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Universität Basel

Sechs weitere SNSF Starting Grants für die Universität Basel

SNF-Logo vor der Basler Skyline

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) vergibt sechs weitere SNSF Starting Grants an die Universität Basel. Die Projekte stammen aus den Bereichen Biomedizin, Chemie, Umweltwissenschaften, Geschichte und Urban Studies.

30. November 2023

Mit den SNSF Starting Grants unterstützt der SNF herausragende junge Forschende in der Schweiz und ermöglicht ihnen, ein eigenes Forschungsprojekt mit einem eigenen Team zu leiten. Die Grants sind mit einer Ernennung zum Assistenzprofessor oder zur Assistenzprofessorin verbunden, wo dies nicht bereits der Fall ist.

Die SNSF Starting Grants sind eine Übergangsmassnahme, die der SNF im Auftrag des Bundes lancierte, weil die Schweiz beim europäischen Forschungsprogramm «Horizon Europe» weiterhin als nicht-assoziierter Drittstaat gilt, und Forschende in der Schweiz daher beim ERC Starting Grant nicht eingabeberechtigt sind.

2023 bewilligte der SNF insgesamt 67 Projekte, sechs davon werden an die Universität Basel umgesetzt. Die erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten vom SNF einen Beitrag von 1,7 Mio. bis 1,8 Mio. Franken über eine Dauer von fünf Jahren.

  • Dr. Jean-Christophe Beltra will einen Beitrag zur Verbesserung von Immuntherapien in der Krebsbehandlung leisten. Dazu will er neue Strategien zur Verjüngung erschöpfter T-Zellen erforschen. Nach seinem Studium in Frankreich und dem Doktorat in Immunologie in Kanada forscht er derzeit als Postdoc an der University of Pennsylvania. Sein Projekt am Department Biomedizin der Universität Basel nimmt er ab 1. Januar 2024 in Angriff.
  • Prof. Dr. Jonathan De Roo ist seit 2019 Assistenzprofessor mit Tenure Track am Departement Chemie der Universität Basel. Davor forschte er an der Columbia University und an der Universität Gent. Ziel seines «SNSF Starting Grant»Projekts ist es, recycelbare Schwämme mit programmierbaren Strukturen aus Metall-Oxo-Clustern zu entwickeln. Diese Schwämme finden Anwendungen als Katalysatoren, beispielsweise in der Herstellung von Arzneimitteln oder bei der Wasserreinigung.
  • Dr. Karen Dixon wechselte 2022 ans Departement Biomedizin der Universität Basel und begann ihre eigene Forschung. Nach ihrer Ausbildung zur Immunologin in Irland und den Niederlanden forschte sie als Postdoc in den USA an der Harvard Medical School und am Broad Institute. Ihre Forschungsgruppe untersucht das Zusammenspiel von Nerven- und Immunzellen in der Mikroumgebung von Tumoren. In ihrem «SNSF Starting Grant»-Projekt erforscht sie, wie sich neuronale Schwachstellen solider Tumore ausnutzen lassen. Die Erkenntnisse sollen neue Möglichkeiten für die Krebstherapie eröffnen.
  • Prof. Dr. Nemiah Ladd ist seit 2021 Assistenzprofessorin für organische Geochemie am Departement Umweltwissenschaften der Universität Basel. Sie studierte und forschte in den USA, weitere Stationen waren in Tschechien, an der ETH Zürich, bei der Eawag und zuletzt an der Universität Freiburg (D). Ihr Projekt nimmt die Auswirkungen anhaltender Trockenheit auf die organische Bodensubstanz und den mikrobiellen Stoffwechsel in den Wäldern Mitteleuropas in den Blick. Durch den Klimawandel dürften Trockenperioden in Zukunft häufiger und länger werden, was sich auf die Menge an Kohlenstoff auswirken wird, die in Böden gespeichert werden kann.
  • Dr. Marie Muschalek studierte in Hamburg und Paris (Institut d’Etudes Politiques) und promovierte in den USA (Cornell University in Ithaca). Aktuell forscht sie an der Universität Konstanz. Per 1. Januar 2024 wechselt sie nach Basel ans Departement Geschichte. Ihr Projekt widmet sich den Praktiken, mit denen im 19. Jahrhundert Naturgeschichte betrieben wurde: Man tötete Tiere, um sie zu untersuchen und zu bewahren. Muschalek kombiniert dabei historische, anthropologische, kunst- und materialwissenschaftliche Ansätze.
  • PD Dr. Julie Ren forscht und lehrt derzeit am Geographischen Institut der Universität Zürich. Davor war sie als Postdoktorandin unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der London School of Economics tätig. Mit ihrem Projekt im Fachbereich Urban Studies am Departement Gesellschaftswissenschaften der Universität Basel möchte sie ästhetische Formen von Trotzhandlungen von Stadtbewohnerinnen und -bewohnern untersuchen, die sich gegen vermeintliche Unausweichlichkeiten wehren. Basierend darauf entwickelt sie das Konzept des «aspirational urbanism» mit Fokus auf Hongkong und Taipei.
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