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Universität Basel

Digital Humanities Abschluss: Master

Digital Humanities

Geisteswissenschaften für das 21. Jahrhundert

Die Digitalisierung verändert, ja revolutioniert praktisch alle Teile unserer Gesellschaft – auch die Wissenschaften. So eröffnen sich für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer mit der Digitalisierung und Vernetzung ganz neue Wege der Erkundung von Kultur und Gesellschaft. Diese neuen Wege der Forschung lehrt das Studienfach Digital Humanities der Universität Basel. Es vermittelt die Anwendung und Reflexion von computergestützten und experimentellen Verfahren und verknüpft technologisches Wissen und methodische Fähigkeiten mit Problemstellungen aus der Forschung der jeweiligen Fächer. Die Studentinnen und Studenten können sich dabei ihren Interessen folgend auf eine oder mehrere fachnahe Anwendungen spezialisieren. Das Studium befähigt zu vielfältigen Tätigkeiten in Kultur und Medien, Wissenschaft, Gedächtnisinstitutionen und Wirtschaft.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Geistes- und Sozialwissenschaften deuten die Zeugnisse menschlicher Gesellschaften: ihre Texte und Sprache, ihre Institutionen und Bauten, ihre Bilder und Musik, ihre Filme und Spiele, ihre alltäglichen wie ihre aussergewöhnlichen Objekte. Die Digitalisierung verändert auf der einen Seite die Erzeugung, das Teilen und das Aufbewahren dieser Zeugnisse und damit das Verstehen von Kultur und Gesellschaft. Auf der anderen Seite ermöglicht sie auch neue Verfahren der Präsentation, Analyse und Interpretation dieser Zeugnisse. Zudem entstehen durch die Vernetzung völlig neue Möglichkeiten, Daten zusammenzuführen und daraus vertiefte, wissenschaftliche Erkenntnisse über Kultur und Gesellschaft zu gewinnen.

Typische Arbeitsfelder der Digital Humanities sind daher:

  • Datenmodellierung von kulturellen und sozialen Texten, Objekten und Prozessen,
  • Editionen kultureller und gesellschaftlicher Zeugnisse,
  • Aufbau und Strukturierung von Datenbanken, Informationssystemen und Infrastrukturen besonders für Institutionen der kulturellen Überlieferung wie Archive, Bibliotheken oder Museen,
  • Programmierung und Abfragen in grossen Datensammlungen über Gesellschaft und Kultur,
  • Erstellung von Korpora und Sammlungen für wissenschaftliche Untersuchungen,
  • statistische und experimentelle Auswertung von Daten über Kultur und Gesellschaft.

Im Studienfach Digital Humanities an der Universität Basel lernen die Studierenden entsprechende Theorien, Konzepte und Methoden der computergestützten und experimentellen Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften kennen. Sie modellieren Fragestellungen – insbesondere solche aus ihrem zweiten Studienfach –, übertragen sie in digitale und empirisch überprüfbare Verfahren und setzen diese technisch um.

Das Studienfach wird in Kombination mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Masterstudien­fach wie z.B. Archäologie oder Geschichte, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft oder Soziologie studiert. Es setzt kein Bachelorstudium der Informatik voraus, sondern baut auf dem im Bachelor erworbenen Wissen in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern auf.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Das Masterstudium umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP). Digital Humanities wird in Kombination mit einem zweiten Studienfach zu je 35 KP studiert. Dasjenige Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, gilt als Major, das andere als Minor. Ergänzend werden im freien Wahlbereich 20 KP erworben. Ein Kreditpunkt ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (120 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Freier Wahlbereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Die Studierenden sind frei, das zweite Masterstudienfach gemäss ihren Interessen und beruflichen Zielen zu wählen. Dabei kommen sowohl Fächer der Philosophisch-Historischen Fakultät als auch ausserfakultäre Studienfächer in Frage.

Der freie Wahlbereich steht allen Studierenden zur freien Verfügung. In der Regel dient er dem Erwerb allgemeiner Kompetenzen (Fremd­sprachen, EDV, Rhetorik etc.), dem interdisziplinären Lernen (fachfremde bzw. interdisziplinäre Lehrveranstaltungen) oder der weiteren Vertiefung des eigenen Fachstudiums.

Berufsmöglichkeiten

Ein Masterabschluss in Digital Humanities eröffnet in Verbindung mit dem gewählten zweiten Studienfach zahlreiche Berufsmöglichkeiten in einer sich durch die Digitalisierung rasch verändernden Berufswelt. Praktisch alle Berufe brauchen heute qualifizierte Kenntnisse im Umgang mit Computern, Datenbanken und Internet. So kommen zahlreiche Tätigkeiten, die selbständiges Arbeiten mit technologischem, kulturellem und sozialem Wissen verbinden, für die Absolventinnen und Absolventen des Studienfachs in Frage.

Wer eine akademische Laufbahn anstrebt, ist eingeladen, sich im Anschluss an den Master für ein Doktorat bzw. eine Promotionsstelle zu bewerben.

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