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Universität Basel

Anthropology Abschluss: Master

Ethnologie

Professionalisierung in einem internationalen Tätigkeitsfeld

Das englischsprachige Masterstudium der Anthropology kombiniert die wissenschaftlichen Traditionen der britisch geprägten Social Anthropology und der amerikanischen Cultural Anthropology. Es bereitet auf eine angewandte oder akademische Karriere in einem international geprägten Berufs- und Forschungsfeld vor. An der Universität Basel konzentrieren sich die Studierenden auf die Forschungsschwerpunkte Politische Anthropologie, visuelle Kultur, Medizinethnologie. Herzstück des Studiums ist die angewandte ethnographische Forschung inklusive sechswöchiger Feldforschung. Diese findet in einer Region des Globalen Südens statt.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Die regionalen Schwerpunkte der Ethnologie an der Universität Basel bilden Afrika (v.a. West-, Zentral- und Ostafrika), gefolgt von Ozeanien (v.a. Melanesien), Lateinamerika und Südostasien. Nebst der Allgemeinen Ethnologie mit ihren Theorien und Methoden zählen die Politische Anthropologie, visuelle Kultur, Medizinethnologie und Religionsethnologie sowie ferner Ethnizität, Identität und Migration zu den Kernbereichen der Lehre. Forschungsschwerpunkte sind Visual Culture, Political Anthropology und Medical Anthropology. Das Ethnologische Seminar pflegt einen intensiven interdisziplinären sowie internationalen Austausch und kooperiert mit Instituten in mehreren afrikanischen Ländern sowie Indonesien. Auch sind alle Lehrkräfte in Forschungsgruppen und -projekten engagiert, sodass ein reger Austausch zwischen Forschung und Lehre stattfindet.

Auf Masterstufe vertiefen die Studierenden ihr Wissen in Theorien und Themen der allgemeinen und speziellen Ethnologie und befassen sich mit Forschungsmethoden. Den grössten Teil des Studiums macht die angewandte ethnographische Forschung aus: Während zwei Semestern verfolgen die Studierenden ein eigenes Projekt, sechs Wochen davon verbringen sie mit Feldforschung vor Ort. Dabei können sie ihr Forschungsthema im Rahmen der vom Fachbereich angebotenen Kurse ansiedeln, wobei die begleiteten und subventionierten Feldforschungen vorwiegend in einer Region des Globalen Südens stattfinden; oder sie lancieren eine eigene ethnographische Forschung.

Sprachkenntnisse

Der Unterricht findet hauptsächlich in englischer Sprache statt. Es wird zwar kein Zertifikat verlangt, für den erfolgreichen Studienabschluss sind jedoch sehr gute Englischkenntnisse (Niveau B2 oder besser) notwendig.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor und umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Zusätzlich zu Anthroplogy wählen die Studierenden ein zweites, davon unabhängiges Fach, wobei beide Fächer zu je 35 KP studiert werden. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät oder ausserfakultär
35 KP
Komplemen-tärbereich
20 KP
 
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Die Studierenden sind frei, das zweite Masterstudienfach gemäss ihren Interessen und beruflichen Zielen zu wählen. Dabei kommen sowohl Fächer der Philosophisch-Historischen Fakultät als auch ausserfakultäre Studienfächer in Frage. Anthropology ist insbesondere mit Disziplinen sinnvoll kombinierbar, die sich mit Gesellschaften und ihren Kulturen oder kulturellen Teilbereichen (wie Kunst oder Sprache), mit dem Handeln von Menschen, ihren Normen (Recht), mit ihrer Geschichte oder ihrer natürlichen Umwelt befassen.

Im Komplementärbereich können die Studierenden Lehrveranstaltungen wählen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Berufsmöglichkeiten

Absolventen und Absolventinnen der Anthropology bzw. Ethnologie zeichnen sich durch eine hohe Sensibilität für Kulturen und Gesellschaften aus und können differenziert auf unterschiedliche Situationen und Personen eingehen. Schlüsselqualifikationen erwachsen insbesondere aus der Praxis der Feldforschung, in der Methoden wie Teilnahme, Beobachtung, Erkennen, Verstehen und Kommunizieren zentral sind.

Das befähigt sie insbesondere für Tätigkeitsfelder in der Entwicklungszusammenarbeit, Migration und Flüchtlingshilfe, bei NGOs (z.B. in der Integrationsarbeit und der interkulturellen Kommunikation), in Frage kommen auch Einsätze bei internationalen Organisationen wie zum Beispiel als Delegierte oder Administratoren/-innen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Ausserdem können sie im Tourismus, Kunsthandel, Kulturmanagement, in Lehre und Forschung oder in Museen tätig werden. Als Geistes- und Sozialwissenschaftlern/-innen bieten ihnen die Bereiche Medien, PR und Marketing, Fundraising oder Erwachsenenbildung weitere Berufsmöglichkeiten.

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