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Universität Basel

Philosophie Abschluss: Master

Die Philosophie reflektiert die prinzipiellen Voraussetzungen von Wissen und Handeln sowie das menschliche Selbstverständnis. Sie leitet dazu an, kontroverse Grundfragen in Auseinandersetzung mit Texten zu analysieren. Philosophie lässt sich als eine argumentative Tätigkeit verstehen, die darauf abzielt, mit Gründen und Gegengründen sich selbst und anderen Rechenschaft zu geben über die fundamentalen Voraussetzungen unseres Denkens, unseres Seins und unseres Tuns.

Philosophisches Seminar

Das Philosophiestudium schult die Fähigkeit, unterschiedliche Argumente, Positionen, Denkweisen und -systeme nachzuvollziehen, zu interpretieren und zu beurteilen. Es übt ein in klares Argumentieren und strukturierten mündlichen und schriftlichen Ausdruck. Im Spannungsfeld zwischen Selbstdenken und Gedankenaustausch regt es an zu Kritikfähigkeit und theoretischer Kreativität. Das inhaltliche Spektrum reicht von Fragen der Grundlagen der Logik und Erkenntnistheorie bis zu historischen, ethischen und ästhetischen Problemen.

Schwerpunkt der Lehre und Forschung

Das Philosophische Seminar Basel legt Wert darauf, dass Philosophie in Lehre und Forschung breit abgedeckt wird. Das spiegelt sich institutionell in den drei Ordinariaten Theoretische Philosophie, Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie. Ein Charakteristikum des Studiums in Basel ist die Betonung der interaktiven Lehre. So gehört zum Beispiel zu den obligatorischen drei Grundkursen Praktische Philosophie, Theoretische Philosophie und Logische Propädeutik die Arbeit mit kleinen und von Tutorinnen und Tutoren begleiteten Gruppen. Die Grundkurse vermitteln einen Überblick über die Themen und Methoden der jeweiligen Disziplin und legen das Fundament für die vertiefende Beschäftigung. Mit der Einführung in die zentralen Fragestellungen und Probleme geben sie eine Orientierung für das weitere Studium. In der konkreten Gestaltung des weiteren Studiums sind die Studierenden weitgehend frei. Sie können die Module individuell aus dem jeweiligen Semesterangebot an Proseminaren, Seminaren und Vorlesungen zusammenstellen.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Master­studium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Im Masterstudium wählen die Studierenden zwei voneinander unabhängige Studienfächer (eines davon Philosophie) zu je 35 Kreditpunkten. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major
aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor
aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementär-
bereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Philosophie wird auf Bachelor- wie Masterstufe in Kombination mit einem zweiten Studienfach und einem komplementären Bereich studiert.

Als zweites Bachelor- bzw. Masterstudienfach kommt neben Fächern der Phil.-Hist. Fakultät (wie z.B. Englisch, Medienwissenschaften, Geschichte u.v.a.m.) auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage (wie z. B. Geographie, Informatik, Rechtswissenschaft oder Theologie), siehe www.philhist.unibas.ch/studium.

Auf Masterstufe wird das Studienfach Philosophie zum Major, wenn im Studienfach Philosophie auch die Masterarbeit geschrieben wird (Major Philosophie: 35 KP + 30 KP für die Masterarbeit; Minor: 35 KP, Komplementärbereich: 20 KP).

Der Komplementäre Bereich steht allen Studierenden unabhängig von ihrem Studienfach oder -gang zusätzlich zur freien Verfügung. Mit welchen Veranstal­tungen sie diese KP erwerben, bleibt ihnen überlassen. Der Komplementäre Bereich dient in der Regel dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen) und/oder der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums oder dem Erwerb eines Zertifikats.

Philosophie kann ausserdem als Zweitfach zu Sportwissenschaft studiert werden.

Berufsmöglichkeiten

Das Philosophiestudium bildet für die Praxis, aber nicht praktisch aus. Neben dem engeren Berufsfeld (Universitäten, Schulen usw.) können sich den AbsolventInnen Stellen in Unternehmen, Verwaltungen, Stiftungen usw. eröffnen. Das Spektrum reicht von wissenschaftlicher Tätigkeit an Universitäten und Bibliotheken (nur mit Masterabschluss) bis zum Diplomatischen Dienst, von der Erwachsenenbildung über die Bildungs- und Kulturadministration bis zur publizistischen Arbeit in Presse, Radio, Fernsehen und im Verlagswesen. Es gibt auch Chancen in der Unternehmungsberatung, in Personalabteilungen und zunehmend Praxen für freischaffende Philosoph/innen.

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