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Universität Basel

Vorderasiatische Altertumswissenschaft Abschluss: Master

Die Vorderasiatische Altertumswissenschaft versteht sich als eine historische Kulturwissenschaft, die die politische, die Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte des Alten Orients vom Beginn der frühen Hochkulturen im 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum Einbruch des Islam zum Gegenstand hat. Ihre Forschung stützt sich auf die materielle Hinterlassenschaft und die textliche Überlieferung des Alten Vorderen Orients. Geographisch gesehen fallen die Gebiete zwischen Mittelmeer und Indus und vom Eurasischen Steppengürtel bis zum Indischen Ozean, Persischen Golf und Roten Meer in ihre Zuständigkeit. Die Auswertung der archäologischen und sprachlichen Denkmäler ermöglicht die Rekonstruktion historischer Sachverhalte und der Lebenswelten in den unterschiedlichen Epochen und Regionen.

Vorderasiatische Altertumswissenschaft

Schwerpunkt der Lehre und Forschung

Innerhalb dieses Zeitraums legt die Vorderasiatische Altertumswissenschaft an der Universität Basel einen Schwerpunkt auf die Spätzeit des Alten Orients (6. Jh. v. Chr. bis 7. Jh. n. Chr.), eine Epoche, in der durch die Grossreichsbildungen der Achämeniden, Arsakiden und Sasaniden die kulturellen Kontakte Vorderasiens sowohl mit dem Mittelmeerraum und Ägypten als auch mit weiten Regionen Zentralasiens besonders intensiv waren. Kenntnisse der Geschichte und Kultur Altvorderasiens und der materiellen Überlieferung, der fachspezifischen Methodik und für das Fach notwendiger Sprachen (z.B. Akkadisch und Aramäisch) werden grundsätzlich gleich gewichtet und unterrichtet.

Sprachkenntnisse

Für das Masterstudium in Vorderasiatischer Altertumswissenschaft sind Latein-, Griechisch- oder Hebräischkenntnisse erforderlich.

Studierende, die über keine hinreichenden Lateinkenntnisse verfügen, können diese im Rahmen des Latinum-Jahreskurses oder im Rahmen der kostenpflichtigen Latein-Sommerschule erwerben. Beide Kurse werden mit 12 KP im Komplementären Bereich validiert.

Studierende, die nicht über hinreichende Griechischkenntnisse verfügen, können diese im Rahmen des Graecum-Jahreskurses erwerben. Der Kurs wird mit 12 KP im Komplementären Bereich validiert.

Studierende, die nicht über hinreichende Hebräischkenntnisse verfügen, können diese im Rahmen des Jahreskurses Biblisch-Hebräisch der Theologischen Fakultät erwerben. Der Kurs wird mit 7 KP im Komplementären Bereich validiert.

Für das Studium sind Sprachkenntnisse in einer weiteren für die Vorderasiatische Altertumswissenschaften relevanten Sprache (Ägyptisch, Akkadisch, Klassisches Arabisch, Aramäisch, Avestisch, Elamisch, Hethitisch, Hurritisch, Mittelpersisch, Parthisch, Sumerisch, Ugaritisch, Urartäisch) erforderlich.

Studienaufbau

Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Vorderasiatische Altertumswissenschaft) zu je 35 Kreditpunkten. Das Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major
aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Vorderasiatische Altertumswissenschaft wird auf Masterstufe in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z.B. Englisch, Philosophie, Medienwissenschaften, Geschichte u.v.a.m.) auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage (wie z. B. Geographie, Informatik, Rechtswissenschaft oder Theologie), siehe www.philhist.unibas.ch/studium. Durch die ausserordentliche Weite des behandelten geographischen Raumes und die grosse zeitliche Erstreckung der Epochen berührt sich das Fach mehr oder minder intensiv mit jeder anderen der altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Aus diesem Grunde ist jedes der Fächer sinnvoll mit der Vorder­asiatischen Altertumswissenschaft zu verbinden. Bestimmte Kombinationen (wie etwa Informatik, Ethnologie oder Medienwissenschaft) können sich im Hinblick auf berufliche Ziele als sinnvoll erweisen.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Vorderasiatische Altertumswissenschaft zum Major, wenn im Studienfach Vorderasiatische Altertumswissenschaft auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP; Komplementärbereich: 20 KP). Wird im anderen Studienfach die Masterarbeit geschrieben, ist die Vorderasiatische Altertumswissenschaft der Minor (Minor Vorderasiatische Altertumswissenschaft: 35 KP; Major: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Komplementärbereich: 20 KP).

Der Komplementäre Bereich steht allen Studierenden unabhängig von ihrem Studienfach oder -gang zusätzlich zur freien Verfügung. Mit welchen Veran­staltungen sie diese KP erwerben, bleibt ihnen überlassen. Der Komplementäre Bereich dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen) und/oder der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Berufsmöglichkeiten

Der primäre Arbeitsmarkt für Absolvent/innen des Masterstudienfachs Vorderasiatische Altertumswissenschaft liegt in akademischer Tätigkeit in Lehre und Forschung sowie in der Arbeit an Forschungsinstitutionen im Ausland und im Museumsbereich. Ein weiteres Berufsfeld liegt in den Bereichen Wissenschaftsverwaltung, Kulturarbeit und Publizistik, im Bibliotheks- und Verlagswesen und in Erwachsenenbildung und Freizeitindustrie. In allen diesen Bereichen kann die erworbene fachspezifische Ausbildung im Vordergrund stehen, muss dies aber nicht unbedingt.

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