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Universität Basel

31. Oktober 2018

Leistungsperiode 2018–2021 als Herausforderung

Das Kollegienhaus der Universität Basel am Petersplatz. (Foto: Universität Basel)

Die Universität Basel hat die Herausforderungen der Leistungsperiode 2018 bis 2021 angenommen und die nötigen Massnahmen definiert. Auf der einen Seite werden die Einzahlungen in den Immobilienfonds reduziert und Reserven aufgelöst. Parallel dazu werden die Budgets der Fakultäten und Departemente um durchschnittlich 2,5 Prozent reduziert. Die Umsetzung der Massnahmen stellt sicher, dass die Universität Basel sich in dieser Leistungsperiode trotz sinkendem Globalbeitrag in strategisch wichtigen Bereichen weiterentwickeln kann.

Zusammen mit dem Leistungsauftrag für die Periode 2018–2021 hatten die Regierungen der Trägerkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt den Globalbeitrag definiert, welcher der Universität Basel in diesem Zeitraum zur Verfügung steht. Im Vergleich mit dem Jahr 2017 reduzieren sich die Beiträge der Trägerkantone in diesen vier Jahren insgesamt um 12,4 Millionen Franken.

Da der Universität Basel durch bereits getätigte Beschlüsse der Trägerkantone jedoch unvermeidbare Zusatzkosten anfallen sowie Investitionen in wichtige strategische Gebiete notwendig sind, muss sie bestehende Budgetpositionen in der Finanzplanung bis ins Jahr 2021 um rund 36 Millionen Franken pro Jahr reduzieren.

Auf den Bereich Lehre und Forschung fällt mit 9,3 Millionen Franken ein Viertel der Sparmassnahmen. Bei den Immobilien wird das Budget um 15,9 Millionen Franken reduziert, wobei der grösste Anteil auf die Reduktion der Zahlungen in den Immobilienfond fällt. Schliesslich wird die Universität Basel ihre Reserven auflösen. Kumuliert über die gesamte Leistungsperiode 2018–2021 wird die Universität Basel insgesamt 79,9 Millionen Franken einsparen.

Die Umsetzung der Sparvorgaben hat die Universitätsleitung in den vergangenen Monaten in engem Austausch mit den Fakultäten und Verwaltungseinheiten vollzogen. Oberstes Ziel war es, nachhaltigen Schaden für die Universität Basel möglichst zu vermeiden und die Auswirkungen auf den Bereich der Lehre möglichst gering zu halten, damit die Universität Basel weiterhin als attraktiver Ort für ein Studium wahrgenommen wird. Aus diesem Grund wird auch auf eine Erhöhung der Studiengebühren verzichtet.

Trotz der Notwendigkeit zu sparen, wird die Universität Basel in den kommenden Jahren strategisch wichtige Projekte lancieren können – nicht zuletzt dank den grossen Erfolgen bei der Gewinnung von Drittmitteln. Die Zusprache von Drittmitteln setzt allerdings voraus, dass die Universität entsprechende Eigenmittel aufwendet. Im Bereich der Augenheilkunde kann sie dank grosszügiger Mitfinanzierung von Novartis (100 Mio. CHF) und dem Kanton Basel- Stadt (12,5 Mio. CHF) zusammen mit dem Universitätsspital Basel das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) aufbauen, das zu einem der weltweit besten Zentren in seinem Gebiet werden soll.

Ein weiteres Grossprojekt konnte Mitte September angekündigt werden: Die Foundation Botnar hat bekanntgegeben, dass sie ein gemeinsames Projekt der Universität Basel und der ETH Zürich mit insgesamt 100 Millionen Franken unterstützen wird: Das Botnar Reserach Centre for Child Health (BRCCH) will sich in den nächsten Jahren zur führenden Institution in der anwendungsorientierten Spitzenforschung für die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen weltweit entwickeln.

Als weitere strategische Massnahmen wird die Universität Basel in den kommenden Jahren zudem in die Digitalisierung von Lehre und Forschung investieren sowie die Stärkung des Wissens- und Technologietransfers weiter vorantreiben.

Die Leistungsperiode 2018–2021 wird von der Universität mit den stagnierenden Rahmenbedingungen und den laufenden Verhandlungen der Träger Kantone als Übergangsperiode angesehen, die mit der hier dargestellten Kombination struktureller und einmaliger Massnahmen bewältigt wird, ohne die Weiterentwicklung der Universität grundlegend zu behindern. Angesichts der Investitionen der Konkurrenz im In- und Ausland sollte davon ausgegangen werden, dass in der folgenden Leistungsperiode wieder Rahmenbedingungen definiert werden, die eine nachhaltige Entwicklung der Universität ermöglichen.

Die Aufstellung Umsetzung der Sparmassnahmen in der Leistungsperiode 2018–2021 gibt einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen in den verschiedenen Gliederungseinheiten der Universität Basel.


Weitere Auskünfte

Matthias Geering, Universität Basel, Leiter Kommunikation & Marketing, Tel. +41 61 207 35 75, mobil: +41 79 269 70 71, E-Mail: matthias.geering@unibas.ch

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