Irma Kocan (1889-1980) - Textilgestalterin und Pionierin
Öffentliche Buchvernissage
Wandteppich von Irma Kocan für das Dozentenzimmer der Universität Basel - im Jahr 1940 gestickt von rund 60 Ehefrauen von Dozierenden der Universität Basel unter Anleitung von Irma Kocan. Der Teppich zeigt Ausschnitte aus der Geschichte der ältesten Universität der Schweiz. Bild: Dozentenzimmer/UniBas
1917 erwirbt der bekannte Schweizer Maler Ferdinand Hodler vier Kissen der jungen Basler Textilkünstlerin Irma Kocan – für sie ein entscheidender Impuls und lebenslange Motivation. Ab 1918 beteiligt sie sich an den bahnbrechenden Ausstellungen "Das Neue Leben" in Basel, Zürich und Bern. International wahrgenommen wird sie 1925 an der Weltausstellung in Paris, wo sie mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wird. Bedauerlicherweise kann sie nur das Diplom annehmen, weil ihr die zum Erwerb der Medaille nötigen 25 Franken fehlen.
Später wirkt Irma Kocan als Lehrerin und ist Mitglied in zahlreichen Jurys und Kommissionen. Ihr Schaffen bewegt sich zwischen Abstraktion und der Volkskunst Osteuropas, wo ihre familiären Wurzeln liegen.
Mit diesem ersten monografischen Buch über Irma Kocan schliesst der Kunsthistoriker Dr. Simon Baur eine Lücke. Basierend auf jahrelanger, akribischer Recherche zeichnet er ihr langes Leben und ihre Entwicklung als Künstlerin und Gestalterin detailliert nach, reich illustriert mit Abbildungen ihrer Entwürfe und ausgeführten Arbeiten sowie zahlreicher Dokumente. Die Textilrestauratorin Ina von Woyski befasst sich in einem ergänzenden Text mit den von Irma Kocan verwendeten Materialien und Techniken.
An der Vernissage erhalten Studierende die Biografie für 20.- Franken.
Irma Kocan 1889-1980 Textilgestalterin und Pionierin Biografie von Dr. Simon Baur, Verlag Scheidegger & Spiess, 2026. Ca. 224 Seiten, 280 Abbildungen, ca. 39.- Franken, gestaltet von Bonbon. Erscheint im September.
Der Kalender der Universität Basel listet Veranstaltungen auf, die von der Universität Basel, ihren zahlreichen Einheiten sowie von akkreditierten studentischen Organisationen und assoziierten Institutionen angeboten werden. Sie sprechen ein grösseres Publikum an, sind öffentlich und für alle zugänglich. In der Regel ist der Eintritt frei.
Sie können Ihren Anlass ebenfalls im Veranstaltungskalender eintragen lassen, sofern er die oben genannten Kriterien erfüllt. Senden Sie dazu Titel, Kurztext, Zeit, Ort, Veranstalter, Link auf Webseite und falls vorhanden Foto (JPG) und Programmflyer (PDF) an E-Mail: agenda@unibas.ch