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Universität Basel

24. Mai 2016

Ehre für gute Lehre: Teaching Excellence Awards 2016 verliehen

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Teaching Excellence Awards 2016: Prof. Martina Baleva, Prof. Martin Guggisberg, Jacqueline Dubach, Prof. Jens Gaab, Daniela Steinebrunner, Prof. Markus Wild, Christine Mensch, Dr. Christine Zehrt-Liebendörfer. (Bild: Universität Basel, Oliver Hochstrasser)
Die Gewinnerinnen und Gewinner der Teaching Excellence Awards 2016: Prof. Martina Baleva, Prof. Martin Guggisberg, Jacqueline Dubach, Prof. Jens Gaab, Daniela Steinebrunner, Prof. Markus Wild, Christine Mensch, Dr. Christine Zehrt-Liebendörfer. (Bild: Universität Basel, Oliver Hochstrasser)

Mit einem Teaching Excellence Award hat die Universität Basel gestern Montag acht Preisträgerinnen und Preisträger geehrt, die sich durch herausragende Leistungen in der Lehre ausgezeichnet haben.

Die Teaching Excellence Awards wurden in fünf Kategorien verliehen, um das vielfältige Spektrum guter Lehre zum Ausdruck zu bringen. Für den neuen Lehrpreis der Universität Basel waren insgesamt rund 800 gültige Nominationen aus allen Fakultäten eingegangen, aus denen fünf Jurys die Gewinnerinnen und Gewinner ausgewählt haben. Die feierliche Verleihung der Awards fand am 23. Mai im Kollegienhaus statt.

Modern Scholarship

In der Kategorie «Modern Scholarship» – mit welcher der seit 2006 vergebene Credit Suisse Award for Best Teaching fortgeführt wird – wurden dieses Jahr zwei Awards verliehen, da der Preis im vergangenen Jahr ausgesetzt worden war. Die mit 10'000 Franken dotierte Auszeichnung ehrt Lehrende, welche die Studierenden für Forschung und Lehre begeistern. Sie ging an Prof. Markus Wild, Professor für Theoretische Philosophie, sowie an Prof. Martina Baleva, FAG-Stiftungs-Assistenzprofessorin für Kulturelle Topographien Osteuropas.

Die beiden Preisträger nehmen Studierende auf Augenhöhe wahr und vermitteln ihnen Leidenschaft für Wissenschaft. Ihnen sei es in herausragender Weise gelungen, so die Jury, sich und das Fach gesellschaftlich zu positionieren, in ihrer Lehre Welt und Wissenschaft zusammenzubringen, bei den Studierenden Verständnis für den wissenschaftlichen Diskurs zu wecken sowie klare und hohe Ansprüche an die Studierenden zu stellen und eine selbständige Weiterentwicklung anzustossen.

Top Aktuell

Die Kategorie «Top Aktuell» zeichnet Lehrende aus, die in ihren Lehrveranstaltungen den Studierenden die Begegnung mit aktuellen Forschungsprojekten ermöglichen. Gewonnen wurde sie von Prof. Martin Guggisberg, Professor für Klassische Archäologie, für seine Lehrveranstaltungen auf der Basis eines Ausgrabungsprojekts im süditalienischen Francavilla Marittima. Das Lehr- und Forschungsprojekt trägt zur Aufklärung der Auswirkungen von fast 3000 Jahre zurückliegenden Migrationen über das Mittelmeer auf die ansässige Bevölkerung bei und liefert damit ein historisches Beispiel, das mit Gewinn in die Diskussion um die gegenwärtige Migration im selben Raum einbezogen werden kann.

Guggisbergs Lehrkonzept basiert darauf, gleichzeitig Studierenden früher wie fortgeschrittener Semester in die jährlichen Grabungen mit einzubeziehen. Die Anwendung von naturwissenschaftlichen Technologien, die in der klassischen Archäologie nicht allgemein verbreitet sind, ermöglicht es den Studierenden, das Entstehen neuer Forschungsfelder unmittelbar zu erfahren ein Bewusstsein für Forschungslücken zu entwickeln. Dieser Teaching Excellence Award ist mit 8000 Franken dotiert.

Beste Grundlagenveranstaltung

Die Kategorie «Beste Grundlagenveranstaltung» hebt Lehrveranstaltungen hervor, die ein starkes Fundament für das weitere Studium legen. Gewonnen hat sie Dr. Christine Zehrt-Liebendörfer, Lehrbeauftragte am Fachbereich Mathematik. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 8000 Franken verbunden.

Christine Zehrt-Liebendörfer wurde von ihren Studierenden nominiert, weil sie ihnen die Angst vor diesem Fach nimmt. Mit ihrer klaren, freundlichen Art sowie dem Talent, Mathematik in einer Weise zu erklären, dass es auch wirklich jeder und jede versteht, mache sie dieses Fach zur Lieblingsvorlesung vieler zukünftiger Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, so die Begründung der Jury.

Lehrdogmenbrecher

Das Beschreiten neuer Wege belohnt der Award für «Lehrdogmenbrecher», die in ihren Lehrveranstaltungen innovative Wege gehen und den Studierenden neue Formen des Lernens ermöglichen. Diese mit 8000 Franken dotierte Auszeichnung ging an Studiendekan Prof. Jens Gaab, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Jens Gaab hat die Jury und vor allem seine Studierenden mit der «Dreiteilung der Lehre» in seinen Vorlesungen überzeugt. Dabei soll je ein Drittel des Unterrichtes vom Dozierenden, den Studierenden und durch Interaktion zustande kommen. Die so entstehende lebendige und offene Diskussionskultur wird von vielen Studierenden sehr geschätzt. Ausserdem empfanden die Studierenden das von Gaab angewandte Mind-Map-System für ausserordentlich anregend und hilfreich, mit dem er Primärliteratur, Bilder und Videos verknüpft.

Dienst an der Lehre

Der Award in der Kategorie «Dienst an der Lehre» wird zweimal ausgerichtet und zeichnet Personen aus, die im Hintergrund für gute Lehre sorgen. Die Gewinnerinnen des Awards und des Preisgelds von je 4000 Franken sind zum einen Christine Mensch, Studiengangkoordinatorin am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut sowie zum anderen Jacqueline Dubach und Daniela Steinebrunner vom Sekretariat des Fachbereichs Kunstgeschichte, die den Preis gemeinsam erhalten.

Die Preisträgerinnen tragen in ausserordentlicher Weise dazu bei, dass die vielfältigen Abläufe im Studium für die Studierenden effizient und unkompliziert zu bewältigen sind, und schaffen Rahmenbedingungen für ein positives Miteinander aller am Lehren und Lernen Beteiligten.


Weitere Auskünfte

  • Prof. Dr. Maarten J.F.M. Hoenen, Vizerektor Lehre & Entwicklung der Universität Basel, Tel. +41 61 267 28 32, E-Mail: maarten.hoenen@unibas.ch
  • Gerhild Tesak, Universität Basel, Hochschuldidaktik, Tel. +41 61 267 12 32, E-Mail: gerhild.tesak@unibas.ch
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