Gerne laden wir Sie hiermit herzlich ein zur interdisziplinären, internationalen Konferenz «Hinterm Horizont geht’s weiter» – Zu Nutzen und Nachteil hoffnungsvoller Denkformationen, die vom 29. bis 31. Oktober 2026 vom Karl Barth-Zentrum für reformierte Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Basel veranstaltet wird.
Angesichts einer bekanntlich von vielen Krisen und Unsicherheiten geprägten Gegenwart und ihren projizierten Zukunftshorizonte sondiert die Konferenz Möglichkeiten einer Transzendierung solcher Horizonte. Wie und inwiefern könnte es – mit der bekannten Songzeile von Udo Lindenberg zu reden – ‘hinterm Horizont weitergehen’?
Traditionell sind solche Blicke hinter die gesellschaftlichen Horizonte und die Suche nach Hoffnungszeichen Sache von Religion und Theologie, insbesondere deren prophetischer Abteilung. Allerdings wusste schon die Bibel um die Ambivalenz und Gefahren positiver Zukunftsverheissungen. Allzu oft erwiesen sie sich im Nachhinein als «Lügenprophetie».
Die Theologie sollte also ein gewisses Rüstzeug zur Unterscheidung der Geister auf diesem Gebiet mitbringen. Zugleich tut sie gewiss gut daran, sich solcher Hoffnung und ihren Ambivalenzen in einer interdisziplinärer Perspektive zu widmen. Das soll in dieser Konferenz geschehen.
Referierende aus Theologie, Literaturwissenschaft, Ethik, Soziologie, Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft fragen nach Chancen und Risiken hoffnungsvoller Denkformationen und kommen dazu miteinander ins Gespräch. Inhaltlich geht es unter anderem um Karl Barths Theologie der Verheissung, literarische und spirituelle Formen der Hoffnung, künstliche Intelligenz als Zukunftsvision, postwachstumsgesellschaftliche Entwürfe, Auswege aus der Klimakrise sowie die Chancen einer konvivialistischen Demokratie im Zeichen gegenwärtiger autoritärer Herausforderungen.
Die Referierenden sind Georg Pfleiderer, Margit Ernst-Habib, Caroline Rosenthal, Claus-Dieter Osthövener, Bernice Elger, Thomas Schlag, Tilman Reitz, Thorsten Meireis, Volker M. Heins und Andrea Bieler. Ergänzt wird es durch die Keynotes des Theologen Johannes Hoff zu Freundschaft, Konvivialität und Gottvertrauen im Technozän sowie der Historikerin Annette Kehnel zur Hoffnung angesichts der drohenden Klimakrise.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus dem Flyer.
Anmeldung:
Per E-Mail gerne bis 15. Oktober 2026 an tagungzukunft-theo@unibas.ch
Kontakt und Organisation:
Miriam Rose (miriam.rose@unibas.ch)
Georg Pfleiderer (georg.pfleiderer@unibas.ch)