Schon in den 1950-er Jahren stand die freie Welt vor derselben Bedrohung wie wir heute: der Möglichkeit einer Selbstvernichtung der Menschheit durch den Einsatz atomarer Waffen auf der einen und einem jede Freiheit erstickenden Totalitarismus auf der anderen Seite.
In seinem Buch «Die Atombombe und die Zukunft des Menschen» von 1958 hat der Philosoph Karl Jaspers aus umfassender philosophischer Sicht darzulegen versucht, wie dieser doppelten Bedrohung zu begegnen wäre. Wir fragen uns, ob seine Antwort auch heute – oder vielleicht erst recht heute – noch Gültigkeit hat.
Weil wir der Ansicht, sind, dass die Antwort auf die Bedrohung, vor der die Menschheit heute steht, weder blosse Angelegenheit von Militärs, Diplomaten, Politikern und Fachwissenschaftlern sein kann, noch die von Fach-Philosophen bleiben darf, sondern jeden einzelnen von uns angeht, richtet sich diese Veranstaltung an ein allgemeines, selber um eine Antwort ringendes Publikum. Folgende Themen werden dabei im Mittelpunkt stehen:
- Wir führen uns vor Augen, in welcher Situation wir heute stehen angesichts des nuklearen Vernichtungspotentials und der globalen militärischen und geo-politischen Realitäten.
- Im Wissen darum, dass die atomare Gefahr nur gebannt werden kann, wenn sich ein Weltfriedenszustand errichten lässt, fragen wir, unter welchen Bedingungen ein solcher überhaupt möglich sein könnte.
- Im Wissen darum, dass es am Ende von jedem Einzelnen abhängt, was aus der Welt wird, fragen wir, was der Einzelne überhaupt tun kann.
- Da nichts weniger als eine Umkehr des Einzelnen und der Politik gefordert ist, fragen wir nach den Voraussetzungen und Bedingungen einer solche Umkehr und was uns Hoffnung geben kann.
Referenten:
- Prof. Dr. Volker Gerhardt, Humbold-Universität zu Berlin
- Prof. em. Dr. Anton Hügli, Universität Basel
- Dr. Ulrich Kühn, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg
- Dr. Oliver Immel, Universität Oldenburg
- Prof. em. Dr. Reinhard Schulz, Universität Oldenburg
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Veranstalter:
Karl Jaspers-Stiftung und Verein Pro Swiss Peace
Zu meinem Kalender hinzufügen alsiCal