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Andreas Papassotiropoulos wird Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina

Andreas Papassotiropoulos
Andreas Papassotiropoulos verbindet genetische Analysen in grossen menschlichen Kohorten mit funktioneller Bildgebung und Untersuchungen an Modellorganismen. (Foto: Natalie Kohler)

Der Neurowissenschaftler und Psychiater Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos vom Departement Biomedizin und den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen worden. Die Wahl würdigt seine Forschung zu genetischen und molekularen Grundlagen von Lernen, Vergessen und Gedächtnis.

13. Juli 2026

Andreas Papassotiropoulos
Andreas Papassotiropoulos verbindet genetische Analysen in grossen menschlichen Kohorten mit funktioneller Bildgebung und Untersuchungen an Modellorganismen. (Foto: Natalie Kohler)

Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos, Professor für Molekulare Neurowissenschaften an der Universität Basel, ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Sektion Neurowissenschaften, gewählt worden. Die Leopoldina ist die älteste ununterbrochen bestehende Wissenschaftsakademie der Welt.

Mit der Aufnahme ehrt die Akademie Papassotiropoulos’ wegweisende Forschung an der Schnittstelle von Psychiatrie, Humangenetik, Neurowissenschaften und molekularer Biologie. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, welche genetischen und molekularen Mechanismen das menschliche Gedächtnis in Gesundheit und Krankheit steuern. Seine Forschung hat wesentlich dazu beigetragen, Gene, Gennetzwerke und regulatorische Mechanismen zu identifizieren, die Lern-, Vergessens- und Gedächtnisprozesse beeinflussen.

«Ich freue mich ausserordentlich über die Wahl in die Leopoldina», sagt Andreas Papassotiropoulos. «Diese Auszeichnung ist eine grosse Ehre und zugleich eine Anerkennung für den Forschungscluster Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften, den mein Kollege Professor Dominique de Quervain und ich seit 2010 aufbauen durften.»

Werdegang und Forschung

Papassotiropoulos wurde in Athen geboren und studierte Medizin an der Universität Bonn, wo er auch seine klinische Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie absolvierte. Es folgten Forschungsstationen in Zürich und in den USA. 2003 erhielt er eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds, 2007 wurde er als Professor für Molekulare Neurowissenschaften an die Universität Basel berufen. Seit 2010 leitet er zusammen mit Prof. Dr. Dominique de Quervain den Forschungscluster Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften.

Seine Arbeiten verbinden genetische Analysen in grossen menschlichen Kohorten mit funktioneller Bildgebung und Untersuchungen an Modellorganismen. Sie sind stark translational ausgerichtet: Ziel ist es, aus genetischen und molekularen Befunden neue Ansätze für die Behandlung von Gedächtnisstörungen abzuleiten. Unter anderem trugen seine Arbeiten zur Entwicklung genomgeleiteter Strategien für die Wirkstoffentwicklung und die Neupositionierung bestehender Arzneimittel bei.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Papassotiropoulos mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Robert-Bing-Preis, der Zürcher Weizmann Lecture und dem Cloëtta-Preis. Zudem ist er gewähltes Mitglied des Senats der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften.

Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

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