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Universität Basel

Deutsche Philologie Abschluss: Master

Allgemeine Sprachwissenschaften

Sprache, Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums forschend erkunden

Deutsche Sprachwissenschaft, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Germanistische Mediävistik bilden die drei Teilbereiche des Fachs Deutsche Philologie an der Universität Basel. Vor dem Hintergrund der kulturwissenschaftlichen Neuorientierung der Geisteswissenschaften wird dabei die historisch-philologische Kompetenz mit der Entwicklung aktueller und innovativer Impulse – zum Beispiel der Postcolonial Studies, der Diskursanalyse, der Kognitions- und Soziolinguistik oder der Kommunikationstheorie – zu einem in seiner Vielfalt einmaligen Gegenstands- und Theoriespektrum verbunden. In den Blick kommen die Situierung von Texten und anderen Erscheinungsformen der Sprache im kulturellen Prozess, die unterschiedlichen sprachlichen, bildlichen oder akustischen Medien in ihren jeweiligen Kontexten wie auch die Wechselbeziehungen zwischen Literaturen, Alltags- oder Fachsprachen, Ökonomie, Ökologie, Psychologie, Gender und anderen Wissensgebieten.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Das Fach Deutsche Philologie an der Universität Basel erhebt den Anspruch, die gesamte Breite des Fachs in historischer wie systematischer Hinsicht zu repräsentieren. Das Lehrangebot ermöglicht es, im Laufe des Studiums sämtliche Epochen, Theoriefelder und sonstigen Gegenstandsbereiche des Fachs kennenzulernen und es zeichnet sich insbesondere durch forschungsnahe Themengebiete und Arbeitsweisen aus. Übergreifend herrscht in der Basler Germanistik eine kulturwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Ausrichtung, bei der sich sprach- und literaturwissenschaftliche Aspekte verbinden sowie vielfältige interdisziplinäre Anschlussmöglichkeiten eröffnet werden. Sie ist ausserdem bekannt für ihre interphilologische Ausrichtung, die eine literaturvergleichende und -theoretische Perspektive in den Vordergrund rückt.

Schwerpunktmässig beschäftigt sich die Deutsche Sprachwissenschaft in Basel mit der mentalen Dimension von Sprache und dem Spracherwerb (Kognitive Linguistik, Psycholinguistik), mit dem Sprachgebrauch (Pragmatik), mit der Organisation von Texten und Gesprächen (Text- und Gesprächslinguistik), mit Sprachverwendung in den Medien (Medienlinguistik), mit Dialekten und Fragen des Zusammenhangs von Sprache und sozialer Identität (Varietäten- und Soziolinguistik).

Die Abteilung Neuere Deutsche Literaturwissenschaft zeichnet sich aus durch starke Forschungskompetenzen in der Literaturtheorie, in der Erzählforschung, der Rhetorik und Ästhetik, den Editionswissenschaften, den Postcolonial Studies und den Inter-Art-Studies (Literatur/Musik, Literatur/Bild). Neben solchen Spezialisierungen werden aber vor allem auch die kanonischen Texte unterrichtet und beforscht. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen hierbei die Literatur der Aufklärung, Romantik und Goethezeit, die Modernisierungsschübe des 19. Jahrhunderts (Vormärz bis Realismus und Fin de Siècle), die ästhetischen Avantgarden der klassischen Moderne und die Gegenwartsliteratur.

Forschungsschwerpunkte der Germanistischen Mediävistik bilden die epischen und lyrischen Texte der höfischen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert mit Autoren wie Walther von der Vogelweide, Gottfried von Strassburg und Wolfram von Eschenbach. Im späteren Mittelalter und im 16. Jahrhundert liegen die Schwerpunkte auf Lieddichtung, Prosaroman und Schwankliteratur sowie auf der lateinischen und deutschsprachigen Literatur des oberrheinischen Humanismus mit ihrer europaweiten Bedeutung.

Auf Masterstufe vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse in allen drei Teilbereichen in forschungsorientierter Weise und sie haben verstärkt Möglichkeiten zur Schwerpunktsetzung.

Studienaufbau

Der Master ist der zweite Studienabschluss nach dem Bachelor. Er umfasst insgesamt 120 Kreditpunkte (KP).  Deutsche Philologie wird mit einem zweiten, davon unabhängigen Masterstudienfach zu je 35 KP studiert. Jenes Fach, in dem die Masterarbeit (30 KP) geschrieben wird, wird zum Major, das andere zum Minor. Ergänzend kommt der komplementäre Bereich (20 KP) hinzu. Ein Kreditpunkt ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Master of Arts (180 KP)
Major aus Phil.-Hist. Fakultät
65 KP (35 KP + 30 KP für die Masterarbeit)
Minor aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
35 KP
Komplementärbereich
20 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Als zweites Masterstudienfach kommt neben Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät – mit Ausnahme Deutsche Literaturwissenschaft – auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.

Der Komplementärbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Sprachkompetenzen einsetzbar sind.

Berufsmöglichkeiten

Das Studium eröffnet einen breiten Horizont an möglichen Tätigkeiten. Germanistinnen und Germanisten arbeiten zum Beispiel als Kommunikationsverantwortliche in Firmen und Institutionen, unterrichten Deutsch an Schulen und sonstigen Bildungsinstitutionen, sind im Bereich der Medien (Printmedien, Rundfunk, Fernsehen), im Verlagswesen (Lektorat etc.), im Theaterbetrieb, in Literaturhäusern und vor allem auch im stetig wachsenden sogenannten tertiären Sektor – d.h. in Verwaltung, Politik, (Kultur-)Management etc. – tätig.

Wissenschaftlich Interessierte können via Promotionsstudium auch eine akademische Laufbahn einschlagen.

Für bestimmte Tätigkeiten sind zusätzliche Ausbildungen oder Erfahrungen erforderlich. Wer zum Beispiel Deutsch unterrichten möchte, benötigt eine spezifische Lehrer/-innenausbildung, auch im Medien- und Kommunikationsbereich sind Zusatzausbildungen hilfreich oder es werden «trainings on the job» angeboten. Es ist deshalb lohnenswert, sich bereits während des Studiums mit den verschiedenen Berufsfeldern auseinanderzusetzen, Praktika zu machen und Arbeitskontakte zu knüpfen. Praktika können zum Teil via «Learning Contract» im komplementären Bereich als Studienleistung anerkannt werden.

Lehrdiplom

Wer diesen Abschluss erwirbt und sich für den Lehrberuf interessiert, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zu erwerben. Bitte informieren Sie sich über Einzelheiten und die geltenden Regelungen zur Erlangung des Lehrdiploms an einer dafür zuständigen Pädagogischen Hochschule, z.B. der Pädagogischen Hochschule FHNW oder bei der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren.

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