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Universität Basel

28. Januar 2016

Weltenreise 2016: Infiziert! Viren, Bakterien und Parasiten.

Sie sind Treiber der Evolution, sie sind wichtig für unsere Gesundheit, sie sind die Ursache von Epidemien und Krankheiten – sie sind ständig in und um uns. Fünf Forschende der Universität Basel laden die interessierte Öffentlichkeit in die Parallelwelt der Viren, Bakterien und Parasiten ein. Die Weltenreise findet am 3. Februar in Liestal und am 4. Februar in Basel statt.

Mit fünf Vorträgen vermitteln Forscher der Universität Basel ganz unterschiedliche Einblicke in die Welt der Treiber von Gesundheit und Krankheit:

Tuberkulose: eine vergessene Bedrohung

Weltweit gibt es keine andere Infektionskrankheit, die mehr Menschen getötet hat als die sogenannte Schwindsucht. Noch heute ist Tuberkulose, zusammen mit Malaria und HIV/Aids, eine der grössten globalen Krankheitslasten. Die auf Antibiotika basierenden Therapien sind aufwändig und die Bakterien trickreich im Entwickeln von Abwehrmechanismen und Resistenzen. Prof. Sebastien Gagneux vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) zeigt im ersten Vortrag des Abends auf, wie sich Mensch und Tuberkulose-Bakterium seit tausenden von Jahren zusammen entwickelt haben.

Antibiotikaresistenzen: ein weltweites Problem

Dr. Marc Gitzinger von BioVersys, einem Spin-off der ETH Zürich, beschäftigt sich in seiner Forschung mit genau diesen Antibiotikaresistenzen. Das weltweite Problem beschränkt sich nicht nur auf Tuberkulose, sondern ist auch bei vielen anderen Infekten zu beobachten. Gitzinger und sein Team entwickeln deshalb eine Technologie, mit der die Resistenzbildung von Bakterien bekämpft werden soll. Am Beispiel seines Spin-offs zeigt der Forscher aber auch Einblicke in die Welt der Jungunternehmer.

Der Mensch und sein Mikrobiom: Wieviel Mensch ist eigentlich Mensch?

Prof. Urs Jenal vom Biozentrum der Universität Basel beschäftigt sich mit der Vielfalt der Keime, die in und auf uns leben. Unsichtbar sind sie Teil unserer Existenz, denn wir tragen mehr Keime auf uns, als die Gesamtzahl all unserer Zellen im Körper. Dieses so genannte Mikrobiom hat in den letzten fünf Jahren die Wissenschaft beflügelt: Ernährung, Immunsystem, Evolution, Vererbung und Krankheit – Bakterien spielen überall eine zentrale Rolle.

Der Parasit: unser treuer Begleiter

Parasiten und andere Mikroorganismen begleiten die Menschheit schon seit jeher durch die Geschichte. Prof. Pascal Mäser vom Swiss TPH zeigt auf, wie parasitologische Befunde den Archäologen bei der Datierung von Schlüsselereignissen helfen können und wie die Parasiten ihrerseits die Weltgeschichte beeinflusst haben. An zahlreichen Beispielen demonstriert Mäser, wie die Menschheit bei der Besiedlung des Planeten von einer Vielzahl an sowohl gutartigen als auch pathogenen Mikroorganismen treu begleitet wurde.

Neue Infektionskrankheiten: Eine ständige Herausforderung

Virusinfektionen wie HIV, SARS, Ebola oder die jährlich wiederkehrende Grippe stellen regional und vielfach auch weltweit eine grosse Herausforderung dar. Prof. Manuel Battegay, Chefarzt der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Basel widmet sich in seiner Forschung diesen neuen und durch Viren oder Bakterien verursachten Infektionskrankheiten.

Auftrittsorte und Datum:

  • Mittwoch, 3. Februar 2016, Museum BL, Foyer, Liestal, Vorverkauf und Abendkasse, Beginn: 19.30 Uhr, Vorverkauf: Museum BL, CHF 10.-/5.-, Tel. 061 552 59 86, Mo geschlossen
  • Donnerstag, 4. Februar 2016, Stadtcasino Basel, Hans-Huber-Saal, Vorverkauf und Abendkasse, Beginn: 19.30 Uhr, Vorverkauf: Stadtcasino, CHF 10.-/5.-, Tel. 061 273 73 73, E-Mail: tickets@konzertgesellschaft.ch

Weitere Auskünfte 

Hans Syfrig Fongione, Rektorat, Petersgraben 35, 4051 Basel, Tel. 061 267 30 16, E-Mail: hans.syfrig@unibas.ch

Die Weltenreise

2011 startete die Universität Basel unter dem Titel «Weltenreise» eine neue Veranstaltungsreihe, die den Dialog mit einem Publikum ausserhalb der Universität sucht und in der Darstellung und Vermittlung von Wissenschaft neue Wege gehen will. Dozierende verschiedener Disziplinen der Universität Basel nehmen das Publikum mit auf eine «Reise» und bieten ihm zu einem gemeinsamen Thema einen spannenden und fächerübergreifenden Einblick in die aktuelle Forschung und in einer verständlichen Sprache. Die Weltenreise 2016 wird von Esther Keller moderiert.

Weiterführende Informationen
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