Workshop: Theologie
Montag, 29. Juni 2026
14.00 - 17.00 Uhr
Theologische Fakultät
Nadelberg 10
4051 Basel
Grosser Seminarraum E002, EG
Apokalypse oder Apfelbäumchen?
Entdecke Hoffnungsvolles in religiösen Endzeitvorstellungen
In diesem Workshop tauchst Du ein in eines der spannendsten und zugleich aktuellsten Themen der Menschheitsgeschichte: Die Frage nach dem Ende der Welt. Gemeinsam mit einer Kirchenhistorikerin und einem Ethiker gehst Du auf Spurensuche zwischen antiken Katastrophenszenarien und modernen Krisen.
Dabei schlüpfst Du selbst in die Rolle von Forschenden:
- Der Blick zurück:
Warum malten sich Menschen schon vor 2'000 Jahren das Ende der Welt aus? Wir analysieren gemeinsam faszinierende Bilder und Texte der Geschichte, um zu verstehen, was die „Apokalypse“ ursprünglich wirklich bedeutete. - Der Blick nach vorn:
Was lösen diese Vorstellungen heute in uns aus? In einer Zeit von Klimakrise und Umbrüchen fragen wir: Machen uns diese Erzählungen Angst oder geben sie uns eine Sprache für die Hoffnung? - Selbst aktiv werden:
Wie das sprichwörtliche „Apfelbäumchen“ (das man trotz großer Probleme in der Welt pflanzt), entwerfen wir im Workshop eigene, kreative Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit.
Was passiert, wenn eine Gesellschaft den Glauben an die Zukunft verliert?
Wie können alte religiöse Bilder uns heute helfen, handlungsfähig zu bleiben?
Diesen und anderen Fragen wirst Du während dieses Workshops nachgehen und dabei herausfinden, wie Theologie Geschichte und Gegenwart verbindet.
Referent*innen
Carla Weis
Ich promoviere an der Theologischen Fakultät der Universität Basel im Fach Christentumsgeschichte. Als Kirchenhistorikerin stelle ich mir die Frage, welche verschiedenen Ausdrucksformen das Christentum in seiner Geschichte gefunden hat – und auch, was das alles mit mir zu tun haben könnte. In 2.000 Jahren ist natürlich viel passiert, weswegen es in diesem Fach immer spannend bleibt.
Ruben Cadonau
Leben wir in der Endzeit oder am Vorabend einer neuen Welt? In einer Zeit von Krisen und Umbrüchen forscht Ruben Cadonau am Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik dazu, wie wir mit der Ungewissheit der Geschichte umgehen.
Seit 2023 unterrichtet er Ethik an der Universität Basel und zeigt, dass Theologie keine verstaubte Wissenschaft ist, sondern uns hilft, heute handlungsfähig zu bleiben. In seinem Workshop „Apokalypse oder Apfelbäumchen?“ geht er mit euch der Frage nach, warum religiöse Endzeitbilder nicht nur Angst machen, sondern auch ungeahnte Hoffnung und Kreativität freisetzen können. Für ihn ist die wissenschaftliche Theologie ein Werkzeug, um die Welt nicht nur zu verstehen, sondern sie – trotz allem – schöpferisch mitzugestalten.