Damit Familie und Beruf gut vereinbar sind, braucht es mehrere tragende Säulen: Neben den Eltern sowie gut ausgebauten und unverzichtbaren Angeboten der familienergänzenden Kinderbetreuung und der Tagesstrukturen der Schulen sind es in vielen Familien die Grosseltern, die das System komplett machen: Sie springen flexibel bei Krankheit ein, holen die Enkelkinder von der Schule ab oder decken Randzeiten ab und schaffen so verlässliche Entlastung. Wie unentbehrlich sie sind, zeigte sich besonders deutlich in der Coronakrise: Als Grosseltern zur Risikogruppe zählten und Kontakte eingeschränkt werden mussten, fehlte vielen Familien plötzlich eine zentrale Unterstützung, im Alltag ebenso wie emotional.
Doch Grosseltern sind mehr als eine organisatorische Entlastung: Sie vermitteln Werte, Alltagswissen, Familiengeschichte und Geborgenheit. Gerade in Krisen wie Trennung, Krankheit oder Überforderung der Eltern bieten sie oft verlässlichen Halt. Aber werden diese Leistungen rechtlich und gesellschaftlich angemessen anerkannt?
Das Centrum für Familienwissenschaften und der Stab des Bereichs Jugend, Familie und Sport des Erziehungsdepartements Basel-Stadt sowie die Juristische Fakultät der Universität Basel wollen sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion dieser Thematik annehmen. Nach zwei einführenden Referaten diskutieren die Referent:innen zusammen mit zwei Gästen, die sich für die Belange dieser Generation einsetzen.
Begrüssung
- Michael Hoffmann, Beauftragter für Kinder-, Jugend- und Familienfragen im Stab des Bereichs Jugend, Familie und Sport des Erziehungsdepartements Basel-Stadt
- Prof. Dr. Roland Fankhauser, Präsident des Centrums für Familienwissenschaften und Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Basel
Einführungsreferate
- Dr. iur. Saskia Thomi: Diskrepanz zwischen Recht und Realität – Grosseltern im Familienrecht, Oberassistentin, Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Freiburg
- Prof. Dr. Alexander Seifert: Zwischen Enkelbetreuung und eigenem Leben: Grosseltern aus gerontologischer Sicht, Dozent, Institut Integration und Partizipation, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Podiumsgespräch mit den Referierenden und
- Thomas Baerlocher, Vize-Präsident (BS) der Grauen Panther
- Anne Uphoff, Projektkoordinatorin für intergenerationelle Angebote, Pro Senectute beider Basel
- Moderation: Catherine Riesen, Kommunikationsberaterin, comm.versa GmbH
Die Veranstaltung richtet sich an Fachpersonen, die mit Familienthemen zu tun haben, aber auch an sonstige Interessierte. Im Anschluss an die Diskussion findet ein Apéro statt, an welchem die Gespräche weitergeführt werden können und sich Gelegenheit zur Vernetzung bietet.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Platzzahl wird um Anmeldung bis spätestens 13. Nov. 2026 unter diesem Link gebeten.
Veranstalter:
- Juristische Fakultät, Universität Basel
- Centrum für Familienwissenschaften
- Stab Bereich Jugend, Familie und Sport, Erziehungsdepartement BS
Export events asiCal