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Universität Basel

Gut zu wissen

Im Folgenden sollen in loser Reihenfolge Aspekte kurz erwähnt werden, die hilfreich sein oder bei Nichtbeachtung zu Überraschungen führen können.

Der wichtigste Rat: Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig und informieren Sie sich rechtzeitig!
Planen Sie Ihren Umzug mit ausreichend Zeit. Für eine erste Kontaktaufnahme mit dem Welcome Center empfehlen wir einen Vorlauf von zwei bis drei Monaten vor dem ersten Arbeitstag. Wer kurzfristig anreist, riskiert unnötig nicht nur einen stressigen Arbeits-/Studienbeginn, sondern auch höhere Ausgaben, Wartezeiten und limitierte Auswahl (ad hoc Zimmer-/Wohnungssuche, fehlende Unterlagen, Behördengänge etc.).

Feier- und Ferientage

Basel gehört zu den Kantonen mit den wenigsten Ferientagen in der Schweiz. An Feiertagen ist in der Regel in Basel nicht nur die Universität geschlossen, sondern auch Geschäfte, Schulen, Firmen und Büros (oder sie schliessen früher).

Bitte beachten Sie auch die unterschiedlichen Feier- und Ferientage in Ihrem Wohnkanton und im benachbarten Grenzgebiet.


Notfallnummern (CH)

112

Notruf

117

Polizei

118

Feuerwehr

144

Sanität, Notfalltransporte und Helikopter

061 261 15 15

Medizinische Notrufzentrale (Ärzte, Zahnärzte, Apotheken)

061 311 50 66

Tierärztlicher Notfalldienst

061 686 96 00

Spitex, Hilfe und Pflege zuhause

1414

Rettungsflugwacht Rega

0800 400 800

Störungsdienst IWB (Strom, Gas, Wasser)

061 265 25 25

Universitätsspital Basel, Telefonzentrale

061 265 87 87

Augenklinik Notaufnahmen


Recycling

In der Schweiz wird grosser Wert auf Recycling gelegt; praktisch für alles und jedes Produkt gibt es eine Recyclingempfehlung. Ein grosser Teil der Haushaltsabfälle wird getrennt: Für Papier und Karton, Sperrmüll, Metall und Grünschnitt gibt es besondere Abfuhrtage. Wer von den Empfehlungen Gebrauch macht, handelt umweltfreundlich und schont zudem seinen Geldbeutel! Eine neue App hilft dabei und erinnert auch an Termine.

In jedem Quartier finden sich Recyclingstationen (ältere mit grösseren Containern, neuere mit unterirdischen Containern), in denen man Glasflaschen (nach Farben), Aluminium und Batterien korrekt entsorgen kann. Auch hier gilt es die Betriebszeiten zu beachten. Darüber hinaus gibt es Annahmestellen für Sondermüll (Lacke, Energiesparlampen) sowie zwei Recyclingparks auf dem Stadtgebiet. Ausserdem findet sich in jedem Supermarkt ein Bereich, wo man mitgebrachte PET-(Plastik-)Flaschen, Batterien und CDs entsorgen kann. Schliesslich gibt es Reparier-Bars, Second-Hand-Shops, Flohmärkte, Bazare usw. für einen möglichst nachhaltigen Umgang mit Dingen.

Was für den Haushalt gilt, gilt auch am Arbeitsplatz und an der Universität Basel: Es gibt Refilling-Systeme für Trinkflaschen, wiederverwendbare Kaffeetassen und Sammelboxen für PET-Flaschen. Mehr Informationen zu den vielfältigen Umweltmassnahmen an der Universität und wie jeder einen Beitrag leisten kann finden sich auf der Website der Fachstelle für Nachhaltigkeit.


Bebbi-Sack

Jeder Kanton hat sein eigenes System der Abfallentsorgung incl. eigener Kostenstruktur. In Basel-Stadt gilt der blaue Plastiksack, der, angelehnt an den Namen für die Basler Bevölkerung, Bebbi-Sack genannt wird. Den Sack gibt es in drei verschiedenen Grössen (17/35/60 Liter zu 1.20/2.30/3.30 CHF das Stück) in Rollen von jeweils 10 oder 20 Stück zu kaufen. Diese sind in allen Supermärkten an der Information oder an der Kasse erhältlich. Mit dem Kauf ist zugleich die Abfallgebühr entrichtet. Der Bebbi-Sack funktioniert nach dem Verursacherprinzip: Wer weniger Abfall produziert, muss weniger Säcke kaufen und kann kleinere Grössen verwenden. Dies wird zusätzlich erreicht, indem die gratis Recycling-Angebote der Stadt genutzt werden.

Die Bebbi-Sack-Abfuhr erfolgt zwei Mal pro Woche an bestimmtem Tagen; der Abfuhrplan gibt Auskunft über die Abfuhrtage im jeweiligen Quartier. Der Abfuhrkalender ist erhältlich bei der Gemeinde (normalerweise bei der Anmeldung) und meist auch online verfügbar und enthält mehrsprachige Informationen zur Abfallentsorgung.

Wichtig, um Ärger mit den Nachbarn, Vermietern oder Behörden zu vermeiden: Der Bebbi-Sack ist frühestens am Vorabend nach 19.00 Uhr und spätestens am Abfuhrtag bis 7.00 Uhr gut sichtbar am Strassenrand bereitzustellen.

Für die Basler Vororte Allschwil, Münchenstein, Muttenz etc. gilt ein anderes Abfuhrregime, da sie zu Baselland gehören. Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Gemeinde.


Kulturelle Gepflogenheiten

Die Schweiz ist sehr gut organisiert und viele Abläufe, wie zum Beispiel die öffentliche Administration, der öffentliche Verkehr oder das politische System, funktionieren sehr effizient und geniessen das Vertrauen der Bevölkerung. Das gestaltet zum Beispiel die Anmeldeformalitäten oder die Abläufe bei der Wohnungsvermietung relativ einfach und schnell.

Dazu gehört, dass in der Schweiz grosser Wert auf Regeln und deren Einhaltung gelegt wird. Das Verhalten des Einzelnen hat sich dem anzupassen und einzufügen. Ein nicht respektvolles Verhalten gegenüber Regeln wird von Mitbürgern kritisch aufgenommen, was bisweilen auch zum Ausdruck gebracht wird. So darf es nicht verwundern, wenn man sich einen Rüffel einholt, weil man zum Beispiel die Recycling-Stationen ausserhalb der Nutzungszeiten benutzt und Lärm macht (etwa abends oder am Sonntag). Das darunterliegende Wertesystem zu kennen und zu berücksichtigen, kann daher hilfreich sein.

Tipp: Die Stadt Basel und die Beratungsstelle GGG Migration bieten neu Zugezogenen verschiedene Begrüssungsveranstaltungen an, die in verschiedenen Sprachen unter anderem über kulturelle Gepflogenheiten informieren.


Trinationale Region Basel

Die Region Basel ist stark geprägt von ihrer Lage im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Die zahlreichen und guten grenzüberschreitenden Verbindungen und Möglichkeiten, dies- und jenseits der Landes- und Sprachgrenzen zu arbeiten, zu studieren, zu leben und die Freizeit zu geniessen, machen den besonderen Reiz der Region Basel aus. Während die Grenzen im Alltag offen und manchmal nur auf den zweiten Blick sichtbar sind, können die administrativen Unterschiede komplex sein und für den Einzelnen zur Herausforderung werden.

Gerade in Bezug auf Arbeitsbelange und damit verbundene rechtliche Fragen (in Deutschland wohnend und in der Schweiz arbeitend, in Frankreich wohnend und in Deutschland arbeitend) stellen sich oft viele Fragen. Rat und Unterstützung bietet hierbei die kostenlose Informations- und Beratungsstelle für grenzüberschreitende Fragen Infobest Palmrain, die umfangreiche Webinformationen, Infotage sowie individuelle Beratungen via Telefon, E-Mail und im persönlichen Gespräch anbietet.


Vademecum

Rund um das Leben an der Universität, aber auch für die vielen kleinen Aspekte des Alltags hat die Studentische Körperschaft der Universität Basel (Skuba) zusammen mit der Assistierendenvereinigung der Universität Basel (Avuba) ein spannendes und erhellendes Vademecum zusammengestellt, welches nicht nur Studierenden, sondern auch allen Mitarbeitenden als wertvolle Lektüre ans Herz gelegt sei.

Basierend auf dem Insiderwissen vieler Generationen von Studierenden und Universitäts-Insidern erklärt der unentbehrliche Begleiter in einfachen Worten und kurzen Kapiteln Wichtiges und weniger Bekanntes von A bis Z (auf Deutsch und Englisch).


Stipendien & Finanzen

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz gehören zu den höchsten im internationalen Vergleich. Es empfiehlt sich daher, noch vor dem Umzug nach Basel ein Budget zu erstellen und die zukünftigen Kosten gut zu planen. Gerade auch bestimmte Ausgaben für Pflicht-Versicherungen sollten nicht vergessen werden.Die Sozialberatung bietet Musterbudgets, die eine gute Orientierung bei der Erstellung des eigenen Budgets bieten. Auch der Uni Guide bietet hilfreiche Informationen diesbezüglich. Die Sozialberatung der Universität hilft Studierenden ausserdem vor Ort bei Fragen bezüglich Budgetplanung und Einsparmöglichkeiten.

Es gibt in der Schweiz zwar viele Stiftungen und Fördermöglichkeiten, die Studierenden finanzielle Unterstützung bieten, allerdings sind diese zum grössten Teil Schweizerinnen und Schweizern vorbehalten bzw. Studierenden mit Schweizer Vorbildungsausweis. Wer also mit einem Stipendium liebäugelt, um sein Studium in der Schweiz zu bestreiten, klärt idealerweise bereits im Heimatland allfällige nationale und internationale Fördermöglichkeiten ab und verlässt sich nicht darauf, dereinst in der Schweiz irgendwie ein Stipendium zu finden. Die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende (ESKAS) richtet ebefalls Stipendien an ausländische Studierende aus.

Nebst sorgfältiger Budgetplanung und Stipendienabklärung ist ein Nebenjob ein wichtiger Aspekt für viele Studierende – sei es, um sich den Lebensunterhalt dazuzuverdienen oder praktische Erfahrung zu sammeln. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass der Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt reguliert wird und auch für Studierende an einer Schweizer Universität mit Zugangsbeschränkungen verbunden sein kann. Je nach Herkunftsland gelten für Angehörige sogenannter Drittstaaten (nicht CH- oder EU/EFTA-Bürger) Arbeits-beschränkungen (generell oder bezüglich Arbeitsstunden pro Woche usw.) oder Wartezeiten von einigen Monaten, bis einer Arbeitsaufnahme stattgegeben wird. Es ist deshalb ratsam, sich hierüber rechtzeitig zu informieren. Stehen keine Hindernisse mehr im Weg, bietet sich z.B. mithilfe der Annoncen auf dem Uni Markt eine gute Gelegenheit, einen Nebenerwerb als Studierende/r zu finden.

Wer alle diese Punkte – Budgetplanung, Auslotung möglicher Stipendien und die Abklärung bezüglich möglicher Beschränkungen auf dem Arbeitsmarkt (Nebenjob) – berücksichtigt hat und auch die Anlaufstellen der Universität bei allfälligen Fragen kennt, kann sicher sein, von finanziellen Ueberraschungen verschont zu werden und sich ganz auf sein Studium freuen!


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