Sustainability Week 2026: Globale Klimapolitik und lokale Initiativen
Vom Repair Kafi bis zur Elektroschrottparty: Am 9. März startet die Nachhaltigkeitswoche der Universität Basel. Die von der Studierendenorganisation UNISSA organisierte Woche verbindet Praxis, Diskussion und Begegnung – und macht Nachhaltigkeit konkret erlebbar.
03. März 2026 | Marlene Schulze
Dieses Jahr steht die Nachhaltigkeitswoche unter dem Motto Vielfalt: «Wir haben bewusst keinen einzelnen Schwerpunkt gewählt, sondern möchten so breit wie möglich auf das Thema eingehen», erklären die Studentinnen Fiona Müller und Yasmin Malard, die das Organisationsteam leiten. Ob Repaircafé, Veloflicken-Workshops oder ein Stadtrundgang durch Basels nachhaltige Läden – das Programm setzt insbesondere auf praktische Weiterbildung und zeigt, wie einfach es sein kann, im Alltag nachhaltiger zu handeln.
«Es war uns wichtig, die Abwechslung vom akademischen Alltag zu fördern und handlungsorientiert ins Spiel zu kommen», betont Yasmin Malard. Das Team freut sich schon auf den Auftakt der Nachhaltigkeitswoche: «Besonders cool finde ich unseren Startevent: ein Smoothiebike. An diesem ist ein Mixer angebracht, der durchs Treten aktiviert wird und aus geretteten Früchten Smoothies macht.»
Gemeinsam nachhaltig: Elektroschrottparty, Clothing Swap & mehr
Nachhaltigkeit lebt vom Miteinander – und das spiegelt sich im Programm wider. Ein Highlight ist die Elektroschrottparty am Donnerstag: «Der Eintritt ist ein Stück Elektroschrott», erklärt Fiona Müller begeistert. Vor der Party findet gemeinsam mit der Firma SENS, die auch die Verwertung übernimmt, ein Workshop statt. Darin wird über die Wiederverwertung von Ressourcen im Elektroschrott informiert.
Aber nicht nur dort wird Nachhaltigkeit und sozialer Austausch verbunden: am Donnerstag findet ein Workshop zum Umgang mit Klimaangst statt und am Freitag ein Clothing Swap. Und wer sich für Film und Diskussion interessiert, kann beim Klimakrimi «Trop Chaud» zum bahnbrechenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu den KlimaSeniorinnen mitfiebern.
Globale Perspektiven
Für Wissbegierige gibt es unter anderem Vorträge zu Ressourcennutzung, Klimapolitik und nachhaltigen Treibstoffen. Durch die Zusammenarbeit in den grenzüberschreitenden Universitätsallianzen Eucor und EPICUR konnten wissenschaftliche Beiträge zur geopolitischen Perspektive auf Nachhaltigkeit gewonnen werden: Expertinnen und Experten, darunter Prof. Tomasz Brańka (Ressourcenkonflikte in Grönland), Prof. Jarosław Jańcza (Energiepolitik im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Polen) geben Einblicke in globale Herausforderungen. Und Dr. Iljana Schubert und Dr. Adam Hearn von der Universität Basel werden über ihre Forschung zur Nachhaltigkeit von Flugtreibstoffen in der Schweiz berichten.
Engagement für Nachhaltigkeit
Möglich gemacht werden die Aktivitäten der Nachhaltigkeitswoche durch das freiwillige Engagement der Studierenden, die den Event seit Sommer 2025 im Rahmen des studentischen Vereins «United for Sustainable Student Action» (UNISSA). Unterstützt werden sie dabei von der Fachstelle für Nachhaltigkeit, dem Eucor-EPICUR-Team und den Campus Services der Universität; die IWB hilft finanziell im Rahmen ihrer Projektförderung Nachhaltigkeit. «Zu sehen, wie viele Leute es braucht, um so ein grosses Programm auf die Beine zu stellen, und als Komitee das Projekt zentral zu begleiten, war total beeindruckend», resümiert Fiona Müller.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos und öffentlich zugänglich. Sie finden auf Deutsch oder Englisch statt. Das vollständige Programm und Informationen zur Anmeldung finden sich auf der Website zur Sustainability Week Basel 2026.