Gedenktafel für Carl Gustav Jung im Kollegienhaus
Anlässlich eines Symposiums zu Carl Gustav Jungs Basler Jahren wurde am vergangenen Samstag im Kollegienhaus eine Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an den Frühsommer 1944, als der berühmte Psychologe in den Hörsälen 119 und 120 des Kollegienhauses Vorlesungen zur Medizinischen Psychologie und zu Methoden der Psychotherapie hielt.
03. März 2026
Carl Gustav (C.G.) Jung, geboren 1875, war nicht nur ein Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie, er hatte auch einen starken Bezug zur Universität Basel: Hier studierte er Medizin und legte den Grundstein für sein späteres wissenschaftliches und theoretisches Werk, das die Psychologie nachhaltig geprägt hat.
1944, knapp siebzigjährig, wurde Carl Gustav Jung von der Universität Basel als Professor für medizinische Psychologie berufen – ein Zeichen der Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen und seines theoretischen Innovationsgeistes.
Professor Christian Roesler, der an der Universität Basel zu C.G. Jungs Analytische Psychologie lehrt, hatte im vergangenen Herbst angeregt, den berühmten Psychologen zu ehren. Unterstützt vom ehemaligen Universitätsratspräsidenten Dr. Rolf Soiron hat die Universität Basel die Initiative aufgegriffen und zusammen mit dem Staatsarchiv Basel-Stadt geklärt, in welchen Hörsälen C.G. Jung unterrichtete. Die am Samstag enthüllte Gedenktafel wird in den nächsten Tagen im ersten Obergeschoss des Kollegienhauses vor dem Hörsaal 119 angebracht.