Universität Basel, Vesalianum, Grosser Hörsaal (EO.16), Vesalgasse 1, 4051 Basel
Gesellschaft & Kultur
Das Russländische Reich und der Kaukasus
Vortrag von Dr. des. Kai Willms im Rahmen der Reihe «Der Kaukasus: Konfliktraum und Begegnungsraum in Geschichte und Gegenwart»
Berg Aragaz, von der armenischen Hauptstadt Jerewan aus gesehen. (Foto: Beko/Wikimedia | CC BY-SA 4.0)
Der Kaukasus ist eine durch ein imposantes Bergmassiv sowie tektonische Aktivität gezeichnete Region. Wie Kontinentalplatten sind hier in der neueren und neusten Geschichte wichtige politische Akteure immer wieder aufeinandergeprallt.
Ab dem siebzehnten Jahrhundert war der Kaukasus Schauplatz für ein seltenes historisches Phänomen, nämlich den Wettstreit dreier Vielvölkerreiche um dasselbe beschränkte Territorium. Die berüchtigte Vielfalt der Bevölkerung des Nord- und Südkaukasus wurde durch ihre wechselvollen Begegnungen mit Imperien geprägt. Für die Menschen waren aber auch lokale Bedingungen und Begegnungen von höchster Bedeutung, wie etwa die gegenseitige Nachahmung kultureller Modernisierung, der Konflikt zwischen nationalistischen Projekten oder die Vision eines utopischen Sozialismus.
Der imperiale Wettkampf fand mit der Gründung der Sowjetunion, der Türkei und Pahlawi-Iran zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sein Ende. Allerdings führte der Zerfall der Sowjetunion, der eng mit den Ereignissen im Kaukasus verquickt war, dazu, dass die Wunden der vergangenen Konflikte in der Region wieder aufgerissen wurden. Das ungelöste Vermächtnis der politischen Geschichte des Kaukasus, ob in Tschetschenien, Südossetien, Nagorno-Karabach sowie in anderen Gebieten, bestimmt bis heute den Fokus westeuropäischer Berichterstattungen über die Region.
In dieser Vortragsreihe kommen Expertinnen und Experten aus der Schweiz und dem Ausland zu Wort, um die komplexe Begegnungsgeschichte dieser Region in der Moderne auf lokaler, nationaler und imperialer Ebene zu beleuchten.
Dr. des. Kai Willms ist Assistent an der Professur für Osteuropäische Geschichte der Universität Basel. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte von Imperien und Nationsbildung, die Migrations- und Wissensgeschichte sowie die Stadtgeschichte des östlichen Europas.
Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, 4051 Basel, Hörsaal 116
Fachübergreifend
Materialität/en von KI
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Bianca Prietl, Zentrum Gender Studies, Universität Basel, im Rahmen der Aeneas-Silvius-Ringvorlesung "Mehr als Intelligenz"
Basierend auf digitalen Daten, unsichtbaren Rechenoperationen und Algorithmen scheint Künstliche Intelligenz (KI) ein vornehmlich immaterielles Phänomen zu sein. Ein Blick auf die Materialität/en von KI macht hingegen die komplexen Verstrickungen von Künstlicher Intelligenz mit gesellschaftlichen Arbeitsverhältnissen, sozialen Normen und natürlichen Ressourcen sichtbar und sensibilisiert so für die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Kosten der Entwicklung und fortwährenden Nutzung von KI.
Universität Basel, Kollegienhaus, Aula, Petersplatz 1, 4051 Basel
Fachübergreifend
Sollte es ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige geben?
Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Digitalisierung – was nun?»
(Bild: Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society)
In verschiedenen Ländern wird derzeit über die Vor- und Nachteile der Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren diskutiert. Die Universität Basel greift dieses Thema gemeinsam mit uptownBasel auf und veranstaltet dazu eine Podiumsdiskussion.
Die Frage, ob eine einer Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien für unter 16-Jährige auch in der Schweiz eingeführt werden sollte, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Ziel der Diskussion ist es, die Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen einer solchen Politik zu erörtern.
An der Podiumsdiskussion nehmen teil:
Prof. Dr. Lara Wolfers, Leiterin der Abteilung Digital Lives, Universität Basel, Fakultät für Psychologie
Maya Graf, Ständerätin Kanton Basel-Landschaft
Josia Jourdan, Autor und Kultur-Influencer
Moderation: Urs Gredig, SRF
Anmeldung
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht und hilft bei der Planung, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society
Das Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society RDS der Universität Basel befasst sich mit Themen der digitalen Transformation und deren gesellschaftlichen, ethischen, juristischen, wirtschaftlichen, psychologischen und politischen Konsequenzen. Ziel des RDS ist es, den wissenschaftlichen Austausch zu Methoden der Künstlichen Intelligenz, der daten-getriebenen Forschung (Data Science) und deren Anwendung zu fördern.
Seit 2022 organisiert das RDS in Zusammenarbeit mit uptownBasel die Eventserie «Digitalisierung – was nun?». uptownBasel ist ein internationales Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 und technische Innovationen auf dem Schorenareal in Arlesheim bei Basel. Es fungiert als Entwicklungs- und Produktionsstandort für Technologieunternehmen in den Bereichen Digitalisierung, Gesundheitswesen und Logistik.
Veranstalter:
Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society, uptownbasel
Europainstitut der Universität Basel, Riehenstrasse 154, 4058 Basel, Hörsaal Orangerie
Gesellschaft & Kultur
Auf/bruch in eine neue Welt?
Öffentliche Buchvernissage mit Diskussionsabend
Bild: zVg
Die Welt scheint aus den Fugen geraten. Die Ereignisse überschlagen sich. Gewissheiten bröckeln. Derweil sucht auch Europa nach seinem Platz in der zukünftigen internationalen Ordnung. Klar ist: Demokratie und Völkerrecht stehen unter starkem Druck. Grossmächte konkurrieren um neue Technologien und Ressourcen – und Tech-Milliardäre mischen munter mit. Die Klimakrise schreitet voran. Aber wie hängt das alles zusammen? Welche Gestaltungsräume bestehen? Und wie erforscht eigentlich die Wissenschaft all dies?
Bei der Veranstaltung «Auf/bruch in eine neue Welt?» wird das neue Buch «Die dekonstruierte Gesellschaft oder das Ende der Aufklärung» vorgestellt. Verleger Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss spricht mit Autor Andreas Zivy. Zudem gibt es Kommentare von Dr. Carlotta Manz und Prof. Dr. Ralph Weber.
Diskussionsteilnehmende:
Andreas Zivy ist internationaler Handelsunternehmer und Präsident der Demokratie Stiftung Basel.
Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss ist Verleger und Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Dr. Carlotta Manz ist Juristin mit Arbeitsschwerpunkten Menschenrechte, neue Technologien und globale Gesundheit am Europainstitut.
Prof. Dr. Ralph Weber ist Politikwissenschaftler und Vizedirektor des Europainstituts.
Universität Basel, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, WWZ Auditorium, Peter Merian-Weg 6, 4052 Basel
Wirtschaft & Recht
Anlegen in Zeiten geopolitischer Unsicherheit
Basel Capital Market Days 2026
(Bild: iStock, Laurence Dutton/zvg)
Geopolitische Spannungen, volatile Märkte sowie rasante technologische und gesellschaftliche Veränderungen prägen heute das Umfeld sowohl für institutionelle als auch private Investorinnen und Investoren.
In dieser VUCA-Welt (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) steht die Anlegerschaft vor der Herausforderung, Stabilität und Orientierung in einem zunehmend unberechenbaren Marktumfeld zu finden. Gleichzeitig sind auch Finanzmarktakteure wie Pensionskassen, Anlagestiftungen, Investmentgesellschaften, Family Offices und Banken gefordert, ihre Strategien entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um neue Marktgegebenheiten, veränderte Bedürfnisse der Anlegerinnen und Anleger sowie den Umgang mit politischen und wirtschaftlichen Risiken. Welche Kernthemen treiben den Investmentmarkt heute an? Wie können Portfolios gegen Unsicherheiten abgesichert werden? Welche Rolle spielt der Anlagehorizont in Zeiten globaler Umbrüche? Wie gelingt es der Schweizer Finanzindustrie, im Wettbewerb um Vertrauen und Stabilität nachhaltige Vorteile zu schaffen? Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen im Rahmen unserer Veranstaltung beleuchten und diskutieren.
Programm
18.15 Uhr | Begrüssung: Prof. Dr. Pascal Gantenbein, Professor für Finanzmanagement, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Basel
18.30 Uhr | Anlagethemen im Private Banking: Thomy Zünd, Leiter Investment Solutions, Private Clients, Bank Vontobel
18.50 Uhr | Makrowetten und Alpha-Generierung: Dr. Markus Ostrowski, Head Portfolio Management, Suva
19.10 Uhr | Politische Entscheidungen und ihr Einfluss auf die Finanzmärkte: Tom Steiner, Leiter Kompetenzzentrum Anlagen, Baumann & Cie, Banquiers
tunBasel 2024: Kinder experimentieren am Stand der Universität Basel. Bild: Universität Basel
Tüfteln, ausprobieren und experimentieren – das bietet die tunBasel, eine interaktive Erlebniswerkstatt für Kinder und Jugendliche von 7 bis 13 Jahren. Die Universität Basel und 30 weitere namhafte Institutionen aus der Region Basel zeigen spannende und herausfordernde Experimente, die auf spielerische Weise das Interesse an den Naturwissenschaften wecken.
Die Universität Basel ist an der tunBasel 2026 mit zwei Ständen vor Ort und präsentiert unter dem Titel: «Wellen aus Licht und Wasser» folgende Experimente:
«Geheimnisvolles Leuchten»: Tauche ein in leuchtende Farben, entdecke geheime Zeichen und erfahre, was Quantenzustände sind! Bastle einen Anhänger, der die Farbe wechselt, und den du mit nach Hause nehmen kannst. Departement Chemie, Departement Physik, Swiss Nanoscience Institut und Basel Quantum Center, Stand 29
«Flüsse und Menschen»: Forme eine Landschaft mit einem Fluss und simuliere mit verschiedenen Wassermengen die Folgen für den Verlauf und die Form des Flussbetts. Welche Folgen hat ein Hochwasser, welche Folgen hat eine Brücke oder ein Damm auf den Flussverlauf und auf die Landschaft und Menschen, die dort wohnen? Komm und experimentiere mit uns! Departement Umweltwissenschaften, Fachbereich Physiogeographie und Umweltwandel, Stand 30
Öffnungszeiten
Montag–Freitag: 8.30–16.00 Uhr, Samstag–Sonntag: 10.00–16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nur für Schulklassen und Gruppen ab sechs Kindern notwendig.
Der Kalender der Universität Basel listet Veranstaltungen auf, die von der Universität Basel, ihren zahlreichen Einheiten sowie von akkreditierten studentischen Organisationen und assoziierten Institutionen angeboten werden. Sie sprechen ein grösseres Publikum an, sind öffentlich und für alle zugänglich. In der Regel ist der Eintritt frei.
Sie können Ihren Anlass ebenfalls im Veranstaltungskalender eintragen lassen, sofern er die oben genannten Kriterien erfüllt. Senden Sie dazu Titel, Kurztext, Zeit, Ort, Veranstalter, Link auf Webseite und falls vorhanden Foto (JPG) und Programmflyer (PDF) an E-Mail: agenda@unibas.ch