x
Loading
+ -

Universität Basel

Medienwissenschaft Abschluss: Master

Medienwissenschaft

Kompetent in Sachen Medien und ihrer Erforschung

Medienwissenschaft untersucht die Struktur und den Wandel der Medien in historischer wie systematischer Perspektive. Ihr Gegenstandsbereich umfasst die frühesten Formen der Schrift über den Buchdruck, die Photographie, Film, Radio und Fernsehen bis zum digitalen Medienverbund unserer Informationsgesellschaft. Im Fokus stehen der damit verbundene Wandel kultureller Formen von Wahrnehmung und Wissen, von sozialen Rollen und Medienhandlungsmustern sowie ästhetischen Darstellungsweisen. Auf Masterstufe werden entsprechende Kenntnisse in kulturwissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive erweitert und Techniken des fortgeschrittenen wissenschaftlichen Arbeitens innerhalb von konkreten Forschungsprojekten erlernt. Exemplarische Themenfelder hierbei sind das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen, Medienkulturanalysen von Social Network Sites oder die Ästhetik digitaler Bildwelten. 

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Das Profil der Basler Medienwissenschaft ist durch die Verbindung des kulturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Horizonts in der Schweiz einzigartig. Medien werden als grundlegende Kulturtechniken und in ihrer Funktion als Massenmedien, besonders in der Populärkultur, unter­sucht. Aber auch die Dynamik des ökonomischen, politischen und rechtlichen Wandels der Mediengesellschaft wird analysiert. Das Seminar für Medienwissenschaft gliedert sich dabei in vier Bereiche:

  • Grundlagentheorien der Medien (GTM): Das Modul vermittelt eine theoretische und historische Perspektive auf mediale, kulturelle, erkenntnistheoretische und wissensgeschichtliche Prozesse und Ereignisse, die mit kulturwissenschaftlichen Instrumentarien und Methoden analysiert werden. Exemplarische Themenfelder sind u.a. Medienumbrüche und Epochenwandel, Einzelmedien und ihre intermedialen Kontexte, Kulturtheorien der audiovisuellen Massenmedien oder Fragen der Digitalisierung von Information und Kommunikation.
  • Medien, Kommunikation und Gesellschaft (MKG): Das Modul beleuchtet soziale, ökonomische, rechtliche und politische Fragen, Probleme und Entwicklungen im Licht der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie der Soziologie. Dazu gehören u.a. Medienkulturanalysen, Publikums- und Rezeptionsforschung, Digital Media Studies oder Medienökonomie und Medienrecht. Forschungsschwerpunkte in Basel sind Populärkultur (z.B. Reality TV), Bilder im Netz sowie Jugendmedienschutz und Medienkompetenzförderung.
  • Medienästhetik: Das Modul widmet sich einer Wahrnehmungsgeschichte unter Medienbedingungen. Besondere Schwerpunkte sind Filmästhetik und Kinowahrnehmung in Theorie und Geschichte, die Ästhetik der Fotografie, die elektronischen Künste sowie Radiogeschichte und Sound Studies. Überdies werden theoretische Fragen medial begründeter Wahrnehmungsmodelle, erkenntnistheoretische Probleme der Medientheorie sowie Fragen und Theorien des Dispositivs (im Sinne Foucaults) verhandelt.
  • Medientechnologien: Untersucht wird die Struktur und Funktionsweise der technischen Medien von innen her sowie aus wissenschaftshistorischer Sicht. Der Bereich orientiert sich an einer wissenschafts- und technikhistorischen Medienwissenschaft. Exemplarische Gegenstandsbereiche sind u.a. analoge und digitale Medien, Kulturtechniken wie Text, Ton, Bild, Revolutionen der Telekommunikation oder digitale Bildgebungsverfahren.

Auf Masterstufe vertiefen die Studierenden zunächst ihre Kenntnisse in den drei Modulen GTM, MKG und Ästhetik. Im anschliessenden Modul Forschungsorientiertes Studium steht die Mitarbeit an konkreten Forschungsprojekten im Zentrum. Die Studierenden gewinnen Einblicke in die Planung, Durchführung und Auswertung grösserer Forschungsvorhaben und werden so an die Techniken des fortgeschrittenen wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt, wobei quantitative wie qualitative Methoden zur Anwendung kommen.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor und umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zusätzlich zur Medienwissenschaft ein davon unabhängiges Studienfach. Beide werden zu je 35 KP studiert. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major
aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Als zweites Masterstudienfach kommt ein Fach der Philosophisch-Historischen Fakultät als auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.

Der komplementäre Bereich steht allen Studierenden zur freien Verfügung. Er dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen), der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Berufsmöglichkeiten

Die im Studium erworbenen Kompetenzen befähigen für schöpferische, kommunikative und organisatorische Tätigkeiten in den Massenmedien, im Kulturbereich wie auch in der Unternehmenskommunikation (PR). Private und öffentliche Arbeitgeber, Schulen und Hochschulen, Museen, Theater, Film und Neue Medien eröffnen das vielgestaltige Berufsfeld, für die das Masterstudium der Medienwissenschaft qualifiziert. Ein abgeschlossenes Masterstudium ist ausserdem Voraussetzung für die Promotion und andere Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung.

Das richtige Studium gefunden?

nach oben