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Universität Basel

15. Januar 2020

ERC Consolidator Grant für Basler Medizinerin Claudia Lengerke

ERC-Logo vor der Basler Skyline

Prof. Dr. Claudia Lengerke ist klinische Professorin für Hämatologie und Stammzellforschung an der Universität Basel und Leitende Ärztin am Universitätsspital Basel. Für ihr wegweisendes Projekt in der Leukämieforschung erhält die Medizinerin nun einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats in Höhe von rund zwei Mio. Euro über fünf Jahre.

Die Consolidator Grants des europäischen Forschungsrats (ERC) wurden 2019 zum sechsten Mal vergeben. Damit fördert der ERC hoch qualifizierte Nachwuchsforschende, die sieben bis zwölf Jahre Erfahrung nach ihrer Promotion mitbringen und über eine vielversprechende wissenschaftliche Erfolgsbilanz verfügen. Nach einer ersten Vergaberunde im Herbst 2019, in der drei Forschende der Universität Basel erfolgreich waren, hat der ERC nun in einer zweiten Runde einen weiteren Consolidator Grant an eine Basler Wissenschaftlerin vergeben; es ist dies der erste individuelle ERC Grant für eine klinische Professur an der Universität Basel.

Prof. Dr. Claudia Lengerke
Prof. Dr. Claudia Lengerke

Leukämie: Mechanismen der Resistenz

Lengerke, Leiterin einer Forschungsgruppe am Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel, untersucht die Bedeutung von Stammzellen und Stammzell-assoziierten Proteinen bei Krebserkrankungen und in der Regeneration. Ein wichtiger Fokus ist dabei die Erforschung dieser Zusammenhänge bei Leukämien. Wie vor kurzem publizierte Daten zeigen, sind Subpopulationen von sogenannten leukämischen Stammzellen resistenter gegenüber Chemotherapien und Immunzellen im Vergleich zu Nicht-Stammzellen. Es wird angenommen, dass leukämische Stammzellen auch in Patienten Therapien selektiv überleben und für spätere tödliche Erkrankungsrückfälle verantwortlich sind.

Lengerkes Projekt untersucht, wie Leukämie-Stammzellen effizienter bekämpft werden können. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass sich diese Stammzellen in Knochenmarksnischen einnisten müssen, um ihre zelluläre Identität zu erhalten. Dafür müssen sie die natürlichen Bewohner dieser Nischen – die gesunden hämatopoetischen Stammzellen – verdrängen. Durch die Untersuchung des Wettbewerbs zwischen leukämischen und hämatopoetischen Stammzellen sollen Strategien für eine effiziente Eliminierung von Leukämiestammzellen entwickelt werden.

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