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Universität Basel

Die Entwicklung von Nervenzellnetzwerken im Blick

Silvia Arber ist eine der erfolgreichsten Biologinnen der Schweiz. Die Neurobiologin untersucht die Funktion und Entwicklung von Nervenzellnetzwerken, die unsere Bewegungsabläufe steuern.

Silvia Arber
Silvia Arber untersucht mit ihrem Team die Funktion und Entwicklung von Nervenzellnetzwerken, die unsere Bewegungsabläufe steuern. © Universität Basel

Der Erfolg der Neurobiologin vom Biozentrum der Universität Basel und Forschungsgruppenleiterin am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI) begann gleich zu Beginn ihrer Karriere. Für ihre Promotionsarbeit wurde sie zweimal ausgezeichnet. Das Biozentrum ist seitdem Wegbegleiter ihrer Karriere.

Silvia Arber studierte Biologie am Biozentrum und promovierte anschliessend im Labor von Prof. Pico Caroni am FMI. Im Anschluss an ihre Promotion ging Arber an die Columbia University, New York, und untersuchte dort im Labor von Prof. Thomas Jessell die Reifung von Nervenzellen des Rückenmarks. Im Jahr 2000 folgte sie dem Ruf der Universität Basel und kehrte damit zurück in die Wiege ihrer Forschungstätigkeit. Seither forscht Silvia Arber mit ihrem Team überaus erfolgreich am Biozentrum und am FMI.

Im Lauf ihrer Karriere wurde sie immer wieder mit hochrangigen Forschungspreisen geehrt, darunter mit dem Pfizer Research Prize (1998), dem Nationalen Latsis-Preis (2003), dem Schellenberg-Preis der Internationalen Stiftung für Forschung in Paraplegie (2005) sowie dem Friedrich Miescher Award (2008). Vom Europäischen Forschungsrat (ERC) erhielt Arber im Jahr 2010 einen der begehrten «ERC Advanced Investigator Grants». Zuletzt wurde sie mit dem Otto-Naegeli-Preis zur Förderung der medizinischen Forschung, einem der bedeutendsten Forschungspreise der Schweiz, ausgezeichnet.

Die Neurobiologin untersucht die Funktion und Entwicklung von Nervenzellnetzwerken, die unsere Bewegungsabläufe steuern. Gemeinsam mit ihrem Team zeigte sie, dass das motorische Nervensystem auf verschiedenen Ebenen aus funktionellen Untereinheiten besteht, die für ein perfektes Zusammenspiel von Nerven und Muskeln sorgen. So konnte sie aufklären, wie Nervenzellen präzise Bewegungen von Armen und Händen koordinieren. Regelmässig veröffentlicht Silvia Arber die Ergebnisse ihrer Forschungsgruppe in hochrangigen Fachzeitschriften. Mit ihrer Arbeit leistet die Schweizer Forscherin einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Mechanismen und organisatorischen Prinzipien, die der Entstehung und Funktion motorischer Nervennetzwerke zugrunde liegen.

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