Am 4. September 1859 machte der österreichische Botaniker Friedrich Welwitsch (1806–1872) eine der faszinierendsten botanischen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts. In der Küstenregion im Süden Angolas sammelte Welwitsch eine Pflanze, die der grosse Naturforscher Charles Darwin später als den «Ornithorhynchus des Pflanzenreichs» bezeichnen sollte.
Heute gilt Welwitschia mirabilis als Schlüsselelement für unser Verständnis der Evolution der Samenpflanzen. Auf der Grundlage der Untersuchung von Herbariumsexemplaren und der Originalkorrespondenz, die Welwitsch an den Genfer Botaniker Alphonse de Candolle (1806–1893) sandte, zeichne ich in diesem Vortrag die komplexe Geschichte ihrer Entdeckung nach und beschreibe unseren Wissensstand hinsichtlich Botanik (Systematik, Morphologie, Anatomie), Ökologie, Verbreitung und den Erhaltungszustand dieser monotypischen Gattung der Gymnospermen. Der Vortrag ist auf englisch, die Folien auf deutsch.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Botanischen Abendkolloquien «Ökologie und Vegetation der Erde» im Herbstsemester 2026
Beim Spalentor, freier Eintritt, Vorträge mit allgemein verständlichem Inhalt
Die Abendkolloquien werden gemeinsam mit dem Botanischen Institut unter dem Titel «Ökologie und Vegetation der Erde» angeboten.
Die Basler Botanische Gesellschaft (BBG) ist eine regionale Vereinigung, deren Mitglieder sich privat oder beruflich für Pflanzen interessieren. Die Gesellschaft wurde 1952 gegründet und zählt heute über 450 Mitglieder. Die BBG veranstaltet Symposien und Exkursionen im In- und Ausland, gibt die Zeitschrift BAUHINIA heraus und unterhält mit über 300 000 Belegen eines der grössten Privatherbarien der Welt, welches öffentlich zugänglich ist. Gemeinsam mit dem Botanischen Institut der Universität organisiert die Gesellschaft im Herbstsemester öffentliche Vorträge.
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