Öffentliche Vernissage der Ausstellung über den Architekten Hannes Meyer und seinen Wettbewerbsbeitrag für den Bau der Basler Petersschule
(Plankopie: ETH Zürich, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur)
Eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek Basel widmet sich einem der kühnsten Konzepte des neuen Schulhausbaus der 1920er-Jahre: dem Entwurf für die Petersschule der Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer.
Am Peterskirchplatz in Basel steht ein lichtblaues Schulhaus, das 1928/29 der Architekt Hans Mähly gebaut hat. Es hätte auch anders kommen können. Im Rennen war ein Wettbewerbsbeitrag, der Architekturgeschichte schreiben sollte: der Entwurf für die Petersschule der Architekten Hannes Meyer (1889–1954) und Hans Wittwer (1894–1952).
Hannes Meyer baute 1919–1924 die wegweisende Genossenschaftssiedlung Freidorf in Muttenz und wurde 1928 als Nachfolger von Walter Gropius zum Direktor des Bauhaus Dessau berufen. Dort aus politischen Gründen entlassen, emigrierte er 1930 in die Sowjetunion.
Der überarbeitete Entwurf der Petersschule war eines der kühnsten Konzepte des neuen Schulhausbaus der 1920er-Jahre. Die ungewöhnliche Form des Schulhauses, ein Skelett-System aus Stahl und Beton, und seine innere Organisation stellte mit architektonischen Mitteln die anbrechende neue Zeit dar. Die Architekten suchten eine gestalterische Lösung, die dem Erziehungsideal einer allseitig gebildeten Jugend dienen sollte.
Die Ausstellung zeigt das Leben und Werk von Hannes Meyer: von seiner Kindheit und Jugend in Basel über seine Studienreisen, die Zeit in Dessau, in der Sowjetunion und in Mexiko bis zu seinen letzten Jahren, die er im Tessin verbracht hat. Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet das Modell der Petersschule Basel, es wurde für die Ausstellung anlässlich seines hundertsten Geburtstags gebaut.
Programm der Vernissage
Begrüssung: Dr. Alice Keller, Direktorin Universitätsbibliothek Basel
Einführung von Noah Regenass, Universitätsbibliothek Basel
Input von Ernst Spycher, Kurator
Der Eintritt ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich.
Der Kalender der Universität Basel listet Veranstaltungen auf, die von der Universität Basel, ihren zahlreichen Einheiten sowie von akkreditierten studentischen Organisationen und assoziierten Institutionen angeboten werden. Sie sprechen ein grösseres Publikum an, sind öffentlich und für alle zugänglich. In der Regel ist der Eintritt frei.
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