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Universität Basel

01. Oktober 2020

Regenz: Neue Scientific Advisory Boards – weniger Flugreisen

Sitzung der Regenz. (Bild: Universität Basel, Peter Schnetz)
Sitzung der Regenz. (Symbolbild, Regenz 2019: Universität Basel, Peter Schnetz)

Zwei Dutzend Regenzmitglieder waren im Bildungszentrum «Odelya» präsent, 34 Mitglieder schalteten sich online dazu: In der ersten hybrid durchgeführten Regenzsitzung wurde am Mittwochnachmittag über die Qualitätsentwicklung in der Forschung und die Reduktion von Flugmeilen diskutiert. Vorgestellt wurde zudem das überarbeitete Reglement zum Schutz der persönlichen Integrität.

Vizerektor Torsten Schwede präsentierte den Regenzmitgliedern die Massnahmen zur Qualitätsentwicklung in der Forschung. Mit der systematischen Einführung von wissenschaftlichen Beiräten («Scientific Advisory Boards», SABs) und regelmässigen «Standortgesprächen Forschung» möchte die Universität Basel die Departemente und Fakultäten in ihrer strategischen Entwicklung unterstützen. Als unabhängige externe Expertengremien mit hoher internationaler Reputation im jeweiligen Fachbereich sollen die Scientific Advisory Boards die Departemente hinsichtlich Ausrichtung, Forschungsleistungen und interner Organisation beraten.

In Form regelmässiger «Standortgespräche» zwischen der Departementsleitung, der Fakultät und dem Vizerektorat Forschung sollen konkrete Anliegen des Departements, der Fakultäten und der Universitätsleitung in Bezug auf die Entwicklung der Forschung thematisiert und konkrete Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Spitzenforschung vereinbart werden.

Bis Ende 2022 sollen die Einrichtung der Scientific Advisory Boards abgeschlossen und regelmässige Standortgespräche an allen Departementen etabliert sein. Das vom Vizerektorat Forschung vorgestellte Konzept wurde von den Regenzmitgliedern rege diskutiert. Die Vernehmlassung der gesamtuniversitären Qualitätsstrategie ist für nächste Regenzsitzung traktandiert.

Reduktion der flugbedingten Treibhausgas-Emissionen

Die Nachhaltigkeit ist in der Strategie 2022–2030 und dem Leitbild der Universität Basel fest verankert. Mit einem ambitionierten Vorgehen soll die Universität nun eine wichtige Vorbildrolle übernehmen. Die Reduktion der flugbedingten Treibhausgasemissionen ist einer der zentralen Hebel bei der Umsetzung der Nachhaltigkeits-Strategie. Dabei ist die Universität auf die Mitarbeit aller Angehörigen und Gliederungseinheiten angewiesen.

Die Fachstelle Nachhaltigkeit hat ein Massnahmenpaket zusammengestellt, mit dem die angestrebte Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent erreicht werden soll. Das Massnahmenpaket formuliert Empfehlungen, die den Fakultäten und Departementen bei der Umsetzung als Leitplanken zur Verfügung stehen. Die Universität Basel setzt dabei bewusst auf effektive Reduktion und verzichtet darauf, Kompensationen in die Berechnungen einzubeziehen.

Nach der zustimmenden Reaktion der Regenz ist es nun an den Geschäftsführenden der universitären Gliederungseinheiten, bis Ende April 2021 dezentralen Reduktionsmassnahmen zu erarbeiten und zu verabschieden. Damit kann bei der Umsetzung der ambitionierten Ziele auf die individuellen Bedürfnisse der Fächer eingegangen werden.

Die Fachstelle Nachhaltigkeit wird die Gliederungseinheiten dabei unterstützen und in Zukunft jährlich über die Umsetzung der Empfehlungen und die damit erreichten Reduktionen berichten. Ein erster Infoanlass zum Thema findet am Dienstag, 20. Oktober 2020 statt – mehr Informationen auf der Webseite less for more.

Reglement zum Schutz der persönlichen Integrität

In den vergangenen Monaten wurde das Reglement zum Schutz der persönlichen Integrität überarbeitet. Das aktuell gültige Reglement zum Schutz vor sexueller Belästigung wurde auf das Thema persönliche Integrität erweitert und mit den Themen Diskriminierung und Mobbing ergänzt. Die neuen Prozessabläufe bei Meldungen von persönlichen Integritätsverletzungen sowie die neue Funktion der Koordinationsstelle Persönliche Integrität wurden rechtlich definiert, zudem bietet das neue Reglement Erläuterungen zum Umgang mit Datenschutz. Die Regenzmitglieder brachten wertvolle Anregungen ein, die das Rektorat nun entsprechend in das Reglement einarbeiten wird.

Regenz erteilt Venia docendi

Die Regenz hat gestern Mittwoch elf Personen auf Antrag der Medizinischen, der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen, der Juristischen und der Theologischen Fakultät der Grad Dr. habil. und die Venia docendi erteilt. Die elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind damit befugt, den Titel einer Privatdozentin oder eines Privatdozenten zu führen.

Medizinische Fakultät
  • PD Dr. Jan Ebbing für Urologie
  • PD Dr. Henning Hachtel für Forensische Psychiatrie
  • PD Dr. Patricia Hafner für Neuropädiatrie
  • PD Dr. Margret Hund-Georgiadis für Neurologie (Umhabilitation)
  • PD Dr. Athina Papadopoulou für Neurologie
  • PD Dr. Ghislaine Traber für Ophthalmologie
Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • PD Dr. Christoph Klöffel für Theoretische Physik
  • PD Dr. Michael Stadler für Bioinformatik
  • PD Dr. Sergio Wittlin für Infektionsbiologie
Juristische Fakultät
  • PD Dr. Vanessa Rüegger für Verfassungsrecht, Verfassungstheorie, Verwaltungsrecht und internationalen Menschenrechtsschutz
Theologische Fakultät
  • PD Dr. Stefan Berg für Systematische Theologie
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