaften zu schliessen. In der Schweiz ist zudem eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindergarten/Schule sehr erwünscht – was liegt also näher, als beim nächsten Schulausflug, dem nächsten Fest in der Spielgruppe oder bei einem Kindergeburtstag den Kontakt zu anderen Familien zu suchen?


Ehrenamtliches Engagement

In der Schweiz ist ehrenamtliches Engagement sehr verbreitet und gemeinnütziger Bürgersinn wird sehr geschätzt. Auch viele Institutionen bauen auf einem Milizsystem auf (Politik, Militär). Die folgenden Links helfen bei der Suche nach einer passenden ehrenamtlichen Betätigung, bei der man sich nicht nur für eine gute Sache und seine Mitbürger/Innen engagieren, sondern sich auf diese Art auch hervorragend integrieren und Bekanntschaften schliessen kann:


Vereine, Vereinigungen, Netzwerke

In der Schweiz ist das Vereinswesen sehr populär; entsprechend gross ist die Auswahl. Für Newcomer in der Schweiz gehören Vereinsaktivitäten zu den besten Möglichkeiten, sozialen Anschluss zu finden. Diese Übersicht hilft weiter.

Darüberhinaus gibt es besonders in Basel spannende Vereinigungen, wie beispielsweise die Freie Akademische Gesellschaft FAG, die Naturforschende Gesellschaft, die Basler Botanische Gesellschaft oder die Historische und Antiquarische Gesellschaft zu Basel.

Schliesslich gibt es eine Fülle an Gruppierungen und Netzwerken, die sich zu aktuellen Themen gebildet haben. Eine Uebersicht bietet Meet ups in Basel.


Sprachkenntnisse

Einer der wichtigsten Schritte zur Integration ist es, die Sprache zu erlernen, die am jeweiligen Ort gesprochen wird. In der Nordwestschweiz ist dies Deutsch. Während die Einheimischen untereinander bei fast allen Gelegenheiten Baseldeutsch (Dialekt) sprechen, gilt im formellen Kontext (Vorlesungen, öffentliche Anlässe etc.) oder im Gespräch mit Anderssprachigen das Hochdeutsche als Sprache der Wahl.

Die grössten Integrationsfortschritte dürften jene machen, die bereit sind, Deutsch zu lernen. Die offiziellen Amtssprachen sind daneben auch Französisch und Italienisch (die vierte Landessprache Rätoromanisch ist keine eigentliche Amtssprache), weshalb alle Produktbezeichnungen oder Amtsformulare in der Regel mehrsprachig sind. Es ist also durchaus nützlich, wenn man eine dieser romanischen Landessprachen spricht oder darauf aufbauen kann.

Das Englische ist keine offizielle Sprache, weshalb man nicht erwarten darf, dass alle Informationen auch auf Englisch abgefasst sind. Weil aber einerseits der Service Public in der Schweiz grossgeschrieben wird und andererseits Basel wie die gesamte Schweiz in den vergangenen beiden Jahrzehnten noch internationaler geworden ist, fassen viele Unternehmen und Organisationen aus praktischen oder Marketinggründen essentielle Informationen oft auch auf Englisch ab.

Für das Erlernen der deutschen Sprache bieten sich zahlreiche Institutionen an; unter den bekanntesten sind:

Tipp: Wohnhafte im Kanton Basel-Stadt können von gratis Deutschkursen profitieren, welcher ihnen der Kanton mittels Gutscheinen ermöglicht. Die GGG-Migration sowie der Ausländerdienst Baselland informieren über das gesamte Angebot und bieten kostenlose Deutschkursberatungen an.


Literaturempfehlungen

Das Thema Integration beschäftigt Einheimische wie Zugezogene nicht erst seit den letzten Initiativen und politischen Entscheidungen. Die Schweiz ist zu einem Einwanderungsland geworden. Es gibt von daher eine Fülle von anregender und hilfreicher Literatur zum Thema Integration, kulturelle Unterschiede und Fragen des Zusammenlebens. Allein die Unterschiede und vielfältigen kulturellen Facetten innerhalb der vielgestaltigen Schweiz faszinieren und verdienen gebührende Aufmerksamkeit.

Selbst wer «die Schweiz» zu kennen glaubt, weiss nicht unbedingt alles zu «den Baslern». Diese behaupten gerne von sich, «anders zu ticken als die anderen». Umso mehr dürften von daher literarisch vermitteltes Kontextwissen und Hilfestellungen für Zugezogene beim Einleben von Nutzen sein. In den letzten Jahren ist eine Fülle von Büchern erschienen, die bisweilen nicht nur grossen Unterhaltungswert bieten, sondern vor allem so manches Aha-Erlebnis erlauben dürften! Hier eine kleine, unvollständige Auswahl:

  • Margaret Oertig-Davidson: The New Beyond Chocolate – understanding Swiss culture. Bergli Books, Basel 2019.
  • Adriana Quarck, Rylla Resler, Francesca Incocciati: The Trailing Spouse Reimagined. Bergli Books, Basel 2018.
  • Christian Eisert: Viele Ziegen und kein Peter. Eine Ferienfahrt zu den Schweizern. Berlin 2016.
  • Gianni Haver, Mix & Remix: Swissness in a nutshell. Bergli Books, Basel 2014.
  • Margaret Oertig: Going Local. Your guide to Swiss schooling. Bergli Books, Basel 2012.
  • Sergio J. Lievano, Nicole Egger: Hoi! Et après… - manuel de survie en Suisse allemande. Bergli Books, Basel 2012.
  • Peter Habicht: Basel - Mittendrin am Rande. Eine Stadtgeschichte. Basel 2008.
  • Franziska Schläpfer (Hg.): Reise in die Schweiz. Kulturkompass fürs Handgepäck. Zürich 2008.
  • David Hampshire: Living and Working in Switzerland. A Survival Handbook. London 2007.
  • Dianne Dicks, Katalin Fekete: Ticking Along with Swiss Kids. Bergli Books, Basel 2007.
  • Susann Sitzler: Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche. Ch. Links Verlag, Berlin 2004.
  • Jürg Altwegg et al. (Hg.): Kuhschweizer und Sauschwaben. Schweizer, Deutsche und ihre Hassliebe. Nagel & Kimche, München 2003. (Amüsante und lehrreiche Essay-Sammlung, die vielfältige Einblicke in ein bisweilen ambivalentes Verhältnis geben.)
  • Thomas Küng, unter Mitarbeit von Peter Schneider: Gebrauchsanweisung für die Schweiz. Piper, München 1996
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