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Universität Basel

Neuer Professor, neue Professorin an der Universität Basel

Der Universitätsrat hat Alexandre Datta zum Professor für Neuro- und Entwicklungspädiatrie sowie Julia Laura Rischbieter zur Professorin für die Geschichte des Kapitalismus gewählt.

30. Januar 2024

Porträt von Alexandre Datta
Prof. Dr. Alexandre Datta. (Foto: UKBB)

Prof. Dr. Alexandre Datta wird neuer Klinischer Professor für Neuro- und Entwicklungspädiatrie an der Medizinischen Fakultät mit Anstellung am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB). Er tritt seine neue Position zum 1. Februar 2024 an. Gleichzeitig wird er zum stv. Chefarzt Pädiatrie am UKBB und Leiter der Abteilung Neuro- und Entwicklungspädiatrie ernannt, an der er seit 2008 tätig ist und die er seit 2022 ad interim leitet.

Alexandre Datta absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Basel, wo er im Jahr 2000 promoviert wurde. Stationen seiner klinischen Ausbildung waren neben dem UKBB das Ospedale regionale Beata Vergine Mendrisio, das Hôpital des enfants des HUG in Genf und das Kantonsspital Aarau. 2004 erlangte er den Facharzttitel für Kinder- und Jugendmedizin und 2008 die Schwerpunkttitel für Neuropädiatrie, 2012 für Entwicklungspädiatrie sowie die 2009 Zertifikate für Elektroencephalographie und 2015 für Schlafmedizin. Von 2006 bis 2007 absolvierte er einen Forschungsaufenthalt am Hôpital Necker Enfants Malades in Paris und am Service Hospitalier Frédéric Joliot in Orsay (Frankreich).

Im Jahr 2018 habilitierte er sich an der Universität Basel, wurde zum Leitenden Arzt und Leiter Epileptologie und Elektroencephalographie sowie Co-Leiter des Zentrums für Schlaf- und Chronomedizin der Basler Universitätskliniken ernannt und leitet seither eine Forschungsgruppe am Departement Klinische Forschung.

Dattas Schwerpunkt liegt in der pädiatrischen Epileptologie, der Elektroencephalographie und Schlafmedizin und fokussiert darauf, die Komplexität der neuronalen Netzwerke, vor allem des epileptischen im Vergleich zum gesunden, sich entwickelnden Gehirns zu verstehen. Weiter möchte er dessen Fähigkeit zur Regeneration und Plastizität, im Speziellen im Schlaf, die Auswirkung der Epilepsie auf die Kognition, aber auch den Impact von anfallsunterdrückenden Medikamenten und Interventionen aufzeigen mit dem Ziel einer individualisierten Präzisionsmedizin für Epilepsien und verwandte Erkrankungen.

Geschichte des Kapitalismus

Porträt von Laura Rischbieter
Prof. Dr. Laura Rischbieter. (Foto: zvg)

Zur Professorin für die Geschichte des Kapitalismus an der Philosophisch-Historischen Fakultät hat der Universitätsrat Prof. Dr. Julia Laura Rischbieter gewählt. Sie wird ihre Stelle am Departement Geschichte am 1. September 2024 antreten.

Laura Rischbieter studierte Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 2009 wurde sie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder promoviert. Anschliessend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Im Jahr 2016 wurde sie auf eine Juniorprofessur an der Universität Konstanz berufen und 2023 zur Professorin für Globale Wirtschaftsgeschichte ernannt. Stipendien und Fellowships führten sie unter anderem an die University of London, die University of California, Irvine und Berkeley, die Boston University und das German Historical Institute in Washington DC.

Laura Rischbieter forscht und lehrt zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit im globalen Kontext. In ihrer Dissertation leitete sie die Frage, wie individuelle Akteure globale Märkte beeinflussen können und wie Globalisierungsprozesse die Konsumgewohnheiten und das staatliche Handeln im Deutschen Kaiserreich veränderten. Zu ihren Forschungsschwerpunkten der letzten zehn Jahre gehören die Geschichte des Kapitalismus und die Geschichte von Finanzkrisen. Zu diesen Themen leitet sie zahlreiche einschlägige Forschungsprojekte: So ist sie seit 2018 Sprecherin des Netzwerks «Doing Debt» der Deutschen Forschungsgemeinschaft und leitet als Mitglied der Kommission zur Erforschung der Geschichte des deutschen Finanzministeriums ein Teilprojekt zur Geschichte der Regulierung von Finanzmärkten ab den 1970er-Jahren.

Vier Beförderungen

Darüber hinaus hat der Universitätsrat mit Wirkung zum 1. Februar 2024 vier Beförderungen ausgesprochen:

  • Prof. Dr. Luzius Cavelti wird zum Associate Professor befördert. Er ist seit 2019 Assistenzprofessor (mit Tenure Track) für Steuerrecht an der Juristischen Fakultät.
  • Prof. Dr. Gianluca Crippa wird zum Full Professor befördert. Er wurde 2011 zum Assistenzprofessor (mit Tenure Track) ernannt und ein Jahr später zum Associate Professor für Analysis an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät befördert.
  • Prof. Dr. Günther Fink wird zum Full Professor befördert. Er ist seit 2017 Associate Professor für Epidemiologie und Haushaltsökonomie (Eckenstein-Geigy Stiftungsprofessur) mit Anstellung am Swiss Tropical and Public Health Insitute (Swiss TPH). Die Professur ist seit 2023 als Doppelprofessur an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt.
  • Prof. Dr. Martin Röösli wird zum Full Professor befördert. Er wurde 2016 zum Associate Professor für Umweltepidemiologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät gewählt. Zuvor hatte er bereits eine befristete Anstellung als Assistenzprofessor am Swiss TPH inne.
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