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Universität Basel

Zentren & Netzwerke

Aufgrund der vermehrt interdisziplinär und kooperativ ausgerichteten Forschung gewinnt die Vernetzung über die Grenzen der Departemente und Fakultäten hinaus zunehmend an Bedeutung. Auf universitärer Ebene wurden Kompetenzzentren geschaffen, um in zeitlich befristeten, thematisch orientierten Netzwerken einen fruchtbaren Austausch zu fördern. Aktuell werden die weniger strukturierten universitären Forschungs-Netzwerke bevorzugt, die es Gruppen von Forschenden ermöglichen, dynamisch zusammenzuarbeiten. Da die Laufzeit der Kompetenzzentren ausläuft, werden viele von ihnen in universitäre Forschungs-Netzwerke umgewandelt werden.
Darüber hinaus sind Forschende in zahlreiche nationale Initiativen eingebunden, in denen thematisch orientierte und/oder interdisziplinäre kooperative Forschung betrieben wird. Einige davon sind an der Universität Basel als Leading House verankert, andere durch eine signifikante Beteiligung von Forschenden der Universität Basel geprägt.

Universitäre Forschungs-Netzwerke

Forschungs-Netzwerke sollen die interdisziplinäre Vernetzung und Zusammenarbeit von Forschungsgruppen erleichtern und können in für die Universität Basel wichtigen strategischen Feldern etabliert werden. Netzwerke sind bottom-up organisiert; sie finanzieren sich selbst, präsentieren ihre gemeinsamen Aktivitäten und nutzen ihr Netzwerklabel, um zusätzliche Projektfinanzierung einzuwerben. Gesuche auf Anerkennung eines universitären Netzwerks können jeweils per 1. Februar oder 1. September eingereicht werden. Weitere Informationen zum Charakter von universitären Forschungs-Netzwerken können Sie den Richtlinien entnehmen. Für die Eingabe von Gesuchen zur Anerkennung als Forschungs-Netzwerk verwenden Sie bitte die im Entwicklungsplan vorgegebene Struktur.

Computational Sciences

Das Netzwerk Computational Sciences (Research Network Computational Sciences RNCS), als Nachfolgestruktur des gleichnamigen Kompetenzzentrums, unterstützt, koordiniert, verbessert und konsolidiert die vielfältigen Aktivitäten der Universität Basel in dem wichtigen Bereich der Computational Sciences. Im Zentrum der Aktivitäten des Netzwerks stehen die Themengebiete Personalisierte Medizin, Machine Learning/Künstliche Intelligenz und High-Performance Computing. Beteiligt sind Wissenschaftler aus der Medizinischen, der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen, der Juristischen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel, Forscher vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und aus dem Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH Zürich in Basel. Kollaborationen sind geplant mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) und dem Hermann-Paul-Centrum für Linguistik der Universität Freiburg im Breisgau.

Leitung: Prof. Dr. O. Anatole von Lilienfeld
Kontakt: Dr. Georg Funk

 

Neuroscience Network Basel

Das Neuroscience Network Basel (NNB) ist ein etabliertes Forschungs-Netzwerk in den Neurowissenschaften, welches den Informationsaustausch zwischen Grundlagenforschung, biomedizinischer und klinischer Forschung fördert. Als Nachfolgeorganisation des gleichnamigen Kompetenzzentrums macht es Trends in der Hirnforschung bekannt, erleichtert interdisziplinäre Kooperationen und die Einführung von neuen Behandlungskonzepten in Basel. Jedes Jahr wird die „Woche des Gehirns“ (Brain Awareness Week) in Basel organisiert. Mitglieder des NNB sind Forschende aus den Departementen Biomedizin und Klinische Forschung der Medizinischen Fakultät, dem Departement Biozentrum der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Psychologie der Universität Basel sowie aus dem Friedrich Miescher Institute in Basel.

Leitung: Prof. Dr. Nicole Schaeren-Wiemers
Kontakt: Catherine Alioth, Simone Grumbacher

 

Novel Medicines for Tropical and Rare Diseases

Das universitäre Forschungs-Netzwerk „Novel Medicines for Tropical and Rare Diseases“ befasst sich mit tropischen und seltenen Erkrankungen und fokussiert auf die modellgestützte Entwicklung von Medikamenten. Es fördert die Visibilität der Forschenden der Universität Basel und steigert die Drittmitteleinwerbung für ihre Forschung. Durch die Etablierung einer Plattform zur Verarbeitung und Analyse von Bioflüssigkeiten von Labortieren entwickelt das Netzwerk pharmakometrische und mathematische Datenmodelle für weitere Untersuchungen. Dies wird die präklinische Entwicklung von neuen Medikamenten ermöglichen sowie die translationale Forschung in Biochemie und molekularer Biologie stärken. In Basel und Tansania sind klinische Studien geplant, um die Entwicklung von neuen Medikamenten voranzutreiben. Mitglieder des Netzwerks sind Forschende aus dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH), dem Departement Pharmazeutische Wissenschaften, dem Center for Scientific Computing (sciCORE) der Universität Basel, dem Departement Klinische Forschung (DKF), der Klinischen Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsspitals Basel sowie der Pädiatrischen Klinischen Pharmakologie des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Leitung: Prof. Dr. Pascal Mäser
Kontakt: Zsuzsanna Györffy

 

Swiss Center for Comparative Effectiveness and Health Economic Research (S-CORE)

Das Forschungs-Netzwerk S-CORE besteht aus Forschenden im Bereich der vergleichenden Wirkungsforschung. Im Fokus stehen die Stärkung der vergleichenden medizinischen Wirksamkeitsforschung und die Entwicklung nachhaltiger gesundheitsökonomischer Modelle, um Massstäbe für eine evidenzbasierte medizinische Versorgung zu setzen. Dadurch soll die Innovation und Entwicklung in der translationalen und personalisierten Medizin gefördert und die Implementierung neuer Technologien im Life Science-Bereich in der Nordwestschweiz beschleunigt werden. Mitglieder des Netzwerks sind das Basel Institut für Klinische Epidemiologie und Biostatistik (CEB), das European Center of Pharmaceutical Medicine (ECPM), das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH), die Professur für Health Economics an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, die Basel Pharmacoepidemiology Unit (BPU) im Departement Pharmazeutische Wissenschaften sowie das Department of Public Health (DPH) der Universität Basel.

Leitung: Prof. Dr. Heiner C. Bucher
Kontakt: Dr. Diana Grauwiler
 

Universitäre Forschungszentren und -plattformen

Universitäre Forschungszentren und -plattformen stellen einen festen Verbund von Forschungsgruppen dar, die auch über die Grenzen der jeweiligen Einheiten hinaus themenbezogen eng zusammenarbeiten. Die Finanzierung erfolgt über ihr eigenes Budget. Die Vorsteher der Plattformen können durch Doppelprofessuren mit zwei Fakultäten assoziiert sein.

eikones – Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes

Die digitale Revolution, die seit Beginn der Neunzigerjahre ihre globale Dynamik entfaltet, macht aus dem alten, trägen Bild ein äusserst flexibles Instrument. Auch in den modernen Wissenschaften sind Bilder zu einem kaum mehr wegzudenkenden Forschungswerkzeug geworden. Die Frage nach dem Bild, seiner Erkenntniskraft, seiner Macht und Wirkung ist das Kernthema des bisherigen Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) „Bildkritik – Macht und Bedeutung der Bilder“, welcher als eikones Forschungszentrum weiterbestehen wird.

„Bildkritik“ widmet den Möglichkeiten des Bildes jene wissenschaftliche Aufmerksamkeit, welche die Sprache seit Jahrhunderten geniesst. In unterschiedlichen Disziplinen wird das Bild als gemeinsames Forschungsobjekt einer kritischen Reflexion unterzogen mit dem Ziel der Entwicklung einer Bildkompetenz, mit Hilfe derer mit der Vielfalt der Bilder sowohl intellektuell und in historischer Perspektive als auch politisch, praktisch und künstlerisch umgegangen werden kann.

Leitung: Prof. Dr. Ralph Ubl
Kontakt: Dr. Malika Maskarinec

 

Swiss Nanoscience Institute

Das Swiss Nanoscience Institute (SNI) an der Universität Basel ist ein Exzellenzzentrum für Nanowissenschaften und Nanotechnologie. Es wurde 2006 vom Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet, um Forschung, Ausbildung und Technologietransfer in den Nanowissenschaften und der Nanotechnologie in der Nordwestschweiz zu fördern. Hervorgegangen ist das SNI aus dem Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) Nanowissenschaften (2001-2013) mit der Universität Basel als Leading House. Im Jahr 2016 wurde das Nano Imaging Lab gegründet, welches Dienstleistungen im Bereich Imaging Forschungsgruppen und externen Partnern anbietet. Auch die Technologie-Abteilung sowie die Elektronik- und Mechanik-Werkstätten des Departements Physik der Universität Basel stehen den Forschenden zur Verfügung.

Leitung: Prof. Dr. Christian Schönenberger
Kontakt: Claudia Wirth

 

Transfakultäre Forschungsplattform Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften

Die transfakultäre Forschungsplattform Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften war eine der ersten transfakultären Einrichtungen der Universität Basel und hat sich zu einem erfolgreichen, neurowissenschaftlich ausgerichteten Zentrum für psychologische und psychiatrische Forschung entwickelt. Die Mitglieder der Plattform erforschen die molekularen, neurobiologischen und neuralen Grundlagen von emotionalen und kognitiven Prozessen und sind an der Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für neuropsychiatrische Erkrankungen interessiert. Die Plattform Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften ist eng verbunden mit der Fakultät für Psychologie und den Universitären Psychiatrischen Kliniken der Medizinischen Fakultät. Ihre Mitglieder kommen aus verschiedenen Fachbereichen wie Psychologie, Psychiatrie, Biologie und Mathematik.

Leitung: Prof. Dr. Dominique de Quervain, Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos
Kontakt: Melanie Knabe

 

Nationale Forschungsschwerpunkte

Mit den Nationalen Forschungsschwerpunkten (NFS) fördert der Bund langfristig angelegte Forschungsvorhaben zu transdisziplinären Themen von strategischer Bedeutung für die schweizerische Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Durch ihre nationale Vernetzung und lokale Schwerpunktbildung tragen die NFS zur Strukturierung der schweizerischen Forschungslandschaft bei und ermöglichen neue Forschungsrichtungen, die nicht durch einzelne Institutionen allein angestossen werden können. Die Universität Basel ist Leading oder Co-Leading House bei den folgenden NFS:

Molecular Systems Engineering (2014-2026)

Biologische Systeme verfügen über besondere Eigenschaften, die sich bislang nur schwer in künstlichen Systemen nachbilden lassen. So können sie etwa neue, funktionelle Molekülbausteine produzieren und damit komplexe molekulare Prozesse steuern. Dank der Fortschritte in den Bereichen Systemchemie, Systembiologie, Life Science und Nanowissenschaften beginnen Forscher die von der Natur entwickelten Konstruktionsprinzipien auf molekularer Ebene besser zu verstehen. Der NFS Molecular Systems Engineering (MSE) wird das Grundlagenwissen zur Entwicklung von künstlichen, molekularen Systemen bereit stellen – etwa um neuartige Moleküle zu entwerfen, die ähnlich wie ihre biologischen Vorbilder funktionieren, dabei aber für ganz bestimmte Zwecke eingesetzt werden können. Beispiele dafür sind Nanobehälter, die Stoffe oder Signale zielgerichtet transportieren oder den Abbau von giftigen Verbindungen unterstützen. Erste Versuche zeigen, dass es auch im industriellen Massstab möglich sein könnte, solche molekularen Maschinen zu produzieren.

Leitung: Prof. Dr. Thomas R. Ward (Universität Basel)
Co-Leitung: Prof. Dr. Daniel J. Müller (ETH Zürich, D-BSSE)
Kontakt: Claude R. Etique

 

Quantenwissenschaften und –technologie (2011-2023)

Die Quantenmechanik ist eine bahnbrechende Theorie der Physik und Grundlage fast aller modernen technischen Geräte. Sie beschreibt zunächst einmal das Verhalten von „Quantenteilchen“ wie Atomen, Elektronen, Photonen, die sich ganz anders verhalten als die gewöhnlichen Dinge in unserem täglichen Leben. In den letzten Jahren haben theoretische Physiker Konzepte vorgeschlagen, mit denen die nicht-intuitiven Eigenschaften der Quantenmechanik auf neue Weise nutzbar gemacht werden können. Massgeschneiderte Quantensysteme können experimentell realisiert und mit einer Präzision untersucht werden, die vor kurzem noch unvorstellbar war. Der NFS Quantum Science and Technology (QSIT) beschäftigt sich mit der modernen Quantenphysik, insbesondere künftigen Anwendungen im Bereich der Informationstechnologie. Im NFS Quantum Science and Technology arbeiten 33 Forschungsgruppen zusammen. Leading House des Forschungsnetzwerks ist die ETH Zürich. Die Universität Basel nimmt die Rolle des Co-Leading House ein.

Leitung: Prof. Dr. Klaus Ensslin (ETH Zürich)
Co-Leitung: Prof. Dr. Richard Warburton (Universität Basel)
Kontakt: Dr. Ilona Blatter (ETH Zürich)
 

Nationale Forschungs-Kooperationen

Personalized Health Initiative

Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) ist eine nationale Initiative, um die Entwicklung in der personalisierten Medizin und personalisierten Gesundheit in der Schweiz zu fördern. Das SPHN schafft die Voraussetzungen, um den für die Forschung notwendigen Austausch von gesundheitsbezogenen Daten zu ermöglichen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, dank neuer Erkenntnisse präziser vorbeugen und diagnostizieren zu können sowie Krankheiten effizienter und mit weniger Nebenwirkungen zu behandeln.

Die regionale Forschungsinitiative Personalized Health Basel (PHB) wird von der Universität Basel zusammen mit dem Basler Departement für Biosysteme der ETH Zürich (D-BSSE), dem Universitätsspital Basel, der Universitäts-Kinderklinik beider Basel (UKBB) und dem Universitätsspital Zürich aufgebaut. Damit soll ein strategischer Schwerpunkt der Universität Basel gefördert und der Life Science-Standort Basel gestärkt werden. Die Universität und das D-BSSE sollen damit im Hinblick auf das nationale Forschungsgrossprojekt im Bereich der personalisierten Medizin ideal positioniert werden.

Leitung: Prof. Dr. Radek Skoda
Kontakt: Dr. Thomas Geiger

 

Plant Science Center

Das Zurich-Basel Plant Science Center  ist ein etabliertes Zentrum für Pflanzenwissenschaften der Universität Basel, der ETH Zürich und der Universität Zürich. Es wurde 2002 gegründet und dient der Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zur Vermehrung von Wissen über Pflanzen und den mit ihnen in Wechselwirkung stehenden Organismen. Durch innovative und transdiziplinäre Forschungsprojekte und durch Umsetzung der Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung wird die nachhaltige Entwicklung in Umwelt und Landwirtschaft gefördert. Der Dialog mit der Öffentlichkeit wird durch das Beitragen einer wissenschaftlichen Sicht auf soziale, ökonomische und politische Themen verstärkt.

Leitung: Prof. Dr. Yvonne Willi, PD Dr. Günter Hoch
Kontakt: Sylvie Martinez

 

Nano-Tera

Die Initiative Nano-Tera hat zum Ziel, die Schweiz in einem für die Ingenieurwissenschaften vielversprechenden Bereich, den sogenannten eingebetteten Systemen zu stärken. Diese kleinsten Kommunikationssysteme finden namentlich in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt ihre Anwendung. Nano-tera.ch-Projekte starteten im Jahr 2009 und wurden mit 123 Mio. CHF ausgestattet. 2017 werden letztmals Projekte ausgeschrieben. Das Programm wird 2018 auslaufen.
 

SystemsX

Zur Förderung und Etablierung der Systembiologie in der Schweiz wurde 2004 die Initiative SystemsX.ch als Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Basel und Zürich sowie der ETH Zürich etabliert. Bis 2019 werden noch Projekte gefördert. SystemsX.ch unterstützte die systembiologische Forschung von rund 300 Forschungsgruppen an elf Universitäten und weiteren Forschungsinstitutionen. Neben den kollaborativen RTD-Projekten (Research, Technology and Development) gibt es auch Transfer Projects, Transition Postdoc Fellowships, Interdisciplinary PhD Projects und weitere Projekttypen. Die Universität Basel war und ist an mehreren SystemsX-Projekten massgeblich beteiligt. Das Programm befindet sich nun in seiner Schlussphase.

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