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Wie das Wasser in der Landschaft bleibt

Blick auf ein trockenes Feld mit einem kleinen Rückhaltebecken, in dem sich Wasser sammelt. Steine befestigen den Zufluss am Hang.
Das Wetter wird extremer. Mit kleinräumigen und naturnahen Massnahmen wollen die Forschenden der Universität Basel der Trockenheit entgegenwirken (Bild: Universität Basel, Catherine Weyer).

Mit dem Klimawandel kommen längere Trockenperioden und stärkere Niederschläge auf die Schweiz zu. Im Projekt «Slow Water» untersuchen Forschende der Universität Basel, wie Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden kann, um trockene Phasen besser zu überbrücken.

09. Juli 2026 | Anna Uebelhart, Catherine Weyer

Blick auf ein trockenes Feld mit einem kleinen Rückhaltebecken, in dem sich Wasser sammelt. Steine befestigen den Zufluss am Hang.
Das Wetter wird extremer. Mit kleinräumigen und naturnahen Massnahmen wollen die Forschenden der Universität Basel der Trockenheit entgegenwirken (Bild: Universität Basel, Catherine Weyer).

Aufgerissene Erde, vertrocknetes Gras, leere Bäche: Der Juli 2026 hat kaum begonnen und schon ächzt die Natur unter der Trockenheit. «Im Moment ist das Wasser sehr knapp», bestätigt der Hydrogeologe Oliver Schilling.

Dabei haben sich die Niederschlagsmengen über das Jahr gesehen gar nicht unbedingt verändert: «Die saisonale Verteilung ist extremer geworden», sagt Schilling. Das führt dazu, dass es immer wieder zu Trockenperioden kommt – oder zu Überschwemmungen.

Wasser bleibt über längere Zeit verfügbar

Das Projekt «Slow Water» der Universität Basel setzt genau hier an: Die Forschenden Oliver Schilling, Paul Southard und Ruth Delzeit untersuchen kleinräumige, naturnahe Massnahmen, mit denen Wasser besser aufgefangen und in der Landschaft gespeichert werden kann. So bleibt es länger verfügbar, statt bei Starkregen rasch abzufliessen.

Drohnenaufnahme zeigt Kartografie von Gelände mit ausgegrabenen Teichbett.
Die Forschenden prüfen die Wirksamkeit der Massnahmen unter anderem mithilfe von Drohnenaufnahmen (Bild: Universität Basel, Paul Southard).

Die Massnahmen reichen von kleinen Rückhaltebecken über Gräben bis zu Versickerungskanälen und Keylines entlang von Hängen. Auch die landwirtschaftliche Praxis kann den Wasserrückhalt positiv beeinflussen. Wird der Boden schonend bearbeitet und sein Humusanteil erhöht, kann er mehr Wasser speichern. Solche Effekte zeigen sich jedoch nicht sofort. «Das kann Jahre dauern», sagt Schilling. Mit Drohnenaufnahmen und Sensoren messen die Forschenden die Wirkung direkt im Gelände.

Vorteile für Landwirtschaft und Bevölkerung

Am vom Bundesamt für Landwirtschaft sowie den Kantonen Basel-Landschaft und Luzern ko-finanzierten Ressourcenprojekt nehmen bereits über 110 landwirtschaftliche Betriebe teil. Hier zeigt sich auch, wo ein grosses Interesse für ein besseres Wassermanagement liegt: «Die Natur und die Landwirtschaft sind auf das Wasser angewiesen. Gleichzeitig leiden auch die Gemeinden, wenn das Wasser bei extremen Niederschlagsereignissen in die Dörfer fliesst», sagt Schilling.

Wenn Wasser länger in der Landschaft bleibt, profitiert nicht nur die Landwirtschaft. Es profitiert auch die Bevölkerung davon, wenn das Wasser regelmässig auf die Felder fliesst und nicht im Extremfall Keller und Gärten überschwemmt. Und da die Rückhaltemassnahmen des Slow Water Projekts generell naturnah und multifunktional sind, fördern sie zusätzlich auch die Biodiversität und Resilienz von Ökosystemen.

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