x
Loading
+ -

Universität Basel

29. Juli 2021

Berufung zum auswärtigen wissenschaftlichen Mitglied des Max-Planck-Instituts Halle

Das Max-Planck-Institut Halle beruft Prof. Dr. Daniel Loss vom Departement Physik der Universität Basel als neues auswärtiges wissenschaftliches Mitglied.

Porträtbild von Prof. Dr. Daniel Loss
Prof. Dr. Daniel Loss. (Foto: Universität Basel)

Daniel Loss ist seit 1996 ordentlicher Professor für theoretische Festkörperphysik an der Universität Basel. Er gehört zu den anerkanntesten Physikern weltweit, insbesondere für die Entwicklung des Konzepts, den Eigendrehimpuls (Spin) von Elektronen in einem Quantenpunkt als kleinste Speichereinheit und damit als Quantenbit (Qubit) zu gebrauchen.

Bereits 1998 entwickelte er zusammen mit David DiVincenzo die Theorie zur Entwicklung des Loss-DiVincenzo-Quantencomputers, auf die sich seither viele Forschungsteams weltweit stützen.

Für seine Forschung erhielt Loss bereits mehrere Auszeichnungen. Zu seiner Berufung durch das Max-Planck-Instituts (MPI) sagt er: «Ich freue mich sehr, dem MPI Halle als externes wissenschaftliches Mitglied beizutreten. Es ist nicht nur eine ausserordentliche Ehre für mich, Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft, einer der renommiertesten Gelehrtengesellschaften weltweit, zu werden, sondern auch eine grossartige Gelegenheit, meine Forschung an einem so herausragenden Institut fortzusetzen.» Es ermögliche ihm, neue Wege in der Physik der kondensierten Materie zu entdecken und zu begehen. Gemeinsam mit Prof. Stuart Parkin will Loss den topologischen Quantenmagnetismus und das Quantum Computing zusammenbringen, «nicht nur in der Theorie, sondern auch im Experiment».

Diese Meldung beruht auf jener des Max-Planck-Instituts Halle

Zur Person

Daniel Loss promovierte und forschte in den 1980er Jahren an der Universität Zürich, bevor es ihn für Forschungsaufenthalte zunächst an die University of Illinois, Urbana, dann ans IBM Research Center, New York, zog. Es folgte 1993 eine Assistenzprofessur an der Simon Fraser University in Vancouver, Kanada, bevor er 1996 als ordentlicher Professor an die Universität Basel berufen wurde. Unter anderem hatte er hier die Co-Leitung des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Nanowissenschaften» inne, ist Direktor des Center for Quantum Computing and Quantum Coherence (QC2) in Basel, Co-Direktor des Swiss Nanoscience Institut, sowie Co-Direktor des Nationalen Schwerpunkts NCCR SPIN.

Für seine Forschung erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen, wie beispielsweise den Humboldt Forschungspreis (2005), den Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist (2010), die Blaise-Pascal-Medaille für Physik der European Academy of Sciences (2014) und den König-Faisal-Preis 2017 in der Sparte Wissenschaft. Zudem ist er Fellow der American Physical Society sowie Mitglied der Europäischen Akademien der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

nach oben