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Universität Basel

15. August 2019

Basler Wissenschaftspreis für Infektiologin Nina Khanna Gremmelmaier

Prof. Dr. Nina Khanna Gremmelmaier, Titularprofessorin für lnfektiologie an der Universität Basel und Leitende Ärztin an der Klinik Infektiologie und Spitalhygiene des Universitätsspitals Basel, erhält den diesjährigen Wissenschaftspreis der Stadt Basel. Ausgezeichnet wird sie für ihre herausragenden Leistungen in der Erforschung von Therapien zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen.

Der Wissenschaftspreis wird jährlich im Turnus der sieben Fakultäten der Universität Basel an Forschende vergeben, die mit der Universität verbunden sind; er ist mit 20'000 Franken dotiert. Mit der Verleihung des Wissenschaftspreises 2019 an Prof. Nina Khanna Gremmelmaier ehrt die Stadt Basel eine Wissenschaftlerin, die auf einem Gebiet von grosser medizinischer und gesellschaftlicher Relevanz Hervorragendes geleistet hat.

Prof. Dr. Nina Khanna Gremmelmaier. (Bild: Universitätsspital Basel)
Prof. Dr. Nina Khanna Gremmelmaier. (Bild: Universitätsspital Basel)

Die Spezialgebiete von Prof. Nina Khanna Gremmelmaier sind Antibiotikaresistenzen sowie die Erforschung von gezielten Heilmethoden zur Bekämpfung von schweren Infektionen. Multiresistente Keime stellen eine zunehmende Gefahr dar, weil viele Antibiotika nicht mehr gegen solche Bakterien wirken. Einer der meistgefürchteten Erreger ist das multiresistente Bakterium Staphylococcus aureus.

Als Forschungsgruppenleiterin am Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel konnte Khanna Gremmelmaier mit ihrem Team und in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Prof. Martin Fussenegger vom Department für Biosysteme der ETH Zürich anhand eines Fremdkörperinfektionsmodells erfolgreich die Wirksamkeit einer sogenannten immunomimetischen Designerzelle nachweisen. Solche Designerzellen, verpackt in kleine Mikrokapseln, können resistente Bakterien wie das gefürchtete methicillinresistente Staphylococcus aureus aufspüren und gezielt eliminieren. Dies gelang durch einen synthetischen Beschleuniger, der die Freisetzung eines bakteriolytischen Enzyms, in diesem Fall Lysostaphin, regulieren kann. Diese Arbeit wurde in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Cell veröffentlicht.

Die 1975 geborene Nina Khanna Gremmelmaier hat an den Universitäten Freiburg und Basel Medizin studiert und doktoriert. Sie war als Assistenzärztin in Basel, Baden und Zürich tätig. Es folgte ein Forschungsaufenthalt als Postdoc an der Universitätsklinik in Würzburg. 2012 wurde Nina Khanna zunächst stellvertretende Leiterin des Forschungslabors Infection Biology am USB, das sie seit 2016 leitet. Zudem hat sie die Leitung der Transplantationsinfektiologie und ambulanten Infektiologie am Universitätsspital inne. 2017 wurde sie an der Universität Basel zur Titularprofessorin für lnfektiologie ernannt. Nina Khanna Gremmelmaier ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Der Basler Wissenschaftspreis hat zum Ziel, Wissenschaft und die Vermittlung von Wissenschaft ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Der Preis soll in erster Linie für eine wissenschaftliche Leistung und als Ansporn für die weitere Karriere eines Forschers oder einer Forscherin vergeben werden.

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